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    NohenWindkraft erhitzt in Nohen weiter die Gemüter

    Schwarzstorch und Rotmilan haben voriges Jahr die Pläne des Windkraftanlagenbetreibers Geres Group auf dem Gebiet der Gemeinde Nohen gehörig durcheinandergewirbelt.

    Nohen aus der Vogelperspektive: Ob auf den Hügeln rund um den Ort Windräder errichtet werden sollen, ist unter den Bürgern umstritten. Das hat sich kürzlich bei einer Einwohnerversammlung gezeigt. Foto: Reiner Drumm (Archiv)
    Nohen aus der Vogelperspektive: Ob auf den Hügeln rund um den Ort Windräder errichtet werden sollen, ist unter den Bürgern umstritten. Das hat sich kürzlich bei einer Einwohnerversammlung gezeigt.
    Foto: Reiner Drumm (Archiv)

    Die Anträge für vier Windräder auf dem Zimmerberg hat das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt im Sommer zurückgezogen. Drei weitere Räder, die Geres ebenfalls auf dem Zimmerberg aufstellen will, wurden abgelehnt.  Damit ist der Betreiber nicht einverstanden, er legte im Oktober 2015 Widerspruch ein. Der Kreisrechtsausschuss muss nun entscheiden. Außerdem sind vier weitere Anlagen auf dem Muschelberg in Vorplanung: So sieht derzeit die Entwicklung der Windkraftvorhaben auf Nohener Bann aus. In einer Einwohnerversammlung hat Ortsbürgermeisterin Jutta Kunz über diesen aktuellen Stand der Dinge informiert. Wenig überraschend: Die Ansichten über den Bau von Windkraftlagen sind geteilt. Deshalb haben auch beim Treffen im Gemeinschaftshaus, zu dem etwa 35 Nohener kamen, Befürworter und Gegner ausgiebig über dieses Streitthema diskutiert und ihre jeweiligen Pro- oder Kontraargumente vorgebracht.

    Holger Romag, Erster Beigeordneter im Ortsgemeinderat, wies darauf hin, dass mit den Pachteinahmen aus der Windkraft dringende Arbeiten im Ort durchgeführt werden könnten, ohne dass die Gemeinde dafür Kredite aufnehmen müsste: Er hatte vor allem die Sanierung des Gemeinschaftshauses und die Ortsdurchfahrt (L 172) im Blick. "Haushaltsmäßig stehen wir total an der Wand", erklärte er.

    Heinz Ruppenthal hat eine völlig andere Sichtweise. Er fragte: "Sollen wir wegen Windrädern diese wunderbare Landschaft verkaufen?" und fügte dann hinzu: "Wenn wir uns nicht gewehrt hätten, würde Nohen heute von Windkraftanlagen umgeben sein." Die Ansichten Romags und Ruppenthals stehen stellvertretend für eine Reihe von kontroversen Diskussionsbeiträgen an diesem Abend.

    Ortsbürgermeisterin Kunz ist kaum mehr als ein Jahr im Amt, doch sie weiß, wie schwer es ist, beiden Seiten gerecht zu werden. "Wir haben einen Investitionsstau in vielen Bereichen und brauchen Geld. Aber ich befürchte, dass durch die Auseinandersetzung die Gemeinschaft zerbricht. Diesen Verlust kann man mit keinem Geld zurückkaufen."

    Vor vier Wochen ging eine Unterschriftenliste durch den Ort: 60 Bürger unterzeichneten. Sie befürchten, dass mit dem Bau von Windkraftanlagen die Wohnqualität beeinträchtigt wird. In der Versammlung ging es Kunz vor allem darum, einen groben Überblick über den Stand der Windkraftabsichten zu geben, angefangen beim Antrag auf einen Vorbescheid der Firma Geres am 30. August 2011 über den Vollantrag des Investors im Dezember 2013 bis zu den Entwicklungen im vorigen Jahr.

    Dass in Nohen ausgiebig und gern diskutiert wird, konnte man auch beim zweiten Thema an diesem Abend mitverfolgen: dem neuen Konzept auf dem Friedhof. Im vorigen Jahr gab es eine Bürgerbefragung zu den Begräbnisarten. Die weitaus meisten der Teilnehmer waren für Urnengrabstätten, für Erdbestattungen sprach sich nur ein ein Viertel aus.

    Bei den Befürwortern von Urnengräbern plädierte der größte Teil für Urnenwaldgrabstätten, nicht für Urnenrasengräber. Kunz stellte bei der Einwohnerversammlung klar: Das neue Konzept ist ein zusätzliches Angebot, die bisher schon existierenden Konzepte bleiben bestehen. Die Pflege des Grabes für 30 Jahre soll 2000 Euro für Erdbestattungen und jeweils 1500 Euro für Urnenwald- und Urnenrasengrabstätten betragen, Hinzu kommen Gebühren und Grabherstellungskosten. Karl-Heinz Dahmer

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