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  • Kandidatenporträt: Fredi Winter ist auf dem Boden geblieben

    Neuwied. Für die SPD will Fredi Winter im Wahlkreis 4 zum dritten Mal das Direktmandat gewinnen. Wir stellen seine persönliche Seite vor.

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    Ob Landtags-, Kreistags- oder Stadtratswahl: Wenn in den vergangenen Jahren in Neuwied gewählt wurde und Fredi Winter (SPD) auf dem Zettel stand, dann lag er am Ende stets weit vorn. Stimmenkönig nennt man ihn. Wenn man ihn jedoch zu Hause besucht, dann ist da wenig königlich-prunkvolles. Fredi Winter ist bescheiden geblieben, lebt mit seiner Frau Ela in einem kleinen Häuschen auf dem Weißen Berg: Irgendetwas zwischen 80 und 90 Quadratemetern Wohnfläche, mehr braucht er nicht.

    Auch die Einrichtung ist dezent, nicht extravagant. An den Wänden viele Bilder, aber keine teure Kunst: Über der Couch hängt eine Luftaufnahme von Neuwied, daneben Schloss und Mainzer Dom, sonst viele Schnappschüsse, nach Themen sortiert: Fotos von der Familie im Wohnzimmer, Fotos mit politischen Freunden im Flur des ersten Stocks, Fotos von Karneval, Fußball und Eishockey im Arbeitszimmer. Dort findet man auch eine Aufnahme, die ihn mit Gerd Rubenbauer zeigt. In den 90ern war er mal bei Gaudimax aufgetreten – war aber, ungewöhnlich genug für ihn, nur Zweiter geworden. „Die wollten beim Bayerischen Rundfunk wohl einen Sieger aus dem Süden“, meint er grinsend.

    Doch auch wenn er nicht gewann, besteht kein Zweifel, dass Fredi Winter ein humorvoller, scheinbar immer gut gelaunter Mensch ist. Und wenn er es mal nicht ist, dann lässt er es andere nicht merken. „Ich weiß, dass es mir anders selbst nicht gut tun würde“, sagt er und ergänzt, dass ihm „der Optimismus wahrscheinlich in die Wiege gelegt worden ist“. Lieblingsbuch: „Die Kraft der positives Denkens“. Und das beginnt für ihn am frühen Morgen: „Ich springe so aus dem Bett, nicht immer zum Vergnügen meiner Frau“, schmunzelt er.

    In der Regel kommt seine gute Laune aber an – bei Ela und den meisten Menschen. Fredi Winter ist „nah bei die Leut'“, wie man sagt, und das nicht erst, seit er im Landtag sitzt. 1976 hat er erstmals beim Karneval in der Bütt gestanden, seitdem war er für „seine Ehrengarde“ in vielen Rollen unterwegs. Auch außerhalb der jecken Jahreszeit ist Winter ein gern genommener Moderator, weil er jovial, unterhaltsam und schlagfertig ist.

    Am deutlichsten geworden ist das in den sieben Jahren, in denen er als Hallensprecher beim EHC Neuwied aktiv war. Die Bären wurden in dieser Zeit zweimal deutscher Meister, Winter dazu als bester Hallensprecher des Landes ausgezeichnet. „Legende“ nennen ihn noch heute viele in der Eishalle. Und sie sind froh, dass er nach wie vor die Heimspiele regelmäßig besucht. Aber auch für den VfL Neuwied schlägt sein Herz, die Leistungen der Volleyballerinnen vom VCN begeistern ihn. Sport ist seine Sache, wenngleich er selbstkritisch einräumt, dass er seine Mitgliedschaft im Fitnesscenter viel zu wenig ausnutzt.

    Passiv gehört er dafür rund 25 Vereinen an, vor allem um sie zu fördern. „Ehrenamtliches Engagement ist mir wichtig. Und als Landtagsabgeordneter nagt man ja nicht am Hungertuch. Da kann ich ein bisschen abgeben“, findet er und unterstreicht: „Geld ist mir nicht so wichtig. Ich bin zufrieden.“

    Teure Hobby hat er nicht. Geflogen ist er erstmals mit 50 Jahren – zur ITB in Berlin. Irgendwann, so erzählt er, möchte er die Chinesische Mauer sehen und die USA von Ost nach West durchfahren. Aber das hat Zeit. Seine weitestes Reiseziel bislang: Sevilla.

    Dafür hat er sich in Neuwieds Partnerstadt Güstrow engagiert, dort Karnevalsverein und AWO aufgebaut. Überhaupt AWO: Winter ist Kreisvorsitzender, „weil ein guter Sozialdemokrat einfach in die AWO gehört“. Und Sozialdemokrat ist er durch und durch. Meine Eltern waren einfache Leute“, erzählt er. Und seine heute 91-jährige Mutter sei es auch gewesen, die ihm bei der ersten Wahl in den Landtag unter die Nase gerieben hat, dass er jetzt keinen Spleen bekommen, sondern bleiben soll, wie er ist. „Ich hoffe dass die Leute spüren, dass das, was ich mache, von Herzen kommt“, sagt er dazu selbst.

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