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    Kreis NeuwiedKreis Neuwied: Förster haben den Borkenkäfer ganz gut im Griff

    Buchdrucker und Kupferstecher halten die Förster und ihre Mitarbeiter im Kreis Neuwied das ganze Jahr über auf Trab. Immerhin können die sogenannten Borkenkäfer erheblichen Schaden anrichten im Wald, mit Vorliebe bei Fichten.

    In diesem Jahr haben die Förster den Borkenkäfer ganz gut im Griff.
    In diesem Jahr haben die Förster den Borkenkäfer ganz gut im Griff.
    Foto: dpa

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

    Vor allem dann, wenn sie gute Lebensbedingungen vorfinden und sich ungehemmt vermehren. Denn von den gefräßigen Tieren befallenes Holz ist von minderwertiger Qualität und lässt sich nur noch zu deutlich nierigeren Preisen verkaufen. Und das wiederum lässt weniger Geld aus dem Holzverkauf in die Kassen der Kommunen fließen. Letztere dürfen aber aufatmen: "Im Moment haben wir die Lage ganz gut im Griff. Aber wir müssen aufpassen, denn Käferpotenzial für den Sommer ist auf jeden Fall da", sagt Förster Hans-Werner Neitzert, der unter anderem das Revier Waldbreitbach betreut.

    Bäume, die im Herbst oder Winter gefällt worden sind und noch im Wald liegen, sind bevorzugte Brutstätten. Demzufolge liegt das Hauptaugenmerk der Förster darauf, dieses Holz aus dem Wald holen zu lassen - noch bevor die neue Generation Käfer gesunde Bäume befallen kann. "Im Moment haben wir aber Riesenprobleme, weil die Waldwege sehr feucht sind", weiß Neitzert. Von daher hofft er, dass spätestens im Mai, wenn die Flugzeit der Käfer beginnt, das meiste Holz draußen ist. Und er hofft, dass es im März nicht wieder Windwurf gibt (was per se zu einem Geldverlust für die Kommunen führen würde). Denn auch diese Bäume suchen die Borkenkäfer mit Vorliebe auf.

    Allerdings erkennen die Förster den Borkenkäfer derzeit noch nicht so gut. Der Dierdorfer Forstamtsleiter Uwe Hoffmann erklärt warum: "Aufgrund des milden Winters wächst alles weiter, Nadeln wie auch Wiesen zeigen sich anders als sonst um diese Zeit im Jahr in saftigem Grün. Wenn wir frostige Winter haben, setzt das die Nadeln am Baum stärker unter Stress, sie werden früh braun und verraten uns dann auch früher, wo der Borkenkäfer am Werk ist." Frost sei übrigens kein allzu großes Problem für die Borkenkäfer. Hoffmann und seine Kollegen wünschen sich dagegen ein feuchtes Frühjahr, nicht zu warm, und Niederschläge auch im Sommer. "Das wäre für die Forstwirtschaft ideal."

    Blick zurück: Im Vorjahr fanden die Käfer gute Lebensbedingungen vor: Windwurf im Frühjahr dazu mildes Wetter. Selbst der Herbst lief eigentlich günstig für die Tiere. "Wir haben 2015 nur einen Tick mehr Käferholz eingeschlagen. Aber wir mussten keine größeren Flächen herausnehmen, wie es auch schon der Fall gewesen war", sagt Förster Neitzert. Der Schaden hielt sich in Grenzen, weil es gelang, befallenes Holz schnell aufzuarbeiten und aus dem Wald zu schaffen. "Und weil die Fichten bei uns im Westerwald wegen einer Sonderlage mit einem zwar warmen dafür aber regenreichen Sommer vitaler und damit widerstandsfähiger waren als anderswo", ergänzt Uwe Hoffmann.

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