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  • Freibad Arrastal: Sanierung soll im Frühjahr beginnen

    Alf. Für alle Freunde und Förderer des Freibads Arrastal war es eine höchst erfreuliche Nachricht, die Günter Kern, Staatssekretär im Mainzer Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, jüngst schriftlich mit in die Gemeindehalle von Alf brachte: 300.000 Euro an Landesmitteln sind für die Sanierung des wegen Baufälligkeit geschlossenen Bades im Förderplan reserviert und in den Haushalt eingestellt. Die Gemeinde kann nun einen vorzeitigen Baubeginn beantragen. Schon im Frühjahr sollen die ersten Arbeiten an dem ehrgeizigen Projekt beginnen. Das ist nicht zuletzt der Spenden- und Hilfsbereitschaft vieler Menschen im Arrastal-Umfeld zu verdanken.

    Freuen sich darüber, dass die Sanierung des Freibads Arrastal in Alf bald beginnen kann: (von links) Peter Mittler senior (Ortsbürgermeister), SPD-MdL Benedikt Oster, VG-Bürgermeister Karl Heinz Simon, SPD-Kreischefin Heike Raab, Marion Stone (Förderverein, Innenstaatssekretär Günter Kern und Johannes Hübinger (Förderverein und Unternehmer). Kern brachte eine feste Zusage für einen Landeszuschuss über 300 000 Euro mit. Foto: David Ditzer
    Freuen sich darüber, dass die Sanierung des Freibads Arrastal in Alf bald beginnen kann: (von links) Peter Mittler senior (Ortsbürgermeister), SPD-MdL Benedikt Oster, VG-Bürgermeister Karl Heinz Simon, SPD-Kreischefin Heike Raab, Marion Stone (Förderverein, Innenstaatssekretär Günter Kern und Johannes Hübinger (Förderverein und Unternehmer). Kern brachte eine feste Zusage für einen Landeszuschuss über 300 000 Euro mit.
    Foto: David Ditzer - David Ditzer

    Von David Ditzer

    Einen winzig kleinen Wermutstropfen sprach Staatssekretär Kern gleich zu Beginn des Treffens in Alf an: "Ich habe noch keinen Bescheid dabei, der ADD haben noch einige Unterlagen gefehlt." Sobald diese vorliegen, soll der Förderbescheid fürs Freibad Arrastal jedoch erstellt werden. In diesem Punkt hatte Karl Heinz Simon (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell, zuvor schon Beruhigendes verkündet: Am vergangenen Montag seien alle kommunalaufsichtlichen Stellungnahmen zu den von Gemeinden und der VG beabsichtigen Kostenzuschüssen an die ADD-Außenstelle in Koblenz gegangen. Sie seien allesamt positiv beschieden worden.

    Zusammen mit der Landesförderung von 300.000 Euro und weiteren gut 50 000 Euro ist der Weg zum Sanierungsbeginn im Arrastal nun so gut wie frei. 143.000 Euro an zugesagten Spenden könne der Förderverein Freibad Arrastal, der das Bad mehr als zehn Jahre lang im Auftrag der Gemeinde Alf betrieben hat, schon jetzt beisteuern, sagte Johannes Hübinger von der Zeller Weinkellerei Zimmermann-Graeff und Müller. "Und ich bin zuversichtlich, dass wir die verbliebene Lücke auch noch schließen können", betonte er. Hübinger setzt sich seit geraumer Zeit aktiv für eine Rettung des maroden Freibads am Fuße der Burg Arras ein.

    Mit seiner groß angelegten Spendenaktion sei der Förderverein auf breite Zustimmung vieler Menschen im Umfeld des Bades gestoßen - "bis hin nach Ediger-Eller", führte Hübinger aus. "Ich bin froh, dass wir heute an dieser Stelle stehen."

    Mit Blick auf die Spendenaktion unterstrich auch VG-Chef Simon: "Niemand von uns hätte einen solchen Erfolg erwartet. Aber das zeigt, dass die Bevölkerung dahintersteht." Man habe in den vergangenen 15, 16 Jahren viele, viele Anläufe unternommen, eine Sanierung des Freibads aus dem Jahr 1981 hinzubekommen. Doch es sei nie gelungen, die Finanzierung des kommunalen Eigenanteils zu bewerkstelligen. "Und auch dieses Mal sind nicht alle Ortsgemeinden mit ins Boot gestiegen." Umso höher einzuschätzen ist die Hilfe derjenigen, die diesen Schritt gingen und sich für eine Rettung des Freibads Arrastal einsetzen. Auf diese Gemeinschaft der Willigen, allen voran des gut 200 Mitglieder starken Fördervereins verwies auch Innenstaatssekretär Kern. Dass sie das Bad erhalten wolle, sei wichtig und unter anderem deshalb sei die Bitte aus Alf um Landeshilfe bei Innenminister Roger Lewentz auf offene Ohren gestoßen. Eine weitere Fürsprecherin hatte das Freibad Arrastal in der SPD-Staatssekretärin Heike Raab. Sie sagte, sie habe sich gemeinsamen mit der Ortsgemeinde und dem Förderverein seit vielen Jahren gemeinsam für eine Zukunft des Bades engagiert. Ganz zufällig gewählt war der Termin für Kerns Besuch in Alf aber wohl auch nicht. Zuvor hatte er schon die seit Langem sanierte Kreisstraße 22 zwischen Brauheck und dem Golfresort Ediger-Eller für den Verkehr freigegeben. Vom Land kräftig bezuschusste Wohltaten lassen sich in Wahlkampfzeiten eben auch gut verkaufen.

    Wie dem auch sei. Freunde des Freibads Arrastal können nun konkret dem Termin für den ersten Spatenstich zur Sanierung entgegenfiebern. Im Frühjahr soll er schon erfolgen, so VG-Chef Simon. "Ziel ist, das Bad zu Beginn der Saison 2017 wieder zu eröffnen." Danach geht die Sanierung in Etappen weiter.

    Ein ziemlich gewaltiges Zahlenwerk

    Insgesamt 1,04 Millionen Euro sollte die Sanierung des Freibads Arrastal nach einem fünftstufigen Konzept ursprünglich verschlingen. Heißt: Es waren 690 000 Euro ungedeckt. Diese sollten je zu einem Drittel von der VG Zell, der Ortsgemeinde Alf sowie den umliegenden Moselgemeinden (Bullay, Briedel, Neef, Pünderich, St. Aldegund, Stadt Zell) getragen werden. Die Gemeinderäte in Pünderich und Briedel allerdings lehnten die von ihnen gewünschten Einmalzuschüsse (je 23 000 Euro) genauso ab wie der Zeller Stadtrat den seinen (46 000 Euro). Der Gemeinderat Bullay bewilligte anstelle der veranschlagten 92 000 immerhin 60 000 Euro. Unterm Strich blieb eine Finanzierungslücke von ursprünglich 124 000 Euro. Diese vermag der Förderverein Freibad Arrastal schon jetzt über Spenden zu schließen. Allerdings hatte sich zwischenzeitlich noch ein weiteres Finanzloch von circa 90 000 Euro ergeben. Grund: In der Entwurfsplanung waren Kosten für ein Kinderplanschbecken zwar von der Technik her berücksichtigt, aber nicht von der Bauausführung. Von diesem unerwartet aufgetretenen Loch hat der Förderverein auch schon 18 000 Euro zusammen, er wirb um weitere Spenden und Zuschüsse. dad

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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