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  • Förderprogramm "Aktive Stadt" Birkenfeld: Bisher neun Spritzen für Schönheitsoperationen

    Birkenfeld. Es ist das sichtbare Zeichen dafür, dass die Sanierung des Hauses Meletta fortschreitet. Am Mitwoch wurde am bereits seit Monaten eingerüsteten Gebäude "Auf dem Römer 2" ein großer Kran aufgestellt. In dem zuvor jahrelang leer stehenden Haus wollen die privaten Investoren, die Gesellschaft MFH Bauwerk, acht Wohnungen einrichten, die größtenteils barrierefrei sind.

    In der Straße "Auf dem Römer" sind die Platzverhältnisse beengt. Deshalb war am Mittwoch das Aufstellen eines großen Krans vor dem Haus Meletta eine anspruchsvolle Aufgabe. Foto: Reiner Drumm
    In der Straße "Auf dem Römer" sind die Platzverhältnisse beengt. Deshalb war am Mittwoch das Aufstellen eines großen Krans vor dem Haus Meletta eine anspruchsvolle Aufgabe.
    Foto: Reiner Drumm

    Das Haus Meletta, aber auch das bereits im Oktober eröffnete Kulturcafé Artechino im früheren Modehaus Gerber in der Hauptstraße haben eins gemeinsam. Ihre Besitzer bekommen für die Modernisierungsarbeiten an diesen Gebäuden einen Zuschuss. Das Geld stammt aus dem von Bund und Land initiierten Förderprogramm "Aktives Stadtzentrum". Mit dessen Hilfe soll Birkenfeld Stück für Stück herausgeputzt werden und die Innenstadt wieder attraktiver und lebenswerter gemacht werden.

    Im Rahmen des Förderprogramms sind auch Projekte geplant, deren Träger die öffentliche Hand anpackt. So will die Stadt in naher Zukunft die Neugestaltung des Talweiherplatzes angehen. Ein wichtiger Baustein ist aber auch die finanzielle Unterstützung privater Initiativen. Bisher sind es neun Modernisierungsvorhaben für die ein Zuschuss fließt. Davon sind nach Auskunft von Kai Kämmerling, Leiter der Bauabteilung in der VG-Verwaltung, zwei Projekte bereits abgeschlossen - dazu zählt auch das Artechino. An drei weiteren Gebäuden, unter anderem dem Haus Meletta, laufen Arbeiten. Bei vier weiteren Projekten ist es so, dass der Stadtrat sich zwar per Beschluss für eine Förderung ausgesprochen hat, die Anerkennung dafür aber nur eine Landesbehörde, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier, geben kann. Sollte es auch für die letztgenannten Anträge grünes Licht geben, würde insgesamt 200 000 Euro an Zuschüssen für die neun Modernisierungsvorhaben zur Verfügung gestellt.

    Das Programm ist so angelegt, dass Bund und Land bei einem gewährten Zuschuss 75 Prozent der Summe beisteuern, der Eigenanteil der Stadt liegt demnach bei 25 Prozent. Insgesamt nehmen die privaten Investoren allerdings einen sehr viel höheren Gesamtbetrag in die Hand - und zwar bei etwa 1,7 Millionen Euro.

    Wer ein Haus im ausgewiesenen, etwa 25 Hektar großen Sanierungsgebiet im Stadtzentrum auf Vordermann bringen will, kann einen Zuschuss von bis zu 40 Prozent der Kosten erhalten. "Allerdings ist die Maximalförderung pro Projekt auf 30 000 Euro gedeckelt", betont Stadtbürgermeister Miroslaw Kowalski. Auf einer Großbaustelle wie dem Haus Meletta kann damit zwar nur ein kleiner Teil der Gesamtkosten abgedeckt werden, aber über die finanzielle Hilfe sind die Investoren trotzdem froh. "Das war ein wichtiger Anreiz. Wir haben für unser Projekt aber ein komplexes Zuschusspaket schnüren müssen und uns aus drei Töpfen bedient", erläutert Architekt Stephan Mogk, Mitgesellschafter bei MFH Bauwerk. Ingrid Schwarz weist noch auf einen zusätzlichen Punkt hin, der für alle Vorhaben im Programm zutrifft: "Fast noch interessanter als die Direktförderung ist für Privatleute, dass sie nach den Regelungen des Steuergesetzbuches die Möglichkeit einer erhöhten Abschreibung in Anspruch nehmen können", sagt die Geschäftsführerin des Kaiserslauterner Büros WSW und Partner. Sie und Projektmanager Lothar Baumgärtner vom Büro Map Consult in Oppenheim unterstützen die Stadt und die VG bei der Umsetzung des Programms "Aktives Stadtzentrum". Dazu gehören die Beratung von potenziellen Privatinvestoren und die regelmäßigen Sprechtage zur Stadtentwicklung. Nächster Termin dafür ist am 18. Januar im Stadthaus.

    Zurück zum Haus Meletta: Dessen Inneres wurde bereits komplett entkernt. Nach Auskunft von Stephan Mogk soll im Frühjahr dann das Dach entfernt werden. Ende 2017 dürften die Wohnungen bezugsfertig sein. "Bisher haben wir zwei verkauft, und zwei weitere sind reserviert. Ich bin aber optimistisch, dass wir schnell ausgebucht sind, wenn alles fertig ist", sagt der Architekt, dessen Gesellschaft MFH auch Besitzer des gegenüberliegenden früheren Café Warths ist. An diesem Gebäude soll sich ebenfalls etwas tun, wobei laut Mogk bei den Eigentümern die Überlegungen, was die künftige Nutzung angeht, noch nicht abgeschlossen sind.

    Kowalski betont ausdrücklich, dass die Sanierung des Hauses Meletta "wahnsinnig wichtig für die ganze Umgebung ,Auf dem Römer' ist". Der Zustand des baufälligen Hauses sei auch die Initialzündung gewesen, dass sich die Stadt um Aufnahme in das Förderprogramm bemüht hatte. "Das Haus Meletta war wie ein Fanal, dass sich in Birkenfeld etwas ändern muss", sagt Kämmerling.

    Neben dem Haus Meletta gibt es "Auf dem Römer" noch ein weiteres Gebäude, für dessen Modernisierung die Besitzer eine städtebauliche Förderung erhalten. Es handelt sich um das frühere Sportgeschäft. Dort soll nach Abschluss der Arbeiten eine Psychotherapiepraxis einziehen.

    Ebenfalls von einem Zuschuss profitiert hat Johann Morgens, der nicht nur Geschäftsführer des Kulturcafés Artechino, sondern auch Besitzer des Pirrmannhauses in der Schneewiesenstraße ist. Dort wurden bereits im Inneren sieben Appartements eingerichtet, die inzwischen allesamt vermietet sind. Nächstes Jahr soll dann laut Morgens die Restaurierung der denkmalgeschützten Fassade in Angriff genommen werden. Ob es allerdings wieder so wie früher eine gastronomische Nutzung des Pirmannkellers geben wird, erscheint eher fraglich.

    Investor für Haus Felseneck wäre wünschenswert

    Abgesehen von den neun Projekten, bei denen der Stadtrat bereits Ja zu einer Förderung gesagt hat, gibt es derzeit nach Auskunft von Kai Kämmerling fünf weitere Immobilienbesitzer, die ebenfalls Interesse gezeigt haben, ins Städtebauförderprogramm aufgenommen zu werden. Nicht dazu zählt das Haus Felseneck, in dem einst die Gaststätte Fillmore an der Ecke Bahnhofstraße/Hauptstraße untergebracht war. Kowalski und Kämmerling betonten jedoch, dass es vor allem bei dieser verwaisten Immobilie wünschenswert wäre, wenn sich dafür ein Investor finden und das Haus modernisieren würde.

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