40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mayen/Andernach
  • » Stadtsanierung in Polch und Münstermaifeld: Bald sollen Grundstückseigentümer zahlen
  • Ausgleichsbeiträge Bescheide gehen in Polch und Münstermaifeld an Grundstückseigentümer

    Stadtsanierung in Polch und Münstermaifeld: Bald sollen Grundstückseigentümer zahlen

    Polch/Münstermaifeld. Vor ziemlich genau drei Jahren wurde die Stadtsanierung in Polch und Münstermaifeld abgeschlossen. Damals wurden die entsprechenden Satzungen aufgehoben. Nun kommen auf die betroffenen Grundstückseigentümer schon bald Kosten zu, denn es werden Ausgleichsbeiträge erhoben. Um das Prozedere abzuwickeln, hat der Verbandsgemeinderat Maifeld in seiner jüngsten Sitzung dem Hinzuziehen einer Fachfirma zugestimmt. Die Rhein-Zeitung beantwortet die sieben wichtigsten Fragen zum Thema:

    Mehr als 50 Maßnahmen umfasste die Stadtsanierung in Polch. Zum Beispiel wurde die Kirchstraße dabei aufgewertet. Nun sollen die betroffenen Grundstückseigentümer Ausgleichsbeiträge zahlen. Die Bescheide sind derzeit in Arbeit​. Foto: Heinz Israel<br>
    Mehr als 50 Maßnahmen umfasste die Stadtsanierung in Polch. Zum Beispiel wurde die Kirchstraße dabei aufgewertet. Nun sollen die betroffenen Grundstückseigentümer Ausgleichsbeiträge zahlen. Die Bescheide sind derzeit in Arbeit​.
    Foto: Heinz Israel

    1 Worum ging es bei der Sanierung? Die Städte Münstermaifeld und Polch haben in den Jahren 1986 und 1989 mit den Verfahren begonnen, um öffentliche und private Modernisierungsmaßnahmen umsetzen zu können und dafür auch Fördermittel zu erhalten. Sie sollten zu einer „wesentlichen strukturellen und ortsbildprägenden Veränderung der beiden Städte beitragen“, heißt es. Bis zum Abschluss der Sanierung im April 2014 wurden insgesamt rund 20 Millionen Euro in die Kernbereiche investiert. In Polch wurden neben sonstigen Modernisierungen während der Laufzeit von mehr als 25 Jahren zum Beispiel Straßen ausgebaut, öffentliche Bereiche wie der Hans-Baulig-Platz und der Marktplatz gestaltet sowie einige Parkflächen hergestellt. Insgesamt wurden dort mehr als 50 Maßnahmen realisiert. Auch in Münstermaifeld wurden in 28 Jahren etliche Gebäude, Plätze und Straßen auf Vordermann gebracht – zum Beispiel wurden Herren- und Stiftsstraße ausgebaut und der Münsterplatz neu gestaltet.

    2 Wer soll die Ausgleichsbeiträge zahlen? Zur Kasse gebeten werden alle Anlieger in den beiden Sanierungsgebieten, erklärt Helmut Führ, Büroleiter der Verwaltung der Verbandsgemeinde. Dabei handelt es sich um etwa 900 Grundstückseigentümer. In Polch umfasst das Gebiet einen 13 Hektar großen Bereich zwischen Bahnhof-, Laßport-, Vormay- und St.-Georgenstraße. In Münstermaifeld sind die Eigentümer im Sanierungsgebiet in der südwestlichen Altstadt betroffen.

    3 Warum sind diese Zahlungen denn überhaupt zu leisten? „Dazu besteht in Rheinland-Pfalz eine gesetzliche Verpflichtung. Es gibt keinen politischen Spielraum“, erläutert Rainer Ring, zuständiger Sachbearbeiter bei der Maifelder Verwaltung. Das Gesetz sieht vor, dass die Eigentümer im Sanierungsgebiet einen Ausgleichsbeitrag in Form von Geld entrichten, weil sich durch die Wirkung der Maßnahmen der Bodenwert ihres Grundstücks erhöht hat. „Für die Beitragspflichtigen ist ein Gegenwert entstanden“, fasst Ring zusammen. Und die meisten Straßen seien auch jetzt – einige Jahre nach den Arbeiten – noch in einem guten Zustand.

    4 Auf welche Summen müssen sich die Grundstückseigentümer einstellen? Dazu kann die Verwaltung noch keine genauen Angaben machen. Allerdings erklärt Ring: „Die Eigentümer zahlen heute weniger, als sie damals für gewöhnliche Straßenausbaubeiträge bezahlt hätten.“ Zeitabschläge werden berücksichtigt. Und weil sich in den Gebieten vor allem kleinere Grundstücke befinden, wird die Summe für den einzelnen Anlieger nach seiner Einschätzung nicht allzu hoch ausfallen.

    5 Wie werden die Kosten ermittelt? Die Beträge sollen der Wertsteigerung der Grundstücke entsprechen. Deren Höhe wird auf der Grundlage von Gutachten des Vermessungs- und Katasteramtes ermittelt. Das für Polch liegt bereits vor, das für Münstermaifeld soll bis Monatsende fertig werden. Angewendet wird ein komplexes Verfahren mit 48 Rechenoperationen, sagt Ring. Um die Beiträge gerecht zu ermitteln, werden die Sanierungsgebiete in viele Zonen unterteilt. In Polch gibt es davon 25.

    6 Für wann muss mit den Bescheiden gerechnet werden? Wegen des großen Arbeitsaufwands werden zunächst nur die Bescheide für Polch erstellt. Das kann bis zum Jahresende dauern. Zwei Monate früher erhalten die Beitragspflichtigen eine Vorinformation. „Durch diesen Schritt können mögliche Fehler und Fragen geklärt werden“, sagt Ring. Die Bescheide für die Eigentümer in Münstermaifeld will die Verbandsgemeinde erst 2018 erlassen.

    7 Wie erhalten die Betroffenen zusätzliche Infos zum Thema? Geplant sind Einwohnerversammlungen in den beiden Städten. Die Infoveranstaltung in Polch wird ungefähr im Sommer stattfinden, kündigt Helmut Führ an.

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    Anzeige
    x
    x
    Top Angebote auf einen Klick
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    Mayen: 725 Jahre Stadt
    epaper-startseite
    Rhein-Zeitung Mayen/Andernach bei Facebook
    Regionalwetter
    Sonntag

    17°C - 30°C
    Montag

    17°C - 32°C
    Dienstag

    15°C - 27°C
    Mittwoch

    13°C - 24°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige