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  • Rengsdorf/WaldbreitbachFusion: Werke gehen komplett nach Waldbreitbach

    Die Geburtsstunde der neuen Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach rückt näher. Ein guter Zeitpunkt also, um erste tragende Säulen in die künftige kommunale Struktur einzuziehen. Als da wäre: Die Geschäftsbereiche der größeren Verwaltung inklusive Personal sind verteilt. Dabei haben Landrat Rainer Kaul und Rengsdorfs Bürgermeister Hans-Werner Breithausen jetzt in der Sitzung des gemeinsamen Lenkungsausschusses offiziell die Katze aus dem Sack gelassen: Ins Waldbreitbacher Rathaus wird der komplette Fachbereich „Kommunale Betriebe“ (Werke, Bauhof, Wiedtalbad) einziehen. „Wir hatten da anfangs zwar auch noch an eine Trennung gedacht, aber dann war uns die Zusammenarbeit wichtiger als die Standortfrage“, sagt Breithausen.

    Foto: Ralf Grün

    Darüber hinaus können die Bürger im Wiedtal künftig in Waldbreitbach ein erweitertes Bürgerbüro anlaufen. „Dort lassen sich etwa 95 Prozent der üblichen Behördengänge abwickeln“, sagt Breithausen im Gespräch mit der RZ. Angefangen bei An- und Ummeldungen, über Führerscheinanträge, Führungszeugnisse, Personalausweisen und Reisepässen, Gewerbeanmeldungen bis hin zu Beglaubigungen und Parkausweisen kann unverändert alles im Rathaus erledigt werden. Trauzimmer sind in beiden Orten vorgesehen.

    Nimmt man die Kommunalen Betriebe und das Bürgerbüro zusammen, arbeiten ab 2018 etwa 20 Verwaltungsmitarbeiter in Waldbreitbach. Das wiederum verschaffe auf Rengsdorfer Seite angesichts des vorgesehenen Umbaus im Rathaus Entlastung, so Breithausen: „Wir gehen davon aus, dass wir dadurch auch die Kosten dafür etwas reduzieren können.“ Derzeit geht die Verwaltung von einer Investition in Höhe von 540.000 Euro aus.

    Hinzu kommt: Es ist vereinbart, dass die in Rengsdorf sitzenden Abteilungen bei Bedarf auch Büros im Waldbreitbacher Rathaus nutzen können. „Dann müssen etwa Ortsbürgermeister beim Aufstellen der Haushalte nicht extra nach Rengsdorf, sondern können das mit den bekannten Ansprechpartnern in Waldbreitbach erledigen. Das Gleiche gilt, wenn bauliche Angelegenheiten einer Kommune zu besprechen sind“, erklärt der Rengsdorfer Verwaltungschef.

    Landrat Kaul, der als Beauftragter dafür zuständig ist, dass in der Waldbreitbacher Verwaltung alles mit rechten Dingen zugeht und die Interessen der VG nach dem Ausscheiden von Werner Grüber gewahrt bleiben, ist mit der erzielten Lösung aus Waldbreitbacher Sicht voll auf zufrieden: „Diese Regelung ist vertragskonform, und mit den Werken ist sogar eine richtig große Abteilung in Waldbreitbach ansässig.“

    Die vier Fachbereiche Zentrale Dienste, Finanzen, Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen sowie Bürgerdienste haben ihren Sitz laut Plan im Rengsdorfer Rathaus. Dabei ist der Bereich Bürgerdienste mit dem Standort Waldbreitbach gesplittet, der Leiter wird sein Büro in Rengsdorf haben. Bei den Zentralen Diensten habe man sich laut Breithausen für zwei Säulen (Steuerung, Personal und Organisation auf der einen Seite und kommunale Angelegenheiten wie Kitas und Schulen auf der anderen) entschieden, die jeweils von einem der beiden aktuellen Büroleiter zu verantworten sind.

    Doch das ist noch nicht alles, was die Arbeitsgruppen auf den Tisch gebracht haben: Beim Thema Tourismus läuft das Ganze zunächst mal in den bisherigen Strukturen weiter. „Der neue VG-Rat kann dann entscheiden, wie es an der Stelle weitergehen soll“, sagt Landrat Kaul. Heißt: Die bisherigen Budgets auf Waldbreitbacher und Rengsdorfer Seite finden sich eins zu eins im Haushalt 2018 der neuen VG wider.

    Und auch über das neue Wappen (siehe Auslagerung) und ein Logo für die neue Verbandsgemeinde haben sich Mitarbeiter bereits den Kopf zerbrochen. Das Logo für den offiziellen Briefkopf ist laut Kaul und Breithausen noch nicht in Stein gemeißelt. Der Entwurf zeigt jedenfalls die Initialen der namensgebenden Grundzentren, einen verbindenden Bogen und einen hellblauen Streifen für Aubach und Wied und einen grünen Streifen für die Wälder.

    Kaul und Breithausen sind neben den bisher erzielten Ergebnissen vor allem von der guten Zusammenarbeit zwischen beiden Verwaltungen angetan. „Klar hat es auch mal gehakt, etwa bei den Personaldiskussionen, aber unter dem Strich gab es eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und viel Lob von der Politik“, sagen beide. Schulleiter und Feuerwehren hätten sich ebenfalls schon zum Austausch getroffen.

    Von unserem Redakteur Ralf Grün

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