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    BaumholderBeim Abschied der US-Studenten von den Gastfamilien flossen Tränen

    Die Menschen und die Geschichten, die sich durch den Kontakt mit den Gastfamilien ergeben, machen die Deutschlandreisen der Studenten der Ohio Wesleyan University (OWU) zu etwas Besonderem. Das betont deren Trainer Jay Martin immer wieder. Und das wurde auch bei der Tour in diesem August deutlich, die Martin als "beste Deutschlandtour überhaupt" bezeichnet.

    Die Studenten der Ohio Wesleyan University (OWU) haben in Deutschland nicht nur Fußball gespielt.
    Die Studenten der Ohio Wesleyan University (OWU) haben in Deutschland nicht nur Fußball gespielt.
    Foto: mai

    Nicht nur, dass beim Abschied Tränen flossen. Es gab auch Lustiges beim Abschiedsfest mit Studenten, Gastfamilien, Vereinsvertretern und Freunden der Fußballmannschaft im Jugendzentrum in Baumholder zu erzählen. So trägt ein Schaf in Niederkirchen nun den Namen eines OWU-Studenten. Denn gleich am ersten Abend, als Torwart Kiyan zu Gast bei Familie Reis war, kam dort ein Lamm auf die Welt. Und da es gerade so schön passte, heißt das Schaf nun Kiyan. Den Namen des Studenten Austin Melnek muss sich die Familie von Birgit Kroonder-Urban aus Birkenfeld merken. Deren kleine Tochter sagte: "Wenn ich groß bin, dann heirate ich den Austin."

    Auch Historiker Herbert Grimm, der die Besuche seit den Anfängen 1990 unterstützt, erzählte von den Touren, die Bernd und Melanie Mai alle drei bis fünf Jahre organisieren. Er überreichte eine Original-Stadtfahne von Baumholder. Von diesen, so erzählt er, gebe es jetzt vier in den USA. Drei habe er persönlich vor Ort übergeben: im Pentagon, im Weißen Haus und in der Militärakademie West Point. Die vierte nimmt jetzt Jay Martin an die Uni in Delaware mit, wo bereits ein kleineres Exemplar bei Heimspielen im Stadion weht.

    Ein paar Tage vorher hatte Grimm die jungen Amerikaner im Alter zwischen 19 und 21 Jahren empfangen, um ihnen von Baumholder zu erzählen. Später ging es zum Kommandeur der US-Garnison Baumholder, Oberstleutnant Michael Sullivan, der den US-Standort vorstellte. In der Militärgemeinde trainierten die jungen Kicker außerdem mit zahlreichen amerikanischen Kindern.

    Mit dem Abschlussfest endete die 13-tägige Tour der US-Studenten. Von Baumholder aus reisten sie unter anderem nach Heidelberg, Trier und Saarbrücken, nach Augsburg, München und Gelsenkirchen. Im Vordergrund stand immer der Fußball.

    Beim Bundesliga-Spiel am ersten Spieltag in Augsburg gegen Borussia Dortmund waren die jungen Amerikaner genauso beeindruckt von der Fankultur wie bei den Ultras auf Schalke. Gespannt hörten sie außerdem zu, wie ihnen der Fanbeauftragte Rolf Rojek von seiner Liebe zu Schalke 04 erzählte. Besonders beeindruckt waren die Amerikaner vom Spiel gegen die U 19 des Vereins. "Das war der beste Gegner der Tour, vielleicht sogar der beste Gegner, gegen den wir je gespielt haben", urteilte Martin. "Wir haben viel gelernt." 3:0 siegten die Königsblauen.

    Auch im Benefizspiel gegen die Bundeswehr-Fußballnationalmannschaft in Baumholder  steckten die OWU-Kicker eine Niederlage ein. 2:1 siegte die Bundeswehr, auch dank eines 30-minütigen Einsatzes des Bundesliga-Spielers Malik Fathi von Mainz 05. Das war es aber mit Niederlagen. Auf Augenhöhe präsentierten sich die US-Kicker mit der U 19 des 1. FC Saarbrücken. Ergebnis: 1:1. Und dann gab es nur noch Siege: 3:0 gegen den SV Biesingen, 3:0 gegen die A-Jugend des VfR Baumholder und 4:2 gegen die erste Mannschaft des VfR.

    Zwei Familientage verbrachten die Studenten mit ihren Gasteltern auf dem Betzenberg, in St. Wendel, auf den Schaumberg oder am Bostalsee. Was sie in Deutschland gelernt haben, können die Studenten nun umsetzen: Schon in den nächsten Tagen beginnt ihre neue Saison in den USA. Der dritte nationale Titel ist das Ziel. him

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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