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    SchwollenSanierung: Schwollener bringen ihr Bad in Schuss

    Selbst in Großstädten passiert es immer häufiger, dass Frei- oder Hallenbäder geschlossen werden müssen, weil sich die betroffenen Kommunen die Unterhaltung oder auch dringend notwendige Investitionen an diesen Freizeiteinrichtungen finanziell nicht mehr leisten können. Die 420-Einwohner-Gemeinde Schwollen trotzt jedoch diesem Trend.

    Christoph Alt entfernt auf dem Dach des Umkleidegebäudes Laub aus einem Abflusssieb. Er ist einer der Schwollener Bürger, die bei einem Arbeitseinsatz Frühjahrsputz am Schwimmbad im Sprudeldorf gemacht haben. Foto: Axel Munsteiner
    Christoph Alt entfernt auf dem Dach des Umkleidegebäudes Laub aus einem Abflusssieb. Er ist einer der Schwollener Bürger, die bei einem Arbeitseinsatz Frühjahrsputz am Schwimmbad im Sprudeldorf gemacht haben.
    Foto: Axel Munsteiner

    Von unserem Redakteur Axel Munsteiner

    Schritt für Schritt wird das kleine, aber feine Schwimmbad im Sprudeldorf saniert und auf einen modernen Stand gebracht. Dabei kann die Gemeinde auf die Unterstützung von Sponsoren und die tatkräftige Hilfe engagierter Bürger zählen, wie sich kürzlich bei einer gemeinsamen Aktion mit dem Heimat- und Verschönerungsverein zeigte.

    Die rund 20 Helfer haben auf dem Gelände mit der Liegewiese Frühjahrsputz gemacht und zum Beispiel Hecken geschnitten und Laub entfernt. Dieses Jahr stehen zudem vor allem umfangreiche Arbeiten am Umkleidegebäude im Fokus. Das liegt unter anderem an neuen Hygieneauflagen für den Sanitärbereich, auf die das Gesundheitsamt die Gemeinde hingewiesen hat. "In den Umkleidekabinen standen bisher Holzbänke. Das ist mittlerweile aber nicht mehr zulässig", erklärt der Erste Beigeordnete Andreas Ritter. Die Gemeinde belässt es aber als Eigentümerin des Bads nicht einfach beim Austausch dieser Bänke, sondern sie bringt das Umkleidegebäude nun komplett auf Vordermann.

    Die beiden Räume für Männer und Frauen wurden bereits komplett entkernt und sind nun hohl. In den nächsten Wochen werden dort neue Wandfliesen und Fußbodenkacheln verlegt. Die hölzerne Deckenverkleidung wird entfernt, es stehen Malerarbeiten an, und die Trennwände für die vier Kabinen je Umkleideraum werden erneuert. Die wichtigste Neuerung besteht jedoch darin, dass nun in den Umkleideräumen auch Warmwasserduschen installiert werden. Die gab es bisher im Schwollener Bad nicht. Die Besucher konnten sich lediglich unter die Brause am Rand des Beckens stellen, um das chlorhaltige Wasser abzuspülen. "Richtig duschen konnten die Leute aber erst zu Hause", sagt Ritter. Allen zum Bad gehörenden Gebäuden wird noch dieses Jahr ein neuer Außenanstrich verpasst. Außerdem ist beabsichtigt, das Gerätehaus auf der Liegewiese in einen Spieleraum mit Tischfußball und Air Hockey umzuwandeln.

    2017 will die Gemeinde dann noch die Modernisierung der Toiletten anpacken. Abzüglich der Arbeiten, die die Helfer aus dem Ort in Eigenleistung erbringen, rechnet die Gemeinde mit Investitionskosten von circa 40 000 Euro für die aktuellen Sanierungsmaßnahmen. Sie hofft darauf, dass möglichst viele Bürger, Firmen und Banken aus der Region dafür eine Spende geben. "Um dieses Engagement zu würdigen, wollen wir später an der Außenwand neben dem Eingang auch eine Tafel anbringen, auf der alle Förderer genannt werden", sagt Ritter.

    Er geht davon aus, dass die aktuellen Renovierungsarbeiten bis Ende Mai andauern und damit Mitte Juni das Schwimmbad wieder geöffnet werden kann. Voriges Jahr wurden dort knapp 3000 Besucher gezählt, was für Schwollener Verhältnisse eine Saison mit gutem Zuspruch bedeutete. Wie bei fast allen Bädern in öffentlicher Hand gilt allerdings auch für die Einrichtung im Sprudeldorf: Der Betrieb ist für die Kommune ein Zuschussgeschäft.

    Nach Auskunft von Ortsbürgermeister Heiko Herber legt die Gemeinde pro Jahr zwischen 20 000 und 25 000 Euro drauf, um die Differenz zwischen den Einnahmen und den Ausgaben abzudecken. Ritter und Herber betonen aber unisono, dass die Kommune diese freiwillige Leistung auch in Zukunft tätigen will. "Einen Betrag in dieser Höhe kalkulieren wir in unserem Haushalt immer fest ein", sagt Herber, und Ritter fügt hinzu: "Wir wollen unser Schwimmbad mit aller Macht erhalten." Beide weisen darauf hin, dass die Schwollener Ortspolitiker vor allem mit Blick auf die Kinder, von denen viele auch aus den umliegenden Dörfern kommen, den Fortbestand des Bads in keiner Weise infrage stellen. "Eine Schließung würde einen großen Verlust an Lebensqualität bedeuten. Deshalb sehen wir lieber zu, dass wir nach und nach die notwendigen Investitionen tätigen", sagt Ritter. Noch weit weg und "derzeit nur ein Traum" sei es wegen der hohen Kosten für ein solches Projekt aber, das Edelstahlbecken so umzurüsten, dass das Wasser dort in Zukunft beheizt werden kann.

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