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  • Gemeinsame Anlaufstelle: Jugendberufsagentur startet Ende Januar

    Kreis Birkenfeld. Im Landkreis Birkenfeld sollen junge Menschen unter 25 Jahren besser durch den Dschungel der Arbeitsgesetze geführt werden. Arbeitsagentur, Jobcenter und Stadt haben zu diesem Zweck eine Jugendberufsagentur ins Leben gerufen.

    Geld von der Arbeitsagentur
    Wenn Azubis noch keine Zusage für eine Übernahme haben, sollten sie sich rechtzeitig arbeitssuchend melden. So erhalten sie bei einer Absage schneller Arbeitslosengeld.
    Foto: Patrick Seeger - dpa

    In der gemeinsamen Anlaufstelle im Jobcenter in der Hauptstraße 86 in Idar-Oberstein sollen den Betroffenen auf dem Weg in den Beruf oder in eine Ausbildung alle Hilfemöglichkeiten unter einem Dach angeboten werden. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde jetzt unterzeichnet.

    Bislang war es so, dass sich drei Behörden um die gleiche Klientel gekümmert haben. Das führte oft zu Reibungsverlusten. Deshalb sollen Jobcenter, Arbeitsagentur und Jugendamt nun enger verzahnt werden. Den Anstoß dazu gab die schwarz-rote Bundesregierung 2013 im Koalitionsvertrag. Einige Kommunen haben das Konzept bereits zuvor umgesetzt. Ein Vorreiter war Mainz, das schon 2008 eine Jugendberufsagentur gegründet hat und eine durchweg positive Bilanz zieht. Kurze Wege und Niedrigschwelligkeit hätten junge Menschen motiviert, die Angebote wahrzunehmen, heißt es. Ein ganz wichtiger Punkt: Die einzelnen Fälle konnten viel schneller bearbeitet werden als zuvor.

    Hintergrund: Das Ende der Schulzeit markiert einen Meilenstein junger Menschen auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Erstmals besteht die Freiheit, die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. Diese Unabhängigkeit kann aber auch überfordern. Insbesondere leistungsschwächere und sozial benachteiligte Jugendliche brauchen - das zeigt die Erfahrung - kontinuierliche Begleitung und Unterstützung. "Mit einer Anlaufstelle steigt die Chance, dass niemand verlorengeht", betont Hubert Paal, Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Birkenfeld. Er nennt damit auch gleich das Leitmotiv der Zusammenarbeit unter dem Dach der Jugendberufsagentur. Konkret ermöglicht diese die Abstimmung der Unterstützungsangebote zwischen den Behörden.

    Voraussetzung ist natürlich das Einverständnis des Betroffenen oder bei Minderjährigen die Erlaubnis der Eltern. Ab Ende Januar werden im Jobcenter in Idar-Oberstein - im Bedarfsfall auch in Birkenfeld - jeweils am vierten Mittwoch im Monat von 9 bis 12 Uhr gemeinsame Beratungszeiten angeboten. Oberstes Gebot ist es dabei, den jungen Menschen Orientierung zu bieten und ihnen praktisch zu helfen.

    Elmar Wagner, Leiter der Agentur für Arbeit, hat großen Respekt vor der Beratungsleistung, mit der die Betreuer ihre Schützlinge gezielter an Beruf und Arbeit heranführen wollen. "Diese Kollegen arbeiten täglich an den Gründen für Perspektivlosigkeit. Sie können besser helfen, wenn sie die Gesamtsituation der Jugendlichen ganzheitlich kennen und berücksichtigen", erklärt Wagner. Die Berufsberatung sei individuell und neutral, orientiere sich an den Neigungen und Eignungen des Jugendlichen und erfordere demnach sehr unterschiedliche Intensität.

    Landrat Matthias Schneider fügt hinzu: "Natürlich ist es die vorrangige Aufgabe der Jugendberufsagentur, den Kindern und Jugendlichen aus Familien, die von der Grundsicherung leben, Lebensalternativen und dadurch Impulse für ein selbstbestimmtes Leben zu bieten. Dies ist eine ganz wichtige Säule für den künftigen gesellschaftlichen Zusammenhalt." Schneider betont, dass die Schüler viel früher als bislang eingehend über Berufsmöglichkeiten und Entwicklungschancen im Kreis Birkenfeld informiert werden müssen, "wenn wir sie in unserer Region halten wollen". Und dieser Ansatz betreffe Schüler aus allen Einkommensschichten. Eine der großen Aufgaben der nun gegründeten Jugendberufsagentur sei es, das Netzwerk zwischen Unternehmen und Schulen zu stärken, "um einen deutlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zum Verbleib unserer Kinder in unserer Region zu gewährleisten".

    Idar-Obersteins Oberbürgermeister Frank Frühauf sieht die Einrichtung der Jugendberufsagentur ebenfalls als wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. "Wenn wir uns um jeden Jugendlichen intensiv kümmern, unterstützen wir nicht nur die individuelle berufliche Entwicklung, sondern auch das Fachkräfteangebot in unseren Betrieben." ni

    • Beratungen finden jeden vierten Mittwoch im Monat von 9 bis 12 Uhr im Jobcenter in Idar-Oberstein, Hauptstraße 86, statt, erstmals am 27. Januar.
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