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    BaumholderEhrenamt: Preisträgerin motiviert viele Baumholderer zur Mitarbeit

    Mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Baumholder hat Bürgermeister Günter Jung am Montag im Stadtrat Eva Ellrich ausgezeichnet. Lang war die Liste der Verdienste, die er in seiner Laudatio aufzählte.

    Würdigung für ein Engagement auf vielen Ebenen: Stadtbürgermeister Günther Jung überreichte die Urkunde des Ehrenamtspreises und einen Blumenstrauß an Eva Ellrich.  Foto: Michael Fenstermacher
    Würdigung für ein Engagement auf vielen Ebenen: Stadtbürgermeister Günther Jung überreichte die Urkunde des Ehrenamtspreises und einen Blumenstrauß an Eva Ellrich.
    Foto: Michael Fenstermacher

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    Die couragierte Katholikin ist seit Langem im Pfarrgemeinderat ihrer Kirchengemeinde sowie im Dekanatsrat tätig. Seit ihrer Pensionierung organisiert sie außerdem den Besuchsdienst im Seniorenzentrum der AWO in Baumholder. Noch einmal gesteigert hat sich das ohnehin schon beträchtliche ehrenamtliche Engagement mit dem starken Zustrom von Flüchtlingen auch nach Baumholder in diesem Jahr.

    Die frühere Lehrerin der Realschule motivierte viele frühere Kollegen, um den Asylbewerbern mithilfe von improvisierten Sprachkursen die Integration zu erleichtern. Seit der ersten Stunde engagiert sie sich außerdem im Café International im Jugendzentrum Baumholder für die Geflüchteten, leistet Unterstützung bei Behördengängen oder dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen. "Was du leistest, ist wirklich aller Ehren wert. Danke Eva", sagte Jung, bevor er der neuen Preisträgerin Blumenstrauß und Urkunde überreichte.

    "Ich habe nicht den Eindruck, dass ich mehr mache als andere", gab Eva Ellrich sich in ihrer kurzen Dankesrede bescheiden. Annehmen wolle sie den Preis daher auch nur stellvertretend für die vielen Menschen, die sich im Westrichstädtchen ehrenamtlich engagieren. "Ich sehe meine Aufgabe vor allem darin, andere für die Mitarbeit zu motivieren", erklärte sie - und fügte mit Blick auf den männlich dominierten Rat hinzu: "Im Fall des Besuchsdienstes sind das übrigens ausschließlich Frauen." In den Sitzungssaal war Eva Ellrich ohne Umweg aus dem Jugendzentrum gekommen, wo wie an jedem Montag das Café International seine Türen geöffnet hatte. "Wir haben in Baumholder mittlerweile 69 Flüchtlinge aus acht bis zehn Nationen", berichtete sie und empfahl den Ratsmitgliedern, sich einmal persönlich ein Bild von der Situation zu machen.

    Wie man den vielen ehrenamtlich Tätigen in der Stadt einen bescheidenen Dank zukommen lassen kann - mit dieser Frage hatte sich der Stadtrat bereits zuvor beschäftigt. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde bei drei Enthaltungen der Grundsatzbeschluss gefasst, die Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz einzuführen, deren Inhaber landesweit Vergünstigungen erhalten. Die Voraussetzungen: Wer die Karte beantragt, muss mindestens 16 Jahre alt sein, sich durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche beziehungsweise 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich engagieren und darf dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung erhalten.

    Kontrovers beraten wurde jedoch über die Modalitäten, die damit verbunden sind, bevor die Ratsmitglieder schließlich übereinkamen, die Klärung von Einzelheiten dem zuständigen Ausschuss anzuvertrauen. "Jede Kommune ist aufgefordert, mindestens zwei Vergünstigungen, idealerweise in kommunalen Einrichtungen, für die Karteninhaber bereitzustellen", hatte VG-Büroleiter Achim Specovius zuvor eine Passage aus den Teilnahmebedingungen genannt, die für Kopfzerbrechen sorgte. Denn kommunale Einrichtungen, für die Eintritt erhoben wird, gibt es in Baumholder nicht - jedenfalls noch nicht, wie unter anderem Svenja Winter (SPD) mit Verweis auf das entstehende Regionalmuseum betonte.

    Wie Specovius erklärte, gibt es jedoch auch Alternativen für Kommunen, die selbst keine Vergünstigungen anbieten können. Sie können beispielsweise ein Fest für Ehrenamtliche organisieren. Michael Brunk (FWG) äußerte grundsätzliche Bedenken: Da es attraktive Vergünstigungen nur außerhalb gebe, ermuntere man die Karteninhaber, ihre Freizeit dort zu verbringen.

    Heinz Hartmann (CDU) und Martin Bongard (LfB) gaben zu bedenken, dass Einführung der Karte eher eine Aufgabe der Verbandsgemeinde sei. Dennoch stimmte der Rat dann schließlich mit großer Mehrheit für den Grundsatzbeschluss.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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