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  • AfD wirft CDU-Chef "Verbrüderung mit Antifa" vor

    Neuwied. Nach einer friedlichen Störaktion gegen den AfD-Stand in der Neuwieder Fußgängerzone, versteigt sich deren Kreischef Dr. Bollinger zu wunderlichen Aussagen in Richtung Martin Hahn.

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    Neuwied. Am vorangegangenen Wochenende hat die Junge Union für viel Aufsehen gesorgt, als sie bei einem Flashmob den Wahlkampfstand der AfD in der Neuwieder Fußgängerzone für die Länge einer „Ode an die Freude“ umzingelte (die RZ berichtete). Am vergangenen Wochenende nun gab es die nächste Aktion, bei der junge Leute in der Mittelstraße deutlich gemacht haben, was sie von der „Alternative für Deutschland“ halten.

    Sie setzen sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Standes und verhielten sich so, dass sich die AfD gestört sah und deshalb die Polizei rief. Die rückte mit mehreren Streifenwagen an. Die Beamten sprachen mit den Demonstranten, erteilten aber keine Platzverweise oder ähnliches. Strafrechtlich relevantes Verhalten lag laut PI-Chef Wolfgang Mees nicht vor. „Wir haben dafür gesorgt, dass sich beide Seiten entfalten konnten“, teilte er auf RZ-Nachfrage mit und stellte klar: „Unser Bemühen ging um Ausgleich.“ Um „eine militante Gruppe, die jede Möglichkeit zu Straftaten nutzt“, habe es sich aber „definitiv nicht“ gehandelt.

    AfD-Kreischef Dr. Jan Bollinger nutzt die Aktion derweil, um gegen CDU-Fraktionsführer Martin Hahn zu schießen, der sich die Aktion angesehen und mit einigen der jungen Leute gesprochen hatte: „Hahn ließ es sich nicht nehmen, den Anlass zu nutzen, um den persönlichen Kontakt zur ,Antifa' zu suchen“, schreibt Bollinger im Namen des Landesvorstandes in einer Presseerklärung und wirft dem Christdemokraten „den symbolischen Schulterschluss mit Linksradikalen gegen eine demokratische Partei vor“. Damit folge Hahn dem Kurs von Julia Klöckner, „durch Diffamierung die offensichtlich fehlenden sachlichen Argumente zu ersetzen“, schreibt Bollinger.

    Hahn weist, von der RZ damit konfrontiert, die Aussagen als „absurde Hirngespinste, die jeder Grundlage entbehren“ zurück. „Es gab keine Störaktion der linksradikalen ,Antifa' in Neuwied, sondern eine demokratisch legitimierte Sitz-Demo von Menschen, die sich gegen die rechte Hetze der AfD auf Straßen und Plätzen zur Wehr setzen“, stellt er fest und ergänzt: „Statt sich mit den Argumenten der friedlichen, wenn auch lauten Demonstranten auseinanderzusetzen, zog es der AfD-Kreisvorsitzende vor, öffentlichkeitswirksam einen Polizeieinsatz auszulösen, den er für seine abstruse Demagogie nutzen will.“ Der AfD sei offensichtlich jedes Mittel recht, „um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Stimmung gegen Andere zu machen“, so Hahn.

    Flashmob: JU Neuwied löst mit Aktion gegen AfD Facebook-Debatte aus
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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