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    Kreis BirkenfeldEs bleibt dabei: Bundeszentrale empfiehlt im Kreis Birkenfeld die Zeckenimpfung

    Als einzigen von 24 Landkreisen in Rheinland-Pfalz hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung den Kreis Birkenfeld erneut zum Risikogebiet für eine Infektion mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse erklärt und rät zu einer Schutzimpfung.

    Zecke
    Zecken können die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen.
    Foto: DPA

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    "Im vergangenen Jahr hat es einen Fall gegeben, 2012 waren es drei Erkrankungen", berichtet Amtsärztin Anett Schall. Erst wenn es in einem Landkreis fünf Jahre lang nicht zu einer Ansteckung kommt, nimmt das Robert-Koch-Institut ihn von der Liste der Risikogebiete, ergänzt sie.

    "Die Situation ist nicht besorgniserregend, rechtfertigt aber die Impfempfehlung", sagt Schall. Zwar ließ sich in keinem der vier Fälle seit 2012 der Kreis Birkenfeld mit Sicherheit als Ansteckungsort nachweisen - aber eben auch nicht ausschließen, da keine andere Übertragungsquelle ermittelt werden konnte. Bei der FSME handelt es sich um eine schlimmstenfalls lebensbedrohliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die meist mit Symptomen wie hohem Fieber oder Kopfschmerzen, bei schwerem Verlauf auch mit einer Gehirnentzündung, verbunden ist.

    Die im vergangenen Jahr aufgetretene Erkrankung musste laut Schall stationär im Krankenhaus behandelt werden. Anders als gegen die ebenfalls durch Zeckenbisse übertragene und wesentlich häufigere Borreliose ist gegen FSME ein Impfschutz möglich. "Die Qualität der Impfpräparate ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Unangenehme Nebenwirkungen treten kaum noch auf", berichtet die Obermedizinalrätin. Medizinisch kann die Krankheit im Gegensatz zur Borreliose nicht behandelt werden.

    Entgegen eines weit verbreiteten Irrtums ist das Risiko eines Zeckenbisses laut der Amtsärztin übrigens nicht in dichten Hochwäldern am größten, sondern in Flusstälern - möglicherweise auch dem Nahetal. Denn Zecken mögen es warm. "Generell gilt: Je wärmer das Klima, desto aggressiver die Krankheiten, die Zecken in sich tragen können", erklärt Schall. So gelten in Baden-Württemberg sämtliche Landkreise, in Bayern 80 von 96 Kreisen als FSME-Risikogebiet.

    Die Borreliose, die seltener einen schweren Verlauf nimmt, kann unterdessen in ganz Deutschland auftreten. Rheinland-Pfalz hat 2011 als eines der ersten Bundesländer eine Meldepflicht für Borreliose eingeführt. "Allerdings wird längst nicht jede Erkrankung auch durch einen Arzt diagnostiziert", betont Anett Schall. Die gemeldeten Fallzahlen seien daher ihrer Einschätzung nach meist zu niedrig angesetzt.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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