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    NeustadtKitaerweiterung oder Umbau: Neustädter können sich (noch) nicht entscheiden

    Die Zeit läuft ab, die Kinder scharren quasi schon mit ihren Bobbycars, doch der Neustädter Gemeinderat hat auch in der jüngsten Sitzung am Donnerstag keine Entscheidung getroffen, wie er Kitaplätze schaffen will. Beschlossen wurde lediglich, dass eine Entwurfsplanung und eine Kostenberechnung für einen Kita-Neubau in Fernthal in Auftrag gegeben werden. Parallel dazu sollen aber auch die Förderanträge für die bereits durchgeplanten Erweiterungen an den beiden bestehenden Kindertagesstätten im Ortskern rausgeschickt werden.

    Auch wenn der zweite Beschluss schließlich einstimmig fiel, herrschte eine Weile Uneinigkeit unter den Ratsmitgliedern über die genaue Formulierung. Die Anträge sollen mit dem Hinweis an die Kreisverwaltung versehen werden, dass das Projekt sich auch noch ändern kann – Neubau statt Erweiterungen. „Es geht darum, die für vier Gruppen in Aussicht gestellten Fördermittel zu beantragen, damit uns da nichts anbrennt“, fasste es Ortschefin Jutta Wertenbruch nach einer langwierigen Diskussion zusammen.

    Sollte die Rechnung aufgehen, dann wäre dies ein Novum im Kreis, wie die Nachfrage beim Ersten Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach (CDU) ergeben hat. „So einen Fall gab es hier noch nicht. Ein Förderbescheid wird vom Land für ein spezielles Projekt gegeben“, erklärt Hallerbach. Er weist darauf hin, dass für mögliche Gelder umfangreiche Anträge vorliegen müssen, die das Bauamt und später das Landesjugendamt intensiv prüfen. Dabei gehe es auch um das pädagogische Konzept. Er ist deshalb davon überzeugt, dass Fördermittel an ein konkretes Projekt gebunden sind. Das, was die Neustädter vorhaben, klingt für ihn nach einem „Fake-Antrag“ – eine Schummelei, die er für wenig Erfolg versprechend hält.

    Unstimmigkeiten in der CDU-Fraktion

    Auf mehr konnten sich die Fraktionen im Neustädter Gemeinderat jedoch bisher nicht einigen. Wobei selbst innerhalb der CDU-Fraktion Unstimmigkeit herrscht. Franz-Josef Wertenbruch forderte beispielsweise, auf weitere Ausgaben für Planungen zu verzichten und bei den Entscheidungen für den Ausbau der bestehenden Kitas zu bleiben. Seinen Antrag, den Bauantrag für die katholische Kita zu stellen, nahm er nach einer Sitzungsunterbrechung jedoch zurück.

    Mehr Einigkeit besteht in dieser Sache bei der SPD-Fraktion. Sprecher Jürgen Jonas ließ in seinem Beitrag durchblicken, dass die SPD ihre Entscheidung schon getroffen hat – für den Neubau. Er begründete dies mit Kostenschätzungen, die bei einem viergruppigen Kindergarten von mittlerem bis gehobenem Standard bei rund 2,5 Millionen liegen. Wesentlich weniger als die 4,2 Millionen Euro, die derzeit für die Erweiterungen im Raum stehen.

    "Ergebnisoffen" vs. "Zeitverschwendung"

    Zwar soll laut Jutta Wertenbruch noch geprüft werden, wo dort Einsparungen möglich sind, SPD und FWG glauben jedoch bereits jetzt, dass der Neubau die „vernünftigste wie wirtschaftlichste Lösung“ darstellt. CDU-Sprecher Jürgen Schmied erklärte hingegen, „ergebnisoffen“ bleiben zu wollen und belastbare Zahlen abzuwarten, bevor die endgültige Entscheidung getroffen wird. Jonas warf der CDU deshalb vor, Zeit zu vergeuden und meinte zu erkennen, dass die Gemeindeleitung versucht, eine Kita abseits des Zentralortes verhindern zu wollen.

    Von unserer Redakteurin Christina Nover

     

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