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    BirkenfeldBirkenfeld: Anlieger kritisieren Ausbaupläne für Wagnersweg

    Es ist ein etwa 900 000 Euro teures Straßenbauprojekt, das im Mai in Angriff genommen werden soll, mit dessen Planung sich der Birkenfelder Stadtrat in seiner Sitzung am 15. März aber noch einmal eingehend beschäftigen muss, weil sich nach einer Anliegerversammlung drei offene Fragen stellen. Die Rede ist vom Ausbau des Wagnersweg. Dort soll unter anderem ein kombinierter Geh- und radweg entstehen und die bisherigen Verkehrsinseln vor dem Gebäude des Kindergartens verschwinden.

    Bleiben die Verkehrsinseln vor dem Kindergarten im Wagnersweg bestehen oder nicht? Die bisherige Planung sieht vor, dass sie beim Ausbau der Straße entfernt werden. Von den Anliegern kommt Kritik. Der Stadtrat muss am 15. März die Streitfrage klären. Foto: Axel Munsteiner
    Bleiben die Verkehrsinseln vor dem Kindergarten im Wagnersweg bestehen oder nicht? Die bisherige Planung sieht vor, dass sie beim Ausbau der Straße entfernt werden. Von den Anliegern kommt Kritik. Der Stadtrat muss am 15. März die Streitfrage klären.
    Foto: Axel Munsteiner

    Von unserem Redakteur Axel Munsteiner

    Der Wagnersweg in Birkenfeld ist eine wichtige Zufahrtsstraße zum Baugebiet im Bereich Feckweilerbruch, die gleichzeitig auch eine viel befahrene Verbindung von Gollenberg aus in Richtung der B 269 (Friedrich-August-Straße/Hochwaldstraße) ist.

    Wegen dieser Bedeutung für den Durchgangsverkehr übernimmt die Stadt 65 Prozent der Kosten bei diesem Vorhaben. "Wir wenden also den Höchstsatz an", betonte Bürgermeister Miroslaw Kowalski in der Versammlung, zu der rund 50 der insgesamt 120 eingeladenen Anlieger ins Rathaus kamen.

    Die Bewohner des Wagnerswegs müssen 35 Prozent der Kosten schultern. Wichtigster Faktor für die Beiträge, die sie zu zahlen haben, ist die Fläche ihrer Grundstücke. Nach vorläufiger Schätzung sind es 8,50 Euro pro Quadratmeter. Beispielhaft wäre das bei einem 700 Quadratmeter großen Grundstück also ein Beitrag von 5950 Euro. Der Ausbau des insgesamt 540 Meter langen Wagnerswegs soll nach Auskunft von Karl-Heinz Schäfer vom beauftragten Ingenieurbüro in insgesamt drei Abschnitten erfolgen, für die jeweils eine Zeit von zwei Monaten veranschlagt wird. Da ab Mai die Bagger rollen sollen, könnten die Arbeiten wenn alles nach Plan verläuft, im Oktober abgeschlossen sein. Zu Beginn ist das Teilstück zwischen der Achtstraße und der Einmündung Industrieweg an der Reihe. Dort befindet sich der Kindergarten, für den während der Bauphase ein separater Zugang über die Achtstraße geschaffen werden soll. Der zweite Teilabschnitt erstreckt sich vom Industrieweg bis zur Einmündung der Straße "Im Vogelsang". Dann folgt zum Abschluss das Reststück bis zur Einmündung in die Kreisstraße nach Gollenberg. Da der Kanal im Wagnersweg vor einigen Jahren bereits saniert wurde, ist lediglich die Erneuerung der Wasserleitungen und gegebenenfalls der Hausanschlüsse vorgesehen.

    Während der Bauarbeiten wird der betreffende Abschnitt voll gesperrt. Man werde aber versuchen, dass die Anlieger auch in dieser Phase an die Zufahrten für ihre Häuser herankommen. "An ein, zwei Tagen wird das aber vermutlich nicht möglich sein - zum Beispiel, wenn vor den Häusern die Bordsteine gesetzt werden", informierte Kowalski.

    Dass die Ende der 1970er-Jahre gebaute Straße und vor allem die maroden Gehwege sanierungsbedürftig sind, wurde in der Versammlung allgemein anerkannt. Dazu wurden keine kritischen Stimmen laut. Wohl aber an Details der Planung, die Schäfer präsentiert hatte.

    Kritikpunkt Nummer eins: Während die Fahrbahn 6,50 Meter und der Gehweg auf der südlichen Seite des Wagnerswegs zwischen 1,25 und 2,25 Meter breit sein soll, ist auf der nördlichen Seite eine Erweiterung auf 3,25 Meter gedacht. Dort soll aus dem bisherigen Bürgersteig ein kombinierter Geh- und Radweg gemacht werden. Mehrere Anlieger meldeten sich diesbezüglich zu Wort. Sie zweifelten die Sinnhaftigkeit für einen solchen Radweg an. Auch die Vertreter des Kindergartens zeigten sich skeptisch. Sie befürchten, dass ein Radweg vor ihrem Haus die Unfallgefahr sogar erhöht. Denn wenn die Eltern ihre Kinder bringen und ihr Auto am Fahrbahnrand des Wagnerswegs halten, müssten die Jungen und Mädchen künftig einen Weg kreuzen, auf dem nicht nur Fußgänger, sondern auch deutlich schnellere Radfahrer unterwegs sind.

    Tempo 30 wird beibehalten

    Auch die Kritikpunkte Nummer zwei und drei betreffen das unmittelbare Umfeld des Kindergartens. Dort soll zwar auch weiterhin nur Tempo 30 gelten. Aber die bisher dort vorhandenen zwei Verkehrsinseln, die seitlich versetzt angeordnet sind und die Autofahrer zusätzlich zum langsamen Fahren zwingen sollen, sind in der neuen Planung nicht mehr vorgesehen. Diese Inseln sollen also entfernt werden. Auch das Bushaltestellenschild vor der Kita ist nicht mehr vorgesehen.

    Die von den Anliegern vorgebrachten Bedenken sollen nun im Stadtrat besprochen werden. "Wir haben ja einen Entwurf und keine fix und fertige Planung vorgestellt", betonte Kowalski später im Gespräch mit der NZ. Der Rat wird am 15. März entscheiden, ob es noch Änderungen am bisherigen Konzept gibt. Sollte es noch zu Umplanungen kommen, würde das "keine großen finanziellen Unterschiede machen", sagte der Stadtchef. Eventuell gebe es zwar zeitliche Verzögerungen, einen Start der Bauarbeiten im Mai hält Kowalski aber weiterhin für machbar.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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