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  • Wahlanalyse SPD-Mann dominiert in allen Orten

    Wahlanlyse auf dem Maifeld: Mumm war ein starker Gegner

    Maifeld. Am Ende war das Ergebnis deutlicher als von vielen im Vorfeld erwartet: Mit 87,6 Prozent der Stimmen konnte sich Amtsinhaber Maximilian Mumm (SPD) am Sonntag bei der Wahl des Bürgermeisters der Verbandgemeinde klar gegen seine Mitbewerber durchsetzen. Allerdings schwankten die Zahlen der drei Kandidaten von Ort zu Ort.

    Die drei Kandidaten verfolgten das Eintreffen der Zahlen im Rathaus.
    Die drei Kandidaten verfolgten das Eintreffen der Zahlen im Rathaus.

    Sein bestes Ergebnis konnte Mumm im Münstermaifelder Stadtteil Keldung einfahren: Hier kam der Sozialdemokrat auf 95,9 Prozent. In Einig erreichte der Münstermaifelder 94,4 Prozent, in Welling 93,5 Prozent. Auch in Gappenach und einem Münstermaifelder Wahllokal lief es für den 50-Jährigen überdurchschnittlich gut mit Ergebnissen von mehr als 90 Prozent. In Metternich, Kollig und Kalt war die Zustimmung für den Amtsinhaber dagegen geringer. Dort kam er jeweils auf weniger als 84 Prozent. In Gierschnach konnte er nur 80,7 Prozent für sich verbuchen. Sein schlechtes Ergebnis fuhr Mumm in Küttig (78,2 Prozent) ein. „Ich hatte mir gewünscht, schon im ersten Wahlgang auf mehr als 50 Prozent zu kommen. Dass die Zahlen aber so gut sein würden, hätte ich nicht gedacht“, sagte der Amtsinhaber im RZ-Gespräch. Mit viel Freude nehme er das Ergebnis zur Kenntnis. „Das ist für mich eine große Vertrauensbasis. Dafür geht ein Dank an meine Wähler.“ Zum Vergleich: Bei der Wahl im Juni 2009 hatte Mumm mit 56,8 Prozent gegen Amtsinhaberin Anette Moesta (CDU) gewonnen.

    Ernüchterung dagegen bei Klaus Meurer (55) von den Grünen, der es insgesamt nur auf 7,3 Prozent schaffte und damit hinter den eigenen Erwartungen blieb. Überdurchschnitt gut schnitt er in seinem Heimatort Küttig mit 15,4 Prozent ab. Auch in Naunheim, Kalt, Kollig und einem Wahllokal in der Münstermaifelder Innenstadt konnte er Werte im zweistelligen Bereich erzielen. Sein schlechtes Ergebnis fuhr der Grüne dagegen in Welling ein. Dort landete er mit lediglich 2,8 Prozent sogar hinter dem parteilosen Kandidaten Horst Mahncke. Auch in Keldung, Einig, Pillig und Lasserg hatte Meurer einen schlechten Stand. Dort blieb sein Ergebnis ebenfalls unter 5 Prozent. „Wir sind eine eher kleine Partei“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Dennoch hätte er sich insgesamt ein zweistelliges Ergebnis gewünscht. „Wir werden unsere Ideen jetzt weiterhin im Verbandsgemeinderat einbringen“, kündigte er an.

    Horst Mahncke (61), der über die offene Liste der Wählerinitiative „Ich tu's“ angetreten war, erzielte insgesamt 5,1 Prozent – schlechter als 2009, als er erstmals für das Bürgermeisteramt kandidiert hatte und auf 8,2 Prozent gekommen war. „Ich bin nicht enttäuscht, dass ich dieses Mal schlechter abgeschnitten habe“, sagte der Parteilose gegenüber der RZ. Maximilian Mumm sei ein starker Gegner gewesen. Am besten lief es für den Fluglehrer in Gierschnach, wo er 13,3 Prozent holte. Dabei handelte es sich um den einzigen Ort mit einem zweistelligen Ergebnis. Auch in Pillig, wo Mahncke seinen Wohnsitz hat, sowie in Lasserg und Metternich konnte er überdurchschnittlich viele Kreuze einsammeln. Am wenigsten Zustimmung fand Mahncke in Keldung und Einig. Dort konnte er jeweils nur eine Stimme für sich verbuchen.

    Unter den Erwartungen blieb die Wahlbeteiligung. Nur 37,4 Prozent der Wahlberechtigten machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Enttäuscht war Mahncke auch darüber, dass es nur 87 ungültige Stimmzettel gab. Er hatte dafür geworben, dass Maifelder, die keinen der Kandidaten wählen möchten, ihren Unmut auf diesem Weg kundtun.

    Die zweite Amtszeit von Maximilian Mumm beginnt am 1. Oktober. Sie dauert dann erneut acht Jahre.

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    RZ-Kommentar: Mitbewerber konnten nicht überzeugen

    Dass Maximilian Mumm wiedergewählt werden würde, daran hatten im Vorfeld die meisten Maifelder keinen Zweifel. Dass er seine Konkurrenten so deutlich hinter sich lassen konnte, zeigt allerdings, dass seine Beliebtheit noch größer ist, als es viele eingeschätzt hatten.

    Zum Traumergebnis beigetragen hat sicher die Tatsache, dass die CDU keinen eigenen Kandidaten aufgestellt hatte, denn die Christdemokraten fahren traditionell auf dem Maifeld gute Ergebnisse ein. Doch vermutlich hatte die Maifelder Union schon geahnt, dass ein Sieg gegen Mumm zur großen Herausforderung werden würde. Der Amtsinhaber, der auf Plakaten und Broschüren offenbar bewusst auf das SPD-Logo verzichtet hatte, konnte so auch die Stimmen der konservativen Wähler abgreifen.

    Grünen-Kandidat Klaus Meurer und der parteilose Horst Mahncke taten sich dagegen schwer, die Maifelder zu überzeugen, dass sie die bessere Alternative sind. Die Person Mumms hatte für die beiden Mitbewerber nur wenig Angriffsfläche geboten. Darüber hinaus konnten das Plädoyer Meurers nach mehr Bürgerbeteiligung und die Forderungen von Mahncke nach mehr Transparenz und Basisdemokratie offenbar nur bei wenigen Wählern punkten.

    Mumm hat nun wieder acht Jahre Zeit zu beweisen, dass das große Vertrauen gerechtfertigt ist. Dabei darf er sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, wenn er auch nach 2025 im Amt bleiben will.

    Kontakt per E-Mail: anne.fuhrmann@rhein-zeitung.net

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