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  • Auf der Wildenburg gibt es jetzt auch Pythons zu sehen

    Kempfeld. Es tut sich was auf der Wildenburg. Zum 50. Geburtstag, der am kommenden Sonntag im Wildfreigehege gefeiert wird, gibt es einige Neuzugänge: In einem neu angelegten Freigehege direkt hinter dem Eingangsgebäude sind Europäische Landschildkröten zu sehen. Und im Ausstellungsraum gegenüber der Kasse haben drei Königspythons ein großes Terrarium bezogen.

    Zwei Neue auf der Wildenburg: Molekularbiologe Sebastian Allmann und eine der drei Königspythons aus dem Zoo Neuwied.  Foto: Stefan Conradt
    Zwei Neue auf der Wildenburg: Molekularbiologe Sebastian Allmann und eine der drei Königspythons aus dem Zoo Neuwied.
    Foto: Stefan Conradt

    Nun sind Pythons ja keine Hunsrücker Wildtierart... Gehegeleiter Frithjof Behlau möchte aber den Besuchern, „vor allem den Kindern“, Verständnis für Reptilien und heimische Schlangen wie die Ringel- oder die Würfelnatter nahebringen. Die drei prächtigen Riesenschlangen stammen aus dem Zoo Neuwied, wo Behlau zuvor arbeitete, und sind an Menschen gewöhnt: „Sie dienten schon dort der Umweltbildung.“ Wer will, darf auch mal anfassen: „Das macht den Schlangen nichts, sie scheinen es sogar zu genießen“, erläutert Molekularbiologe Sebastian Allmann, der seit kurzem eine Halbtagsstelle im Wildpark hat und sich unter anderem um die nur gut einen Meter langen, ungiftigen Würgeschlangen kümmert. Allmann verstärkt das mittlerweile 3,5-köpfige Team Behlaus. Hinzu kommt seit kurzem eine tiermedizinische Fachangestellte, die vom Gehegeleiter zur Zootierpflegerin ausgebildet wird.


    Neuer Chef sieht großes Potenzial

    Der 37-jährige neue Chef im Wildpark hat viele Pläne, aber zu wenig Geld und Personal, um alles schnell umzusetzen: „Ich habe das Wildfreigehege in einem ziemlich desolaten Zustand vorgefunden, aber ich sehe ein großes Potenzial.“ Dank der Wolfslandschaft sind die Besucherzahlen in den vergangenen 15 Monaten deutlich gestiegen, doch die Mehreinnahmen werden von den Kosten für das Wolfsgehege praktisch wieder aufgefressen, sagt Behlau.
    Nach einem Zwischenfall, bei der eine Tierpflegerin gebissen wurde (die NZ berichtete), darf derzeit – möglicherweise auch auf Dauer – auf Anordnung der Kreisverwaltung niemand ins Gehege. Aus diesem Grund muss dringend eine zweite Schleuse gebaut werden, in der die Wölfe „abgeschiebert“ – so der Fachbegriff für das Unterbringen in einem abgesicherten Extragatter – werden, wenn die Pfleger ins Gehege müssen. „Die vorhandene Schleuse entspricht auch nicht den Vorschriften“, weiß Behlau: Durch die Aufzuchthütte ist das umzäunte Areal nicht komplett einsehbar, was aber zwingend vorgeschrieben ist.
    Aber auch in den anderen Gehegen gibt es viel zu tun, der Sanierungsstau ist offensichtlich: Die alten, maroden Zäune haben gerade dazu geführt, dass wieder ein Rudel Rotwild ausgebüxt ist. Die meisten sind mittlerweile wieder im Gehege, einige trauen sich aber nicht, an den Menschen vorbei zurück ins Gatter zu schlüpfen – obwohl sie den ganzen Tag über davor stehen.
    Im Eingangsbereich wurde ein neuer Weg in Richtung Ziegengehege angelegt, ebenso ein Teich, der naturbelassen als Rückzugsgebiet für die freilaufenden Gänse und Enten gedacht ist. „Viele Arbeiten, die wir derzeit machen, sehen die Besucher auch gar nicht“, erläutert Behlau, der aus dem Raum Hannover stammt und lange im Serengeti-Park in der Lüneburger Heide gearbeitet hat. So wurden bereits etliche Futtertraufen betoniert, damit die Tiere vor allem in der feucht-kalten Jahreszeit nicht im Matsch stehen müssen – „da ist die Infektionsgefahr einfach sehr hoch“. Die Gehege für die Ziegen und die Schafe wurden bereits erweitert und zum Teil mit neuen Zäunen und Eingangsschleusen versehen.


    Hoffen auf Spenden

    Auch das Wildkatzen- und das Waschbärgehege möchte Behlau, der Vater eines kleinen Sohnes ist und in Vollmersbach wohnt, möglichst bald schon umgestalten und aufhübschen: „Die Haltung und der Lebensraum sind okay, es sieht nur für die Besucher nicht so attraktiv aus, wie es könnte...“ Das gilt auch für das in die Jahre gekommene, arg düster wirkende Marderhaus.
    Auch die Volieren im Eingangsbereich sollen attraktiver gestaltet, die Spielplätze renoviert werden. Wildparkfans, die auf die Rückkehr des Luchses warten, muss Behlau dagegen enttäuschen: „Das bisherige Gehege ist so nicht mehr genehmigungsfähig, und ein neues kostet uns 50 000 Euro – das ist selbst durch Sponsoring nicht aufzubringen.“ Wegen der angespannten Finanzlage wird am Jubiläumstag auch nicht auf (ermäßigten) Eintritt verzichtet, zudem hofft der Tierpark auf Spenden.

    Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

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