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    Kreis BirkenfeldStudie zu Berufspendlern: Fahrgemeinschaft ist das Ideal

    Kein unwahrscheinliches Szenario: Ein Pendler aus Birkenfeld fährt auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle in Alzey Tag für Tag durch Idar-Oberstein. Von dort aus tritt ebenfalls jeden Morgen ein anderer Berufstätiger seinen Arbeitsweg ins selbe Gewerbegebiet in der rheinhessischen Stadt an.

    Fahrgemeinschaften sparen Geld.  Foto: dpa
    Fahrgemeinschaften sparen Geld.
    Foto: dpa

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    Beide haben in etwa die gleichen Arbeitszeiten und könnten viel Geld sparen, indem sie eine Fahrgemeinschaft bilden. Das Problem: Sie wissen nichts voneinander. Sie zusammenzubringen, ist die Vision von Sascha Baron.

    Der Diplom-Ingenieur wirft mit seiner Doktorarbeit an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern mittels einer Internetbefragung einen genaueren Blick auf die Pendlerströme in Rheinland-Pfalz, als dies in bisherigen Statistiken der Fall war. "Zunächst geht es um die Erfassung. Aber das Ziel ist es letztlich, den Pendlern die Möglichkeit zu geben, das Potenzial von Fahrgemeinschaften besser auszuschöpfen", erklärt Baron. Schließlich sei der überwiegende Teil der Pendler allein unterwegs.

    Die Gesellschaft würde von mehr Fahrgemeinschaften dreifach profitieren: durch geringere Betriebskosten für Pendler, weniger Staus und weniger Umweltbelastungen. Auf welchen Strecken Potenzial besteht, will Baron am Ende seiner Studie auch grafisch hervorheben und so die Berufstätigen animieren, Angebote wie Pendlerbörsen im Internet zu nutzen.

    Seine Pendlerbefragung via Internet, an der bislang rund 1450 Berufstätige teilnahmen, hat der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Mobilität und Verkehr der TU vor einigen Wochen gestartet. Eigentlich sollte sie Ende März auslaufen. Nun aber hat er sie bis Ende April verlängert. Der Grund: "Es fehlen noch Teilnehmer aus ländlichen Regionen, unter anderem aus dem Kreis Birkenfeld", sagt Baron. Die Befragung richtet sich an alle Bürger, deren Arbeitsort nicht am Wohnort liegt.

    Für die anonyme Beantwortung der Fragen werden etwa 20 Minuten benötigt. Erreicht werden damit auch Freiberufler und Beamte, die bei Statistiken, die nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte erfassen, durchs Raster fallen. Und was sagt der Experte zum Zusammenhang von weiten Arbeitswegen und dem Bevölkerungsschwund durch Wegzüge, der auch den Kreis Birkenfeld betrifft? "Immer weiter zu pendeln kann nicht die Lösung sein", betont Baron. Stattdessen solle eher die Infrastruktur in Form von Mitfahrerparkplätzen ausgebaut werden. Schließlich hebt er auch den sozialen Aspekt von Fahrgemeinschaften durch den täglichen Austausch hervor: "Vielleicht stellt eine solche Gruppe ja auch irgendwann fest, dass sie sich auch gemeinsam in der Region, in der sie lebt, selbstständig machen könnte."

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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