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    Idar-ObersteinVortrag: Gemmen aus der alten Römerstadt

    Römische Gemmen und Kameen aus Carnuntum - unter diesem Titel laden die Innung der Edelstein bearbeitenden Berufe und das Deutsche Edelsteinmuseum interessierte Schüler, Fachschüler, Studenten und Interessenten zu einem Vortragsabend am Dienstag, 15. Oktober, in die Berufsbildende Schule Technik/ Harald-Fissler-Schule ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Saal 117.

    Der Kopf der Gorgo Medusa (hier aus Onyx gearbeitet) galt in der Antike als Unheil abwendend - kein anderer figürlicher Schmuck wurde bei den Römern mehr verwendet.
    Der Kopf der Gorgo Medusa (hier aus Onyx gearbeitet) galt in der Antike als Unheil abwendend - kein anderer figürlicher Schmuck wurde bei den Römern mehr verwendet.

    Prof. Dr. Günther Dembski, Emeritus des Wiener Antikenmuseums, berichtet gemeinsam mit Dr. Horst Nausch von den Ausgrabungen in Carnuntum in Niederösterreich, einer ehemaligen römischen Siedlung. Dembski, Experte für antike Münzen und Kameen, erläutert dabei auch die Bedeutung der Siegel der Nordprovinzen Moguntiacum (Mainz) und Augusta Trverorum (Trier). Im antiken Rom war es nicht nur Mode, sondern notwendig, alles und jedes mit dem eigenen Siegel zu versehen.

    Die Überreste der Römerstadt Carnuntum liegen an der Donau im Gebiet des heutigen Petrnell. Carnuntum war von 15 vor Christus an beinahe 500 Jahre lang die Hauptstadt der römischen Provinz Oberpannonien. Im umfangreichen römischen Stadtgebiet sind bisher mehr als 1500 Gemmen und Kameen aus der Antike gefunden worden - eine Anzahl, die in keiner Stadt innerhalb des römischen Nordlimes auch nur annähernd erreicht wird. Auch das zeugt von der immensen Bedeutung der Grenzstadt an der Donau und dem Reichtum seiner Bevölkerung, die sich aus einer Militärlegion und rund 30 000 Zivilpersonen zusammensetzte. Von besonderer Bedeutung war, dass die von der Ostsee kommende Bernsteinstraße durch die Grenzstation Carnuntum weiter nach Oberitalien führte.

    Die ältesten Gemmen stammen noch aus der Römischen Republik, die jüngsten aus dem 4. Jahrhundert nach Christus. Spannend ist ihre Vielfalt der Abbildungen, von Kaiserporträts über Götterbilder zu Szenen des Alltag, von magischen Beschwörungen zu ersten christlichen Bildern. Auch die Auswahl des Materials ist groß: Karneol und Jaspis wurden bevorzugt, aber auch Amethyst, der farblose Chalzedon und viele andere Edelsteine zeigen die Modetrends und den Glauben der Käufer. Viele Steine und Glaspasten sind in ihren Fassungen, meist Ringen, erhalten. Das Medusenhaupt, am zahlreichsten in der Antike abgebildet, ist auch auf den Gemmen von Carnuntum am häufigsten vertreten.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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