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  • Noch attraktiver und aussichtsreicher: Trauntal-Höhenweg verläuft ab sofort auf neuer Trasse

    Knapp einen Kilometer länger, dafür aber mit der Einbindung des Rinzenberger Hausberges, dem Wehlenstein, ein gutes Stück aussichtsreicher und somit attraktiver: Das versprechen sich die Touristiker im Birkenfelder Land von der neuen Streckenführung des Trauntal-Höhenwegs. Er ist einer von insgesamt vier Traumschleifen in der Verbandsgemeinde und verläuft teils durch das Gebiet des Nationalparks Hunsrück-Hochwald auf den Gemarkungen der Orte Abentheuer, Börfink, Buhlenberg und Rinzenberg. Der Trauntal-Höhenweg wurde 2009 eröffnet, aktuell zieren ihn 71 von 100 möglichen Erlebnispunkten, die ihm die Experten des Deutschen Wanderinstituts verliehen haben.

    Foto: Gerhard Hänsel

    Nachdem die Trasse nun verändert und entsprechend ausgeschildert wurde, steht bald die Neuzertifizierung der Traumschleife – eine Art TÜV, dem sich Premiumwanderwege im Normalfall alle drei Jahre unterziehen müssen – durch die strengen Streckentester aus Marburg an. „Wir hoffen natürlich, dass wir die Punktzahl weiter verbessern können“, sagt Sandra Wenz, die Leiterin der Birkenfelder Tourist-Information. Die Aussichten dafür sind gut, weil Wanderern auf dem abgewandelten Kurs nun noch mehr schöne Ausblicke erwarten. Das liegt vor allem daran, dass sie auf den neuen Streckenabschnitten, an deren Findung der VG-Mitarbeiter und Nationalparkführer Gerhard Hänsel maßgeblich mitgewirkt hat, unter anderem künftig den Wehlenstein erklimmen. Vom mit großen Felsbrocken übersäten Gipfel des nahe Rinzenberg gelegenen, 657 Meter hohen Berges bieten sich nämlich ungewöhnliche Perspektiven, wie Wenz betont: „Dort oben hat man eine wirklich gute Aussicht mitten hinein ins Herz des Nationalparks. Es ist eine der ganz wenigen Stellen, wo man beim Wandern auf einer Traumschleife in den Nationalpark hineinschaut – von den meisten anderen Aussichtspunkten aus schaut man ja raus.“

    Weiterer Pluspunkt für Urlauber, aber auch Einheimische, die den Trauntal-Höhenweg unter die Füße nehmen: Sie werden durch die neue Wegführung direkt zum Gasthaus Gordner in Rinzenberg gelotst. Bisher mussten die Wanderer erst von der Strecke abzweigen und einige Hundert Meter laufen, wenn sie dort einkehren wollten. Auf dem gemeindeeigenen Parkplatz am nebenan liegenden Weiher befindet sich zudem einer von insgesamt vier Einstiegspunkten für den Trauntal-Höhenweg.

    Die anderen Möglichkeiten für Start und Ziel einer Tour auf dem Rundkurs sind der Wanderparkplatz an der L 165 gelegenen Hujetsmühle zwischen Abentheuer und Börfink, der Parkplatz oberhalb des Buhlenberger Sportplatzes und der Forellenhof Trauntal nahe dem Börfinker Ortsteil Einschiederhof. Letzterer ist der zweite Gastronomiebetrieb direkt an der Strecke – ebenfalls ein Pluspunkt bei der Bewertung.

    „Die Veränderungen sind natürlich ganz in unserem Sinne und ein Gewinn für uns. Wir hatten sie schon bei der ursprünglichen Konzeption der Traumschleife 2009 im Blick. Damals ließen sie sich aber noch nicht verwirklichen“, sagt der Rinzenberger Ortsbürgermeister Sven Becker. Er sei froh darüber, dass die Vorschläge für die neue Streckenführung letztendlich vom Nationalparkamt akzeptiert wurden, „auch wenn wir da schon etwas Überzeugungsarbeit leisten mussten“.

    An anderer Stelle wurde die Trasse der Traumschleife auf Anraten der Birkenfelder Behörde variiert. „Zwischen dem Forellenhof Trauntal und der Hujetsmühle haben wir den Weg aus dem Wald, wo es einen aus Sicht des Naturschutzes empfindlichen Bereich gibt, hinunter ins Trauntal verlegt. Er verläuft jetzt auf dem geschotterten Fahrweg entlang der Traun“, erläutert Sandra Wenz. Dass dies bei der neuerlichen Punktevergabe durch das Wanderinstitut Nachteile haben wird, glaubt die Tourismuschefin jedoch nicht. Man habe die Veränderungen bereits im Vorfeld mit den Zertifizierern abgesprochen. Außerdem wurden auf diesem geänderten Abschnitt seitens des Nationalparks bereits an mehreren Stellen Zugänge zum Wasser geschaffen, um den Abschnitt für Wanderer attraktiver zu machen, betont die TI-Chefin.

    Durch die abgewandelte Routenwahl verlängert sich die Gesamtstrecke des Trauntal-Höhenwegs von bisher 12,9 auf nunmehr 13,8 Kilometer. Er wird aber nach wie vor von den Birkenfelder Tourist-Information und dem im Losheim angesiedelten Projektbüro des Saar-Hunsrück-Steigs und der dazugehörigen Traumschleifen als mittelschwer eingestuft. Die Gehzeit wird mit etwa vier Stunden veranschlagt.

    Unverändert werben die beiden Institutionen auch damit, dass die Nationalpark-Traumschleife ein „abwechslungsreicher Weg ist, der sich steinreich, geheimnisvoll und voller Überraschungen präsentiert“. Denn er folgt nicht nur abschnittsweise entlang des Laufs des idyllischen Flüsschens Traun, sondern er führt auch durch einsame Wälder hinauf zum Vorkastell, einer zwischen Börfink und Rinzenberg gelegenen keltischen Höhenbefestigung, von der aus sich ebenfalls Panoramablicke in die Landschaft bieten. Außerdem passieren die Wanderer auf dem Rundkurs mit der Abentheurer Hütte ein weiteres Kulturdenkmal. Auf dem Gelände, das sich in Privatbesitz befindet, glühte bis weit ins 19. Jahrhundert der Hochofen, und es wurde dort Eisen erzeugt. Axel Munsteiner

    l-bi-trauntalhöhenweg-BZ

    Weite Blicke ins Herz des Nationalparks hinein bieten sich Wanderern, wenn sie auf dem Wehlenstein, dem Rinzenberger Hausberg, angelangt sind.

    Foto: Gerhard Hänsel

    In der Verbandsgemeinde gibt es vier Premium-Rundkurse

    Im Umfeld des 2007. also vor genau zehn Jahren – eröffneten Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig sind bis heute insgesamt 111 Traumschleifen entstanden. In der VG Birkenfeld ist bei der Bewertung durch das Deutsche Wanderinstitut die Nohener Naheschleife der unangefochtene Spitzenreiter. Dieser Rundkurs wurde bei seiner Rezertifizierung Ende 2015 mit 88 Erlebnispunkten ausgezeichnet.

    Der Trauntal-Höhenweg ist aktuell mit 71 Erlebnispunkten dekoriert, wobei durch die geänderte Streckenführung bei der Neubewertung ein verbessertes Ergebnis erwartet wird. Die komplett im Nationalpark liegende Börfinker Ochsentour steht bei 70 Erlebnispunkten, die Traumschleife Rund um den Zauberwald bei Oberhambach und Hattgenstein hat 63 Erlebnispunkte vom Wanderinstitut erhalten. ax

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