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  • Initiative Bürger pro Hunsrück vor Gründung

    VG Rhaunen. "Bürger pro Hunsrück" - so lautet der Name einer Bürgerinitiative, die kurz vor Weihnachten in Gösenroth gegründet werden soll. Einwohner der vier wechselwilligen Ortsgemeinden Gösenroth, Krummenau, Oberkirn und Schwerbach wollen damit die bereits angelaufenen Bemühungen, von der Verbandsgemeinde Rhaunen in die Verbandsgemeinde Kirchberg zu wechseln, unterstützen.

    Von unserem Redakteur Andreas Nitsch

    Die Gründungsversammlung soll am Dienstag, 20. Dezember, ab 20 Uhr im Gösenrother Gemeindesaal über die Bühne gehen.

    Die Vorgeschichte: Im Frühjahr drängte das Land die beiden Verbandsgemeinden, über eine mögliche Fusion bis zum Jahr 2019 schnellstmöglich Gespräche aufzunehmen. Die Räte beider Kommunen stimmten Verhandlungen zu, und nach einer Informationsveranstaltung Mitte Juli im Sulzbacher Dorfgemeinschaftshaus, bei der die Vertreter aller betroffenen Ortsgemeinden über den Fahrplan samt der nächsten Schritte informiert wurden, begann in den einzelnen Dörfern der Prozess der Meinungsbildung.

    Großteil der betroffenen Orte signalisiert Zustimmung

    Während der Großteil der involvierten Ortschaften Zustimmung zur geplanten VG-Ehe signalisierte und auch der Birkenfelder Kreistag eine geschlossene Fusion anstrebt, wurde in Gösenroth, Krummenau, Oberkirn und Schwerbach der Wunsch konkret, bei dieser Fusion nicht mitzuziehen und sich stattdessen in Richtung Verbandsgemeinde Kirchberg im Rhein-Hunsrück-Kreis zu orientieren. "Als ein Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes aus dem Nähkästchen plauderte und unter anderem eine spätere Fusion der Kreise Birkenfeld und Kusel nicht ausschloss, stand für viele von uns bereits fest, dass wir diesen Weg und auch den Weg nach Herrstein nicht gehen wollen", erklärt Dreher. Ende Oktober untermauerten die Ortsbürgermeister der vier Gemeinden ihren Wusch nach einem Wechsel mit einem Besuch im Kirchberger Rathaus. Ein Gespräch mit Marlon Bröhr, dem Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, an dem auch Horbruchs Ortsbürgermeister Klaus Hepp teilnahm, folgte. In dessen Verlauf unterstrich Alfons Klingels, Ortsbürgermeister Oberkirns, eindrucksvoll: "Wir sind Hunsrücker, wir wollen Hunsrücker bleiben."

    Das sagen sich auch der Gösenrother Beigeordnete Stefan Dreher und seine Mitstreiter, die bereits erste Gespräche über die Gründung einer Bürgerinitiative geführt haben. "Die Gösenrother wollen unbedingt in die Verbandsgemeinde Kirchberg", betont er. In den drei übrigen Orten sehe es wohl ähnlich aus. "Uns ist daran gelegen, die Initiative der vier Ortsbürgermeister und Gemeinderäte zu unterstützen. Ob wir einen Wechsel schaffen, wissen wir natürlich nicht", sagt Dreher. Der Erste Beigeordnete fügt hinzu: "Wir wollen politische Teilhabe und Mitbestimmung dort, wo unser Mittelzentrum liegt. Die geplante Bürgerinitiative soll den Wechsel der Verbandsgemeinde von der Bevölkerung ausgehend initiieren sowie erforderliche Maßnahmen koordinieren und organisieren."

    Unterstützung erhalten Dreher und Co. von Vertretern einer Bürgerinitiative, die sich in den Hunsrückorten Lahr, Mörsdorf und Zilshausen gebildet hatte, um den letztendlich am 1. Juli 2014 auch erfolgten Wechsel von der VG Treis-Karden (Landkreis Cochem-Zell) in die VG Kastellaun (Rhein-Hunsrück-Kreis) zu forcieren. Sie gaben wertvolle Tipps und sagten weitere Hilfe zu.

    In sozialen Netzwerken bereits Gruppen gebildet

    Erste Schritte wurden bereits unternommen. In sozialen Netzwerken wurden Gruppen gegründet, deren Mitglieder von Stefan Dreher stets auf dem Laufenden gehalten werden. Als Logo dient ein Kartenausschnitt mit dem Rhein-Hunsrück-Kreis. In diesen Gruppen wurde gefragt, wer sich eine Mitarbeit im Führungsgremium der Bürgerinitiative vorstellen könnte und wer lediglich Mitglied sein wolle. Die Resonanz sei enorm gewesen. Erste Personen wurden bereits angesprochen, weitere Maßnahmen in die Wege geleitet.

    Mit großer Spannung wird nun das für nächsten Montag anberaumte Gespräch von Vertretern der wechselwilligen Ortschaften im Mainzer Innenministerium erwartet. Ebenso spannend dürfte aber auch der angestrebte Bürgerentscheid zu diesem Thema werden. Der Ortsgemeinderat Gösenroth hat in seiner jüngsten Sitzung vor wenigen Tagen, die von mehr als 20 Bürgern besucht war, beschlossen, den angekündigten Bürgerentscheid in Abstimmung mit den anderen wechselwilligen Gemeinden durchzuführen. Sobald die anderen Ortsgemeinden den gleichen Beschluss getroffen haben, sollen Zeitpunkt und exakte Formulierung miteinander abgestimmt werden.

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