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  • NeuwiedÜberfall auf Kiosk: Neuwieder muss in Haft

    Die Beweislage war eindeutig, das Vorstrafenregister lang: Richterin Katrin Weinert hat jetzt am Amtsgericht einen 23-jährigen Neuwieder wegen Raubes und vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten ohne Bewährung verurteilt. Dieses, auch von der Staatsanwältin geforderte Strafmaß, konnte auch eine vom Angeklagten vorgebrachte Erpressungsgeschichte nicht mindern, die vom Gericht als unglaubwürdig widerlegt wurde.

    Symbolbild: dpa
    Symbolbild: dpa

    Von unserer Mitarbeiterin Regine Siedlaczek

    Dem 23-Jährigen wurde zur Last gelegt, im Oktober dieses Jahres die Lotto-Annahmestelle mit Kiosk in der Hermannstraße überfallen und die Mitarbeiterin verletzt zu haben. Während die Verteidigung ursprünglich den Plan verfolgte, die finanzielle Not des Angeklagten sowie dessen Spielsucht in den Mittelpunkt zu rücken, entschied sich dieser allerdings für einen anderen Verteidigungsversuch: "Ich wurde von drei Jugendlichen gezwungen, den Laden zu überfallen", behauptete der Angeklagte. So habe man ihm gedroht, seiner Lebensgefährtin sowie der rund acht Wochen alten Tochter etwas anzutun.

    Da allerdings keiner der fünf Zeugen die Jugendlichen bemerkt hatte und sich der vom Angeklagten beschuldigte Anstifter zum Tatzeitpunkt selbst in Haft befand, wurde die Begründung sowohl von der Staatsanwaltschaft als auch von Richterin Weinert als Lüge eingestuft. Auch das Argument, er habe die im Lottoladen arbeitende Frau weder geschlagen noch absichtlich verletzt, wurde nicht akzeptiert: "Wir haben keinen Grund gefunden, der Aussage der Zeugin nicht zu glauben", betonte Weinert, die auch auf die Verletzungen der Frau hinwies, die unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma ersten Grades sowie eine Platzwunde an der Stirn davontrug und bis heute psychisch unter den Folgen des Angriffes leidet.

    Auch das Vorstrafenregister sprach gegen den Angeklagten, wurde dieser doch bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte verurteilt. Hinzu kam, dass der 23-Jährige im Januar kommenden Jahres eine Gefängnisstrafe antreten sollte: "Sie haben Haftaufschub bekommen, um bei ihrer neugeborenen Tochter zu sein, und das erste was Ihnen einfällt ist, ein weiteres Verbrechen zu begehen", sagte Richterin Weinert. Auch die Staatsanwältin fand deutliche Worte: "Sie lügen, und Sie sind so naiv zu glauben, dass wir Ihnen das abnehmen." Somit blieb es bei der Haftstrafe, auch der Haftbefehl wurde aufrechterhalten.

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