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  • BirkenfeldUnbekannte zerstören "Bücherschrank"

    Es ist eine jener Geschichten, bei denen man nur noch den Kopf schütteln kann angesichts der vollkommen sinnlosen Zerstörungswut der Protagonisten. Anderthalb Jahre sah es so aus, als würde das Projekt gut laufen. Jetzt haben bislang Unbekannte die Verantwortlichen eines Besseren belehrt: Der öffentliche „Bücherschrank“ am alten Schulhof, der jedem kostenlos zur Verfügung steht, ist in der Nacht auf Mittwoch schwer beschädigt worden.

    Einem kleinen Schlachtfeld glich der Bereich um den Bücherschrank, nachdem die Täter ihr Werk getan hatten.  Foto: Stadtverwaltung Birkenfeld
    Einem kleinen Schlachtfeld glich der Bereich um den Bücherschrank, nachdem die Täter ihr Werk getan hatten.
    Foto: Stadtverwaltung Birkenfeld

    Von unserem Redakteur Peter Bleyer

    „Es hat lange wirklich gut funktioniert“, betont Stadtbürgermeister Miroslaw Kowalski auf NZ-Anfrage. Der Bücherschrank, der in eine alte Telefonzelle installiert ist, wurde mit Spenden von Bürgern gefüllt. „Die Tür stand immer offen, jeder konnte sich Bücher nehmen oder welche hinbringen“, erklärt Kowalski. Auch beim Thema Integration konnte der Bücherschrank punkten. „Flüchtlinge haben aus Neugier dort gestöbert, völlig ohne Zwang.“

    Und nun dieser Dämpfer für das durch und durch lobenswerte Projekt: Einige Zeitgenossen, die mit ihrer Aggression nicht wissen, wohin, haben sich offenbar ausgerechnet den Bücherschrank als Prellbock auserkoren – und dabei ganze Arbeit geleistet. „Die Scheibe ist kaputt, außerdem wurden Bücher rausgeworfen und dabei beschädigt“, beschreibt Kowalski verständnislos die Szene, die er am Morgen nach der Tat vorfand. Natürlich hat die Stadt bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet, ebenso das Ordnungsamt informiert. Ob die Täter gefunden werden, ist jedoch fraglich, auch wenn „gewisse Gruppen“ in Birkenfeld des Öfteren auffällig sind, wie der Bürgermeister verrät.

    Trotz der Vorkommnisse ist der Bücherschrank mittlerweile wieder hergerichtet und weiterhin geöffnet. Die kaputte Scheibe wurde auf die Schnelle durch Plexiglas ersetzt. „Es ist ja der Sinn des Ganzen, dass alle daran teilhaben können“, sagt Kowalski. Die ehemalige Telefonzelle kann man zerstören – das Projekt so leicht nicht.

     

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