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  • Hausverwalterin soll 250.000 Euro veruntreut haben

    Kreis Neuwied. Sie soll Hauseigentümer aus der Region um rund 250.000 Euro betrogen haben und ist seit gut einem Jahr untergetaucht.

    Von unserem Redakteur Marcelo Peerenboom

    Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen eine 58-Jährige aus dem Kreis Altenkirchen, die Geschäftsführerin einer Hausverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Altenkirchen war. Die Firma unterhielt in Bad Kreuznach eine Zweigniederlassung (die RZ berichtete).

    Nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Rolf Wissen soll die gesuchte Frau zwischen April 2013 und Januar 2015 in insgesamt 24 Fällen Beträge in Höhe von etwa 250 000 Euro von Konten diverser Wohnungseigentümergemeinschaften veruntreut haben. Nach den Erkenntnissen der Strafverfolger hat die untergetauchte Verwalterin das Geld entweder auf ihre eigenen Konten oder auch auf Konten einer nicht existenten Firma überwiesen.

    Das Unternehmen hat nach RZ-Informationen rund 100 Objekte in der Region betreut. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft sind darunter Eigentümergemeinschaften in Altenkirchen, Rengsdorf und Neuwied. Im Auftrag der Haus- und Wohnungsbesitzer verwaltete die 58-Jährige die Objekte und kümmerte sich auf Wunsch auch um den Hausmeisterdienst, wofür sie eine weitere Firma betrieb. Zu den Aufgaben gehörte naturgemäß auch die Verwaltung der Investitionsrücklagen, die teilweise eine beträchtliche Höhe hatten. Als Treuhänderin hatte nur sie Zugriff auf diese Konten.

    Nachdem es entsprechende Hinweise auf einen unzulässigen Griff in die Kasse gab, ließ die Staatsanwaltschaft am 30. Januar 2015 die Geschäftsräume der Gesellschaft in Bad Kreuznach und in Altenkirchen durchsuchen. Wie Oberstaatsanwalt Wissen berichtet, ist die Auswertung der sichergestellten Unterlagen noch nicht abgeschlossen.

    Die Firma befindet sich zwischenzeitlich in einem Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Betzdorf hatte am 20. März 2015 ein allgemeines Verfügungsverbot erlassen, sodass der Geschäftsführerin der weitere Zugriff auf Konten seitdem verwehrt ist. Wie die Staatsanwaltschaft berichtet, wird die Frau per Haftbefehl gesucht, weil sie seit Frühjahr 2015 auf der Flucht ist.

    Insolvenzverwalter Dr. Markus Rödder aus Betzdorf konnte auf RZ-Anfrage nicht beantworten, ob die geprellten Eigentümer ihr Geld jemals wiedersehen werden. Das sei „schwierig zu beurteilen“.

    Spur führt nach Barcelona

    Die mit Haftbefehl gesuchte Hausverwalterin hat eine Spur im Internet hinterlassen. Auf einer Seite, auf der Jobs auf der Insel Mallorca vermittelt werden, hat sie am 8. Februar 2015 folgenden Eintrag unter ihrem vollständigen Namen hinterlassen: „Hallo, ich suche ab sofort eine Anstellung im Büro oder in einem Call-Center. Viele Freunde von mir leben auf der Insel, daher möchte ich mich auch dort niederlassen. Ich suche dringend Arbeit. Kenntnisse vorhanden: Immobilien/Hausverwaltung.“

    mp

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    Nina Borowski

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