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    DierdorfHöhere Vergnügungssteuer: Dierdorfer VG-Rat will Spielsucht bekämpfen

    Mehr Geld einnehmen und gleichzeitig die Spielsucht eindämmen: In seiner jüngsten Sitzung wagte der Dierdorfer VG-Rat den Doppelschlag und beschloss eine saftige Erhöhung, ja sogar Verdoppelung der Vergnügungssteuer. Damit, so fasste es Bürgermeister Horst Rasbach zusammen, will die Verbandsgemeinde auch ihrer Verantwortung als Steuerungsbehörde nachkommen.

    Spielotheken sollen in der Verbandsgemeinde Dierdorf mehr Vergnügungssteuer zaheln.
    Spielotheken sollen in der Verbandsgemeinde Dierdorf mehr Vergnügungssteuer zaheln.

    "Spielsucht ist eine Volkskrankheit", findet der VG-Chef und legte seinen Ratskollegen nahe, alle Möglichkeiten zu nutzen, um steuernd einzugreifen: "Wir haben in Dierdorf eine Ansammlung von Spielhallen und damit auch eine gewisse Verantwortung", argumentierte Rasbach. Derzeit gibt im Dierdorfer Land vier Spielhallen mit 58 Geldspielgeräten und vier Gaststätten mit zusammen sechs Spielgeräten. "Da ist auch die Vergnügungssteuer eine Hausnummer, das merkt man am Aufkommen", resümierte der Bürgermeister. In Zahlen ausgedrückt heißt das: 2016 vermerkt der VG-Haushalt rund 160 000 Euro an Vergnügungssteuereinnahmen.

    Dieser Betrag könnte nach dem Ratsbeschluss nun auf das doppelte steigen: Der VG-Rat legte fest, dass die Einspielergebnisse von Geldspielgeräten nicht mehr mit 10 Prozent, sondern künftig mit 20 Prozent besteuert werden sollen.

    Und auch auf den Dierdorfer FFK-Saunaclub kommt eine Steuererhöhung zu: Den Satz für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen erhöhte der Rat von 50 Cent je Veranstaltungstag und angefangenen zehn Quadratmetern Veranstaltungsfläche auf 1 Euro.

    Ihre Vergnügungssteuersatzung hatte die Verbandsgemeinde zuletzt 2012 gemäß einer Mustersatzung des Gemeinde- und Städtebundes angepasst. Inzwischen haben in Rheinland-Pfalz schon mehrere Städte und Gemeinden, darunter Neuwied und Koblenz, eine ähnliche Erhöhung beschlossen.

    "Wir müssen steuernd eingreifen auf die Flut von Spielhallen", begründete Bürgermeister Rasbach den Schritt nach dem einstimmigen Beschluss. "Ob uns das gelingt, ist eine andere Frage. Aber den Versuch ist es wert."

    Von unserer Mitarbeiterin Angela Göbler

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