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  • Polizei Neuwied: Zunahme an Verkehrsunfällen

    Kreis Neuwied. Der traurige Trend der vergangenen Jahre setzt sich fort: Im Kreis Neuwied haben sich wieder einmal mehr Verkehrsunfälle ereignet. Im vergangenen Jahr krachte es insgesamt 6002 mal.

    Nur einer von vielen Unfällen im vergangenen Jahr: In Waldbreitbach wurde dieses Auto schwer beschädigt.
    Nur einer von vielen Unfällen im vergangenen Jahr: In Waldbreitbach wurde dieses Auto schwer beschädigt.
    Foto: jn

    Von unserer Redakteurin Christina Nover

    2014 waren es im Kreis noch 5763 Unfälle. Den größten Anstieg hat die Polizeiinspektion Straßenhaus zu verzeichnen. Hier sind es im Vergleich zum Vorjahr 207 Unfälle mehr, wie aus einer Statistik der Polizeidirektion Neuwied hervorgeht.

    Gesunken sind allerdings die Zahlen der Verletzten - es gab weniger Schwer- (143) sowie Leichtverletzte (715) als im vergangenen Jahr. Allerdings ließen auch sechs Menschen ihr Leben, darunter ein Kind. 2014 lag die Zahl der getöteten Personen bei fünf. Die meisten Leichtverletzten gab es im Bereich der Polizeiinspektion Neuwied, nämlich 338 Personen. Diese Zahl ist darauf zurückzuführen, dass es im Stadtverkehr eher zu kleineren Unfällen kommt - bedingt durch die niedrigeren Geschwindigkeiten, mit denen die Fahrer im Vergleich zu ländlichen Gegenden unterwegs sind.

    Bei der Unfallbeteiligung von Kindern gab es keine signifikante Veränderung zum Vorjahr - 60 mal waren Kinder in Verkehrsunfälle verwickelt (2014 waren es 64 Unfälle). Insgesamt wurden dabei 66 Kinder verletzt. Laut Angaben der Polizeidirektion Neuwied waren die Kinder zum größten Teil nur passiv an den Unfällen beteiligt. Die Polizei sieht Kinder dank intensiver Verkehrssicherheitsarbeit in Schulen und Kindergärten gut für die Teilnahme am Straßenverkehr geschult und für Gefahren sensibilisiert. Sie hält aber weitere Anstrengungen für erforderlich, etwa Kontrollen, ob Eltern ihre jungen Insassen richtig sichern.

    Angestiegen sind die Zahlen der Verkehrsunfälle, an denen Senioren beteiligt waren. In den drei Dienststellen im Kreis Neuwied waren es im vergangenen Jahr 1151 Unfälle, 2014 waren es noch 1135. Im Polizeibericht heißt es: "Damit werden in dieser Risikogruppe seit Aufnahme in die Betrachtung stetig steigende Unfallzahlen registriert." Die meisten dieser Unfälle, in die Menschen ab 65 Jahren verwickelt sind, passierte im Bereich der Polizeiinspektion Neuwied (636). Meistens, in mehr als 60 Prozent der Fälle, sind die Senioren laut Polizei auch die Hauptunfallverursacher.

    Waren junge Fahrer, im Alter zwischen 15 und 24 Jahren, an Unfällen beteiligt, so waren sie sogar in 88 Prozent der Fälle die Verursacher. Insgesamt waren 2015 im Kreis Neuwied 1515 junge Menschen dieser Altersgruppe an Unfällen beteiligt. Dabei wurden 211 Personen verletzt, 29 schwer und 182 leicht.

    Interessant ist auch ein Blick auf die Unfälle mit Zweiradfahrern. Sie sind weiter zurückgegangen. 208 Unfälle gab es im vergangenen Jahr. Drei Menschen starben. Signifikant ist laut Polizei, dass die Motorradfahrer in rund 35 Prozent der Fälle "alleine" in Unfälle verwickelt sind und in über 60 Prozent auch selbst den Unfall verursacht haben. Nicht angepasste Geschwindigkeit sei die überwiegende Unfallursache.

    Nicht nur Motorradfahrer sind zu schnell unterwegs - auch bei Autofahrern gehört überhöhte Geschwindigkeit zu den Hauptunfallursachen. Sie liegt auf Platz drei. Auf Platz eins liegt weiterhin das fehlerhafte Verhalten beim Wenden und Rückwärtsfahren, dicht gefolgt von unzureichendem Sicherheitsabstand. Aber auch Alkohol und Drogen spielen bei Unfällen weiterhin eine Rolle. Im Kreis Neuwied gingen die Alkoholunfälle innerhalb eines Jahres jedoch von 113 auf 88 zurück. Die Anzahl der Drogenunfälle lässt sich auf 14 beziffern. Im Jahr 2014 waren es 22.

    Als eine unerfreuliche Entwicklung bezeichnet die Polizeidirektion Neuwied die Zunahme von Unfallfluchten im vergangenen Jahr. Im Bereich der drei Polizeidienststellen im Kreis wurden im vergangenen Jahr 1168 Fälle von Unfallflucht aufgenommen, das entspricht einem Anteil von rund 20 Prozent aller Verkehrsunfälle. Das heißt: Jeder fünfte Unfallbeteiligte entfernt sich unerlaubt vom Unfallort. In immerhin 462 Fällen konnten die Schuldigen ermittelt werden. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 41,3 Prozent.

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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