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  • Initiative gibt nach zehn Jahren den Kampf um die Bahntrasse zwischen Ochtendung und Bassenheim auf

    Ochtendung/Bassenheim - Zehn Jahren lang hat der Verein gekämpft, nun gibt er auf: In der Auseinandersetzung um den Erhalt der Trasse zwischen Ochtendung und Bassenheim hat die Bahninitiative Koblenz-Ochtendung (Biko) jetzt ihre Klage gegen die Freigabe der Eisenbahnstrecke zurückgezogen.

    Die Natur hat sich die Gleise am Ochtendunger Bahnhof zurückerobert. Die Biko will von dort nach Bassenheim wieder Züge rollen sehen. Ihre Klage gegen die Entwidmung der Strecke hat sie nun zurückgezogen.
    Die Natur hat sich die Gleise am Ochtendunger Bahnhof zurückerobert. Die Biko will von dort nach Bassenheim wieder Züge rollen sehen. Ihre Klage gegen die Entwidmung der Strecke hat sie nun zurückgezogen.
    Foto: Heinz Israel

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    Zuvor war dem Verein die Klagebefugnis abgesprochen worden. Nun ist der Weg frei, um den Maifelder Radwanderweg zu verlängern.

    Nicht lange dauerte die Sitzung der Ersten Kammer des Koblenzer Verwaltungsgerichts. Schon zu Beginn äußerte Klaus Meier, der Vorsitzende Richter, Bedenken an der Zulässigkeit der Klage. Eine Befugnis sei notwendig. "Diese sehen wir als Gericht aber derzeit nicht." Es sei nicht erkennbar, dass Vereinsrechte durch die Entwidmung verletzt würden. Daher werde es zu keinem Urteil kommen. Diese Auffassung wurde von Vertretern des Eisenbahn-Bundesamts und der DB Netz AG geteilt. Der Verein verfüge mangels Betroffenheit über keine juristische Handhabe .

    Nach Ansicht von Alfons Patrick Simmer, der als Zweiter Vorsitzender den Verein vertrat, berührt die Entwidmung die Biko sehr wohl. "Wir sehen uns als unmittelbar betroffen an, weil wir uns für den Erhalt einsetzen", sagte er. Der Verein habe beabsichtigt, den Bahnbetrieb in die eigenen Hände zu nehmen. "Aber die Zeit hat gegen uns gespielt." Im September 2013 hatte das Eisenbahn-Bundesamt verkündet, die Trasse zwischen Ochtendung und Bassenheim sowie alle Grundstücke nebst Bauwerken an der Strecke zwischen Koblenz-Lützel und Mayen Ost von Bahnbetriebszwecken freizustellen. Dagegen legte der Verein im November Widerspruch ein, der zurückgewiesen wurde. Um den Abbau der Gleise zwischen Ochtendung und Bassenheim zu verhindern, entschied sich der Verein zur Klage. Er argumentiert, dass sich die Strecke wirtschaftlich betreiben ließe und dass ein Bahnbetrieb zu realisieren sei. Das Eisenbahn-Bundesamt hingegen verneint den Bedarf.

    Der Verein habe sich schon im Vorfeld wenig Hoffnung auf Erfolg vor Gericht gemacht, räumte Simmer im Gespräch mit der RZ ein. Um weitere Prozesskosten zu vermeiden, habe man die Klage zurückgezogen. Die Biko habe aber rechtliche Schritte nicht unversucht lassen wollen und es als Bürgerpflicht angesehen, sich gegen den Freistellungsbescheid zu wehren. Simmer kritisierte, dass der Entschluss des Bundesamts nicht logisch sei, da die Trasse zwischen Bassenheim und Lützel weiterhin Bestand habe.

    Für die Verbandsgemeinden Maifeld und Weißenthurm ist die Einstellung des Verfahrens eine gute Nachricht. Sie wollen mit den Ortsgemeinden Ochtendung und Bassenheim den Radwanderweg Maifeld um etwa 6,1 Kilometer bis zur Kreisstraße 66 kurz vor dem Bahnhof Bassenheim verlängern. "Wir sind froh, dass jetzt endlich ein Schlussstrich gezogen ist", sagte Georg Hollmann, Bürgermeister der VG Weißenthurm. Freude herrscht auch beim Maifelder Amtskollegen Maximilian Mumm: "Die Einstellung des Verfahrens bestätigt uns. Jetzt können wir bauen." Wie beide erläuterten, beginnen nun die Vorbereitungen für den Bau. Er soll nach einer mehrere Jahre alten Planung rund 1,6 Millionen Euro kosten und zu voraussichtlich 80 Prozent gefördert werden.

    VG Weißenthurm will den Radwegbau zwischen Bassenheim und Ochtendung selbst aufgleisen
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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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