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  • Geschichte Blocker Musikanten feiern 50-jähriges Bestehen mit Musik und vielen Erinnerungen

    Mit modernem Repertoire ins Jubiläumsjahr

    Block. 50 Jahre, doch kein bisschen alt und verstaubt: Gut aufgestellt mit jungen und engagierten Musikern, einem modernen Repertoire und mit vielen schönen Erinnerungen an die vergangenen fünf Jahrzehnte starten die Blocker Musikanten in ihr Jubiläumsjahr – und dieser runde Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, um einmal zurückzublicken und sich gleichzeitig auf Zukünftiges einzustimmen.

    1967 wurde auf Initiative von Klaus Buchholz, der später auch als Dirigent im Verein aktiv war, der Fanfarencorps Rot-Weiß Block gegründet. Das war die Geburtsstunde der heutigen Blocker Musikanten. Doch auch an einem bis heute erfolgreichen Musikverein gehen die Jahre nicht spurlos vorbei, das weiß auch Carsten Reusch, der seit 2004 den Verein als Vorsitzender leitet: „In jeder Vereinsgeschichte gibt es Höhen und Tiefen.“ So entwickelte sich der neu gegründete Fanfarencorps zunächst durch die Umstellung auf Ventilfanfaren nach und nach zu einem Musikverein. Auch Namensänderungen gab es in der langen Vereinsgeschichte: So wurde aus dem Ursprungsnamen 1982 zunächst der Fanfarencorps Block, bis 1985 mit Blocker Musikanten der bis heute gültige Name gefunden wurde.

    „Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre kamen dann einige Probleme auf“, erinnert sich Reusch, der bereits als Kind bei den Musikanten aktiv war. Es fehlte an Holzbläsern, und die Leitung realisierte, dass es eine Veränderung geben müsse. „Zu dieser Zeit übernahm mit Axel Potthast ein neuer Dirigent die Führung“, erinnert sich Reusch. Dieser erweiterte die Besetzung um Klarinetten, Flöten und Saxofon, wodurch ein Blasorchester entstand. Im nächsten Schritt sollte sich nun auch das Repertoire den neuen Gegebenheiten anpassen: „Natürlich waren einige mit der neuen Ausrichtung und den moderneren Musikstücken nicht ganz einverstanden, aber von einer echten Krise konnte man auch damals nicht sprechen“, erinnert sich Reusch an den Wendepunkt für die Blocker Musikanten.

    Eine weitere große Veränderung trat 2005 ein, als Tobias Lawsky das Dirigat des Vereins übernahm, wodurch das Repertoire trotz bestehender klassischer Einflüsse noch moderner wurde, was heute ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Blocker ist. „Wir sind nach Altwied der kleinste Stadtteil von Neuwied, daher müssen wir kontinuierlich an der Nachwuchsgewinnung arbeiten, was uns bislang gut gelingt“, sagt Reusch. So verfüge der Verein derzeit über 220 Mitglieder, davon 37 aktive Musikanten. Auch der Altersdurchschnitt liege mit Anfang bis Mitte 30 niedrig. „Man muss heutzutage am Ball bleiben und mit der Zeit gehen, um zukunftsfähig zu sein“, betont Reusch.

    Generell lege der Verein aber nach wie vor großen Wert auf die Verbindung von Tradition und Moderne. So sei mit Berthold Boss zum Beispiel noch immer ein Gründungsmitglied von 1967 aktiv. Gleiches gelte für den langjährigen ehemaligen Vorsitzenden Franz-Josef Potthast und den Dirigenten Klaus Buchholz, die beide Männer der ersten Stunde waren.

    „Wir freuen uns auch nach 50 Jahren über jedes neue Mitglied“, sagt Reusch. So sind die jüngsten Musiker bei den Musikzwergen ebenso willkommen wie diejenigen, die eine klassische Instrumentalausbildung anstreben. Geprobt wird jeden Freitag ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus Block.

    „Wir freuen uns, dass es unserem kleinen Stadtteil gelungen ist, einen so erfolgreichen Verein über 50 Jahre am Leben zu erhalten“, lobt Reusch den Einsatz aller Musiker und Vereinsmitglieder. Gemeinsam wolle man nun frisch und modern ins Jubiläumsjahr starten.

    Von unserer Mitarbeiterin Regine Siedlaczek

    Viel Programm zum runden Geburtstag

    Pünktlich zum Jubiläumsjahr haben sich die Blocker Musikanten mehrere Veranstaltungen einfallen lassen, um gemeinsam zu feiern. Den Anfang macht ein großes Jubiläumskonzert, das am Sonntag, 30. April, um 16.30 Uhr in der Abteikirche Rommersdorf beginnt. Einlass ist bereits ab 15.30 Uhr. „Wir wollen mit dem Konzert Erinnerungen sowohl bei den Musikern als auch beim Publikum wecken“, verspricht Carsten Reusch, Vorsitzender der Blocker Musikanten. So werden an diesem Nachmittag zahlreiche Stücke aus den vergangenen Jahrzehnten auf dem Spielplan stehen, die allerdings modern arrangiert und interpretiert werden. Ergänzt wird das Repertoire durch beliebte Rock- und Poplieder.

    Als zweite große Veranstaltung steht am Fronleichnamstag, Donnerstag, 15. Juni, ein Familientag auf dem Programm. „Es wird viel Programm geben, das sich vor allem an die jüngsten Besucher richtet“, erklärt Reusch. So habe man eine Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro organisiert, wodurch zahlreiche Kinderattraktionen zusammengetragen wurden. „Wir wollen den Fokus an diesem Tag nicht nur auf den klassischen musikalischen Frühschoppen richten, sondern vor allem die Familie in den Mittelpunkt rücken“, sagt Reusch, der noch die eine oder andere Überraschung für diesen Tag in Aussicht stellt und auch langjährige Mitglieder im passenden Rahmen ehren möchte.

    Ausklingen wird das Jubiläumsjahr voraussichtlich mit einer Veranstaltung um die Weihnachtszeit, eine genaue Planung stehe allerdings bislang noch nicht fest. rsz

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