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    EngersErst Platanen beschnitten, nun Bolzplatz umgepflügt: Bauer sorgt für weitere Posse

    Der streitbare Engerser Landwirt hat wieder zugeschlagen. Dieses Mal hat er keine Platanen beschnitten, sondern einen Bolzplatz umgepflügt.

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    Engers. Schon seit langem liegt ein Engerser Landwirt mit der Stadt Neuwied – und vielen anderen – im Streit. Die zahlreichen handgeschriebenen Flugblätter, die er immer wieder an verschiedenen Orten aufhängt, sind das sichtbarste Zeichen dafür. Im Oktober 2013 eskalierte der Zwist dann, als sich der Senior selbst zum Baumpfleger ernannte und etliche Platanen am Rheinufer absäbelte (die RZ berichtete). Das Neuwieder Amtsgericht verurteilte ihn dafür zu einer Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro.

    Jetzt geht die Posse in die nächste Runde: Der Landwirt hat ein kleines Stück des beliebten Bolzplatzes an der Kronprinzenbrücke umgepflügt. Wie Stadtsprecher Erhard Jung auf RZ-Nachfrage bestätigt, handelt es sich bei der kleinen Parzelle tatsächlich um sein Eigentum. „Der Platz wird seit Jahrzehnten genutzt, und wir haben ihn auch immer mit gemäht, bis uns der Eigentümer kürzlich die Nutzung untersagt hat“, berichtet Jung und kommentiert: „Schon kurios.“ Immerhin handele es sich aber nur um einen kleinen Zipfel, weshalb die Fußballer noch genug Platz zum kicken hätten..

    Deutlichere Worte findet Engers Ortsvorsteher Dieter Neckenig. „Rein rechtlich mag es in Ordnung sein, aber es ist eine mutwillige Beeinträchtigung, über die ich nur den Kopf schütteln kann“, sagt er. Der Mitbürger sei „bekannt dafür, sich mit allen anzulegen und nur Ärger zu machen“, fügt er an und nennt auch „die wilde Ponderosa, die er sich am Trimmpfad angelegt hat“. Gemeint ist damit eine schrebergartenähnliche Anlage im Engerser Außenbereich, die vermutlich nicht ausreichend gesichert und völlig unansehnlich ist.

    Der Landwirt selbst war für die RZ bislang nicht erreichbar. Werner Johann Keßler hat ihn allerdings im Ort getroffen und zur Rede gestellt. „Völlig uneinsichtig“, berichtet er. „Er hat gesagt, dass er mit seinem Eigentum machen könne, was er will“, erzählt Keßler und fügt an: „Ich halte es für eine Racheaktion.“

    In unerlaubter Eigenregie: Selbst ernannter Baumpfleger säbelt Platanen ab
    Neuwied Linz
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