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  • Frau fuhr Passantin an und schleifte sie mit: Keine Auswirkungen auf Führerschein

    Idar-Oberstein. Weil sie mit ihrem Auto eine Fußgängerin angefahren und 16 Meter weit mitgeschleift hat, musste sich eine junge Frau vor dem Amtsgericht Idar-Oberstein verantworten. Fahrlässige Körperverletzung lautete die Anklage der Staatsanwaltschaft. Die Frau war vor zwei Jahren vom Parkplatz des Idarer Jobcenters in der Hauptstraße gefahren und hatte dabei eine Fußgängerin übersehen, die von rechts kam.

    Von unserer Reporterin Silke Bauer

    Die Fahrerin bemerkte den Zusammenprall nicht und fuhr weiter, wobei sie das Opfer hinter sich herschleifte. Andere Verkehrsteilnehmer und Passanten bemerkten das Unglück und machten dies durch laute Rufe und Hupen deutlich. Erst nach 16 Metern Fahrt kam der Wagen der Frau zum Stehen. Das Opfer lag unter dem Auto eingeklemmt. Die Rettungskräfte mussten den Wagen anheben, um die schwer verletzte Frau zu bergen. Unter anderem war ihr Becken doppelt gebrochen. Das Opfer, eine zierliche Dame mittleren Alters, erschien sichtlich mitgenommen auf Krücken im Gerichtssaal. Immer noch leide sie unter starken Schmerzen im Rücken. Demnächst wird ihr ein künstliches Kniegelenk eingesetzt.

    In einem schriftlichen Strafverfahren war eine Strafe von 2000 Euro gefordert worden. Normalerweise wäre es gar nicht erst zu einer Verhandlung vor Gericht gekommen. Die Angeklagte und ihr Anwalt hatten jedoch gegen diese Forderung Einspruch eingelegt, weshalb sich bei de Parteien am Mittwoch im Gerichtssaal einfinden mussten. "Das ist unverschämt, gegen eine so geringe Strafe auch noch Einspruch einzulegen", ließ der Rechtsanwalt des Opfers, Eckart Baltin, verlauten. "Meine Mandantin wurde lebensgefährlich verletzt." Die Frau werde nie wieder vollkommen gesund.

    Schon vor Verhandlungsbeginn war die Angeklagte, die sich offensichtlich im Nachteil sah, in Tränen ausgebrochen und hatte mit ihrem Anwalt den Saal verlassen. Der verkündete fünf Minuten später, seine Mandantin akzeptiere den schriftlichen Beschluss nun doch. Damit war das Verfahren noch vor den Zeugenaussagen beendet. Die Unfallfahrerin behält damit ihren Führerschein.

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