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    MayenFledermäuse huschten auf dem Mayener Grubenfeld über Köpfe hinweg

    Rund 400 Naturfreunde kamen zur Fledermausnacht, der sogenannten Batnight, auf das Mayener Grubenfeld.

    So nah kommt man den Fledermäusen sonst nie. Bei der Batnight im Mayener Grubenfeld konnten Jung und Alt den Tieren sozusagen in die Augen schauen.
    So nah kommt man den Fledermäusen sonst nie. Bei der Batnight im Mayener Grubenfeld konnten Jung und Alt den Tieren sozusagen in die Augen schauen.
    Foto: Katrin Weber

    Der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (Nabu) und die Stadt Mayen hatten zu einem erlebnisreichen und informativen Abend rund um die auf dem Grubenfeld beheimateten Fledermausarten geladen. Mit vielen Informationen und Attraktionen rund um die fliegenden Säugetiere brachten die Organisatoren Groß und Klein die Lebensweise dieser speziellen Tierart näher.

    Höhepunkt war die Wanderung zum Bierkeller bei einsetzender Dämmerung, um den Fledermäusen ganz nah sein zu können. Zuvor waren die Besucher durch Vorträge auf die Gegebenheiten des Grubenfeldes und die dort lebenden 16 Fledermausarten vorbereitet worden.

    Viel Geld ist in den letzten Jahren in den Erhalt ihres Lebensraumes geflossen. Ein Einsatz, der sich gelohnt hat, denn das Grubenfeld ist "ein Fledermauslebensraum von europäischer Bedeutung", erklärte Andreas Kiefer vom Nabu Rheinland-Pfalz in seinem Fachvortrag.

    Ab Juni diene der Stollen als Partnerbörse, im Winter sei der Bierkeller eine optimale Herberge zum Überwintern, so der Fachmann. "Fledermausmütter kommen mit ihren Jungen und zeigen ihnen schon früh: Hier kann du optimal überwintern", berichtet er. Eine eingebaute Lichtschranke am Eingang des Bierkellers beweist, dass dort rund 15 000 Fledermäuse ihr Quartier beziehen. Der Einzugsbereich der verschiedenen Arten belaufe sich auf rund 300 Kilometer, so Kiefer weiter. In allen 17 Stollen, die dem Grubenfeld angehören, vermutet der Fachmann rund 50 000 Fledermäuse.

    Um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, diesen Minivampiren ganz nah zu sein, ging es in den Bierkeller. Mit einem Ultraschalldetektor konnte Kiefer bereits die Geräusche der lautlosen Tiere einfangen. Dann konnten die Besucher auf einer Videoleinwand das Ein- und Ausfliegen der verschiedensten Arten verfolgen. Hin und wieder flog auch die ein oder andere Fledermaus über ihre Köpfe hinweg. Andreas Kiefer und sein Team ließen die Gäste per Videokamera an ihrer Arbeit teilhaben. Zuvor eingefangene Fledermäuse wurden in der Art bestimmt, sowie gewogen und vermessen und im Anschluss beringt. Dann erst gingen Mitarbeiter mit den kleinen Säugetieren in der Hand durch die Reihen der Besucher. Jeder bekam die Chance, zum Beispiel ein Mausohr aus nächster Nähe zu betrachten und vorsichtig zu berühren. Nicht nur für die kleinen Gäste ein beeindruckendes Erlebnis.

    Schacht erstmals offen

    Am vergangenen Samstag war der neu sanierte "Schacht 700" zum ersten Mal für Besucher geöffnet. Der Schieferstollen, der über eine große Treppe erreicht werden kann, soll den Gästen das Untertagegefühl näher bringen. Auf Informationstafeln wird gleichzeitig viel Wissenswertes über Fledermäuse gezeigt und mit einigen hartnäckigen Gerüchten aufgeräumt. kw

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