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    Kreis BirkenfeldSchule: Birkenfeld will internationales Abitur

    Das Gymnasium Birkenfeld bemüht sich um die Möglichkeit, dass neben dem deutschen Abitur dort ein international anerkanntes Abitur (International Baccalaureate Diploma) abgelegt werden kann. Kooperationspartner ist dabei der Landkreis als Schulträger, unterstützt wird die Schule vom Verein Bir Inform und dem Regionalrat Wirtschaft. Auf einer gemeinsamen Sitzung des Kreisausschusses und des Schulträgerausschusses des Kreises informierte Dietmar Fries, der Leiter des Gymnasiums, über das Vorhaben, den Planungsstand und das Antragsverfahren.

    Zusätzliche Herausforderungen in der englischen Sprache müssen für das Internationale Abitur bewältigt werden. Foto:  Hans-Georg Heck
    Zusätzliche Herausforderungen in der englischen Sprache müssen für das Internationale Abitur bewältigt werden.
    Foto: Hans-Georg Heck

    Von unserem Reporter Jörg Staiber

    „Ein internationales Abitur gibt insbesondere den jungen Chinesen, die das Gymnasium besuchen, die Chance, bis zum Abitur hierzubleiben und nicht in ein Internat zu müssen“, erklärte Landrat Matthias Schneider zu Beginn der Sitzung. „Wir wollen unsere Schule attraktiver machen“, erklärte Fries die Zielsetzung. Mit einem ausländischen Abitur hätte das Gymnasium gleichzeitig eine recht exklusive Stellung. In Deutschland gibt es lediglich 69 Schulen, die diesen Abschluss anbieten, davon sind nur 23 staatlich. In erster Linie handelt es sich dabei um internationale Schulen. Die einzige Schule mit diesem Abschluss in Rheinland-Pfalz ist momentan das Theodor-Heuss-Gymnasium in Ludwigshafen.

    Zentrales Moment des internationalen Abiturs ist eine wesentlich intensivere Förderung in Englisch, so müssen mehrere Facharbeiten in der Sprache geschrieben werden. In der 12. und 13. Klasse sind fünf zusätzliche Wochenstunden für das internationale Abitur erforderlich, das nicht alternativ zum deutschen Abschluss, sondern zusätzlich abgelegt werden muss. „Es ist ein Angebot für begabte und leistungsfähige Schüler“, erläutert Fries, der davon ausgeht, dass die Möglichkeit von maximal zehn Schülern pro Jahrgang wahrgenommen wird, so in etwa seien auch die Erfahrungen in Ludwigshafen.

    Für das zusätzliche Angebot müssen etwa sieben bis acht Fachlehrer englischsprachige Elemente in ihren Unterricht einbauen. Das Kollegium habe sich mit überwältigender Mehrheit für die Einführung ausgesprochen, erklärte Fries den Ausschussmitgliedern. Die Mitgliedschaft in der IB-Stiftung, die den Abschluss vergibt, koste Geld, erläuterte der Schulleiter, die Stiftung verlange einen Mitgliedsbeitrag. Insgesamt rechne er mit zusätzlichen Kosten von rund 100.000 Euro für die ersten fünf Jahre. Ein entsprechender Betrag wurde schon vorsorglich für die kommenden Jahre in den Kreishaushalt eingestellt, dabei hoffe man aber, den größten Teil durch Sponsoring und Spenden wieder hereinzuholen – da gebe es auch schon positive Signale. Zusätzlich fallen für die Schüler Gebühren für die Prüfungen, die von der IB-Stiftung zentral vergeben und ausgewertet werden, von rund 150 bis 200 Euro pro Prüfungsfach an.

    Die Mitglieder der beiden Ausschüsse begrüßten die Initiative des Gymnasiums einhellig. Auch wenn das Angebot in erster Linie für die chinesischen Schüler gedacht sei, richte es sich ja auch an deutsche Abiturienten, unterstrich Bernhard Alscher, Bürgermeister der VG Birkenfeld, und sicherte auch in finanzieller Hinsicht die Unterstützung seiner Verbandsgemeinde zu. Allein 2016 seien 255.000 Euro Gewerbesteuer von den chinesischen Unternehmen in die kommunalen Kassen geflossen, machte Alscher die wirtschaftliche Bedeutung dieser Gruppe deutlich. „Ein Riesenkompliment“ machte der Beigeordnete Peter Simon der Schule, die sich „zusätzliche Arbeit für die Zukunft der Schüler“ auflade.

     

    International Baccalaureate Diploma (IB)

    Das International Baccalaureate Diploma (IBO-DP, Internationale Matura) ist ein international anerkannter Schulabschluss, der von der in Genf ansässigen privatwirtschaftlichen International Baccalaureate-Stiftung (IB) vergeben wird. Dabei müssen sechs Fächer aus mindestens fünf verschiedenen Themenbereichen gewählt werden. Darüber hinaus muss jeder IB-Diploma-Schüler eine Facharbeit (Extended Essay) schreiben und den Kurs „Theory of Knowledge“ absolvieren, der kritisches und internationales Denken anregen soll.

    Die Schüler werden dazu angeregt, sich bei außerschulischen sozialen Aktivitäten zu engagieren. Um CAS (Creativity, Activity, Service) erfolgreich zu absolvieren, sind ein Gruppenprojekt, das mindestens zwei der drei Teilbereiche abdeckt, und etwa 50 Stunden zusätzlich in jedem der drei Teilbereiche erforderlich. Wenn ein Schüler es nicht schafft, alle Bestandteile zu erfüllen, erhält er anstelle des IB-Diploma ein IB-Certificate, das alle bestandenen Kurse bescheinigt. jst

     

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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