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    Idar-ObersteinIdar-Oberstein: Regionale Bücher sind bei den Lesern gefragt

    Bücher soweit das Auge reicht: Die Göttenbach-Aula fungierte am Wochenende als Drehscheibe für regionale Literatur. Die Autorengruppe des Kunstvereins Obere Nahe hatte zu den ersten Idar-Obersteiner Büchertagen eingeladen. An den Ständen von 14 Ausstellern konnten die Besucher sowohl in aktuellen Bestsellern als auch in regionaler Literatur schmökern.

    Bücherwurm: Auch die kleinen Besucher lieben das Lesen.
    Bücherwurm: Auch die kleinen Besucher lieben das Lesen.
    Foto: Ilona Brombacher

    Von unserer Mitarbeiterin Silke Bauer

    Die Schreibwerkstatt: (von links) Nina Baum, Ruben Gutendorf, Alena Naab und Vanessa Wagner mit Mentorin Ilona Brombacher.
    Die Schreibwerkstatt: (von links) Nina Baum, Ruben Gutendorf, Alena Naab und Vanessa Wagner mit Mentorin Ilona Brombacher.

    Auch für ein Schwätzchen mit den Autoren blieb genügend Zeit. Bei Lesungen gab es Gelegenheit, in die Werke der Autoren zu schnuppern. Besonders gut kam am Samstagabend die Lesung des Bestsellerautors Wolfgang Schorlau an.

    "Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele." Mit diesen Worten des römischen Philosophs Marcus Cicero begann Oberbürgermeister Bruno Zimmer seine Eröffnungsrede. Er zeigte sich erfreut darüber, dass trotz E-Book-Readern das Interesse am gedruckten Buch nach wie vor ungebrochen sei. Auch das immer größer werdende Interesse der Leserschaft an regionalen Autoren fand Zimmers Zustimmung: "Viele Leser suchen neue, andere Bücher und davon profitieren die unabhängigen Verlage, die oft nur wenige Titel pro Jahr in kleinen Auflagen herausbringen." Eine Umfrage unter den anwesenden Buchhändlern bestätigt: Regionale Bücher sind bei der Leserschaft gefragt. "Vor allem unsere älteren Kunden sind sehr an regionalen Themen interessiert", erzählt Bettina Mattes-Fuhr von der Buchhandlung Schulz-Ebrecht. "Die kaufen dann beispielsweise Sachbücher wie ,Der Dreißigjährige Krieg im Landkreis Birkenfeld' von Wolfgang Hey oder die illustrierte Stadtgeschichte von Manfred Rauscher und Axel Redmer." Auch Buchhändler Manuel Buccieri von Carl Schmidt & Co sieht den Trend zur regionalen Literatur, der sich in der gesamten Bundesrepublik auszubreiten scheint. "Momentan sind zum Beispiel die Alpenkrimis von Jörg Maurer sehr beliebt. Auch die Provinzkrimis der Münchnerin Rita Falk werden sehr gern gelesen."

    "Bei uns werden die Krimis von Thomas Ruhk viel verkauft", berichtet Ulrike Geiß, Mitarbeiterin der Birkenfelder Buchhandlung Thiel. Der Mackenrodter Autor, der sich mit seinen Büchern "Strohbär", "Totenbaum" und "Zonenkrieger" über den Hunsrück hinaus einen Namen gemacht hat, ist auch auf der Messe anwesend und präsentiert seinen neusten Roman "Maskentanz". "Ich lese eigentlich keine Krimis", erzählt Ruhk. Er lässt sich von Fantasy-Romanen und den Büchern von Horrorkönig Stephen King inspirieren.

    Krimis und Thriller sind schon seit Jahren die beliebtesten Bücher überhaupt, da sind sich Buchhändler und die Mitarbeiter der Stadtbibliothek einig. Auch der schwedische Schelmenroman "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg" von Jonas Jonasson ist nach wie vor sehr gefragt. "Bei Kindern stehen Fantasy-Bücher wie beispielsweise die Twilight-Romane hoch im Kurs", erzählt Judith Conradt, Leiterin der Stadtbibliothek. Auch die Reihe "Gregs Tagebuch" sei momentan ein Renner.

    Dass Kinder sich nicht nur für das Lesen von Büchern, sondern auch für das Schreiben interessieren, zeigten die Lesungen der Schreibwerkstatt-Teilnehmer. Diese war im vergangenen Jahr eine von vielen Sommerferienaktionen in Idar-Oberstein. Die Kinder schrieben Geschichten zum Thema "Hinter dem Vorhang". Vor allem Gewinnerin Nina Baum kam beim Publikum sehr gut an.

    Ilona Brombacher, die zum Organisationsteam der Büchertage gehört, zeigte sich zufrieden mit den Besucherzahlen. "Es kamen mehr als hundert Leute." Brombacher schlägt das Gästebuch auf, in das sich die Besucher eintragen konnten. Da findet man nur Lob. So schreibt ein Besucher: "Die Büchertage sind eine Bereicherung für die Kulturszene in Idar-Oberstein." An anderer Stelle heißt es: "Ich hoffe, dass im nächsten Jahr eine Wiederholung stattfindet." Auch Brombacher und ihr Team möchten die Büchertage wieder stattfinden lassen. Aber: "Wir wissen nur noch nicht, ob wir das jedes Jahr machen können; der Aufwand ist sehr groß."

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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