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  • Integrationsprojekt: Ältere Migranten stehen im Fokus

    Idar-Oberstein. Integrationsangebote richten sich ausschließlich an junge Menschen? Von wegen. Das Projekt "ProInDi - für Integration und interkulturellen Dialog", das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert wird und nun in Idar-Oberstein gestartet ist, richtet sich vornehmlich an Migranten, die älter als 55 Jahre sind.

    Jürgen Feucht, Geschäftsführer der IB gGmbH Südwest, begrüßte die Gäste im KIBB, bevor Stefan Worst vom IB Idar-Oberstein das Wort ergriff. Foto: Hosser
    Jürgen Feucht, Geschäftsführer der IB gGmbH Südwest, begrüßte die Gäste im KIBB, bevor Stefan Worst vom IB Idar-Oberstein das Wort ergriff.
    Foto: Hosser - Hosser

    Von unserer Reporterin Silke Bauer

    Am Freitag stellte Projektleiter Stefan Worst vom Internationalen Bund (IB) Südwest am Standort Idar-Oberstein das Projekt im Zentrum für Kultur, Integration, Bildung und Begegnung (KIBB) am Barbararing vor. Neben Lokalpolitikern wie Landtagsmitglied Hans Jürgen Noss, Landrat Matthias Schneider und dem Verbandsgemeindebürgermeister von Herrstein, Uwe Weber, waren auch Mitarbeiter des Stadtjugendamts sowie mehrere Schulleiter anwesend.

    "Wir wollen die über 55-Jährigen für dieses Projekt gewinnen", sagte Worst. "Integration kann nie eine Einbahnstraße sein. In Idar-Oberstein gibt es mehr als 100 Nationen." Die Stadt habe das Potenzial dazu, diese Menschen zu integrieren. Doch wie erreicht man sie? "Natürlich klingele ich nicht an den Haustüren und sage: ,Ich bin Stefan Worst und möchte Sie integrieren‘", scherzte der IB-Chef. Aus diesem Grund habe er sich an die Vereine und Schulen gewandt und um deren Mithilfe gebeten. Wichtiger Partner ist der FC Hohl. "Dort haben schon viele Migranten eine Heimat gefunden", betonte Worst. Fußball sei gut für gemeinsame Erfolgserlebnisse.

    Doch wie sieht das Projekt konkret aus? "Im Sommer ist ein gemeinsames Fest von IB und FC Hohl geplant", sagt Worst. Es wird außerdem Lesungen geben, der Garten am KIBB soll wieder belebt werden, und da die Küche dort gut ausgestattet ist, eignet sie sich hervorragend für internationale Kochabende. Auch eine syrische Nacht könnte stattfinden. Regelmäßige Treffs, nicht nur im KIBB, sondern auch auf der Hohl, am Schlossberg und "Auf der Lay" in Idar sind geplant. Die Migranten werden zudem bei Alltagsproblemen unterstützt, an Sportvereine vermittelt oder dorthin begleitet, und auch die Gesundheitsförderung ist ein wichtiges Thema. Selbstverständlich dürfen auch jüngere Migranten an dem Projekt teilnehmen. "Es wäre doch schön, wenn Großeltern zusammen mit ihren Enkeln an den gemeinsamen Aktionen teilnehmen würden", wünscht sich Stefan Worst.

    Michael Schweitzer, Leiter des Stadtjugendamts, freut sich ebenfalls, dass das Gelände wieder intensiver genutzt wird. Seit der offiziellen Schließung des Bürgerzentrums im Jahr 2014 im Rahmen des auslaufenden Projekts "Soziale Stadt" gab es im KIBB nur hin und wieder vereinzelte Veranstaltungen wie Kreativangebote für Kinder und Jugendliche.

    Am Ende der Veranstaltung hielt Prof. Dr. Franz Hamburger von der Uni Mainz ein Impulsreferat zum Thema "Von der Willkommenskultur zum Grenzlager", das bei den Besuchern sehr gut ankam. Hamburger betonte den positiven Aspekt, dass es in Rheinland-Pfalz deutlich weniger Demonstrationen gegen Flüchtlinge gebe als in anderen Bundesländern. Die Politik hätte jedoch schon früher etwas in der Flüchtlingsfrage unternehmen müssen, denn in vielen südlichen Ländern bestünden schon seit 2011 Flüchtlingslager. Langfristig werde der Staat von der Arbeitskraft der Flüchtlinge profitieren, machte der Erziehungswissenschaftler Mut. Allerdings nur, wenn die Integration gelingt und ihnen nicht bloß befristete Verträge angeboten werden.

    Damit das Projekt reibungslos funktioniert, sucht Stefan Worst noch ehrenamtliche Mitstreiter. Wer Interesse hat, sich in dem Projekt zu engagieren, wendet sich an Stefan Worst unter Tel. 06781/508 26 63 oder per E-Mail an stefan.worst@

    internationaler-bund.de

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