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  • Der Kampf um die Kuhheck geht weiter

    Neuwied. Die Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Kuhheck“ kämpft weiter gegen den geplanten Bau von Windkraftanlagen in der Dierdorfer Exklave. Die Vorsitzende Ilse Bracher übergab gestern eine Liste mit 2011 Unterschriften an Achim Hallerbach. Daneben trugen Bracher sowie die drei Ortsbürgermeister der betroffenen Gemeinden im Westerwaldkreis dem Kreisbeigeordneten ihre Argumente noch einmal vor.

    Ilse Bracher übergab dem Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach eine Liste mit 2011 Unterschriften gegen die geplanten Windkraftanlagen in der Kuhheck.
    Ilse Bracher übergab dem Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach eine Liste mit 2011 Unterschriften gegen die geplanten Windkraftanlagen in der Kuhheck.

    Neuwied - Die Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Kuhheck“ kämpft weiter gegen den geplanten Bau von Windkraftanlagen in der Dierdorfer Exklave. Die Vorsitzende Ilse Bracher übergab gestern eine Liste mit 2011 Unterschriften an Achim Hallerbach. Daneben trugen Bracher sowie die drei Ortsbürgermeister der betroffenen Gemeinden im Westerwaldkreis dem Kreisbeigeordneten ihre Argumente noch einmal vor.

    Sie machten dabei übereinstimmend und mehrfach deutlich, dass sie keinesfalls grundsätzlich gegen Windkraft seien. Die in einer Talsenke liegende und zur Verbandsgemeinde Dierdorf gehörenden Exklave zwischen Mündersbach, Freirachdorf und Roßbach sei jedoch als Standort gänzlich ungeeignet.
    Dem stimmte auch Harry Neumann zu, der für den BUND sprach und die Pläne in der Kuhheck als „bestes Beispiel dafür, wie man alles falsch machen kann, was falsch zu machen ist“ bezeichnete. Denn seiner Meinung trägt dieses Vorhaben dazu bei, dass Windkraftanlagen in Misskredit gebracht werden. „Wir brauchen Konzentrationsflächen, um Akzeptanz zu schaffen“, sagte der Naturschützer. Er trug außerdem eine ausführliche Erklärung vor, dass die Windräder im Fall ihres Baus zahlreiche Arten, besonders die dort beheimateten Rotmilane, gefährdeten.
    Roßbachs Ortsbürgermeister Wilfried Oettgen machte keinen Hehl daraus, dass er das Dierdorfer Verhalten „sehr befremdlich“ findet. „Das geht offensichtlich nach dem Florians-Prinzip: ,Schütze mein Haus, zünde das andere an',“ polterte er und kritisierte die geringe Entfernung von 740 Metern zur nächsten Wohnbebauung. Und Mündersbachs Ortschef Helmut Kempf wies darauf hin, dass sich selbst die höher gelegenen Windräder auf dem Hartenfelser Kopf kaum rechneten. Er ist daher sicher, dass es sich bei den Anlagen in der Kuhheck um reine Abschreibungsobjekte handeln wird.
    Torsten Schumacher aus dem Vorstand der BI sprach von einem „echten Bedrohungsszenario“ für die betroffenen Bürger und bezeichnete das Verhalten der Verantwortlichen in Dierdorf als Frechheit. „Die Grenze ist mittlerweile ein echter Schützengraben“, sagte er – und lachte dabei nicht.
    Hallerbach sagte der BI zu, dass die Unterlagen geprüft und abgewogen werden. Er verwies aber auch auf die begrenzten Einflussmöglichkeiten des Kreises als Genehmigungsbehörde. (Ulf Steffenfauseweh)

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