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    Andernach/KoblenzAngeklagter ist wegen Nötigung bereits vorbestraft

    Der wegen Brandstiftung im Schwesternwohnheim der Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) angeklagte Andernacher ist bereits vorbestraft. Die Vorsitzende Richterin Monika Fay-Thiemann verlas am Montag, 22. Montag, im Landgericht Koblenz den Registereintrag.

    Von unserer Mitarbeiterin Yvonne Stock

    Demnach war der Angeklagte im Februar 2009 wegen eines plötzlichen Einscherens einer Autofahrerin auf seine Spur so erbost, dass er diese unter Einsatz seiner Lichthupe verfolgte. Als die Frau später anhalten musste, habe er die Fahrertür aufgerissen und ihr zweimal ohne Grund ins Gesicht geschlagen. Er wurde unter anderem wegen Nötigung und Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt.

    Der angeklagte 59-Jährige, der in Turnschuhen, Trainingshose und T-Shirt erschienen war, wollte auch an diesem Prozesstag keine Angaben zu seiner Person und seinem Leben machen. Bekannt ist deshalb nur, dass er ein ehemaliger Mitarbeiter des Nette-Guts der RMF ist und er wegen seiner Frühpensionierung seine Wohnung in dem Wohnheim verlieren sollte. Im Februar dieses Jahres soll er im Keller des Gebäudes mit 59 Appartements eine Schaumstoffmatratze angezündet haben. Bei dem anschließenden Feuer waren vier Personen verletzt worden.

    Es gibt eine Videoaufzeichnung von der Stelle vor dem Fahrstuhl, auf der der Angeklagte zweimal zu sehen ist. Auf Basis dessen hatte der Verteidiger des Angeklagten ein Gutachten von einem Sachverständigen beantragt. Das sollte seiner Meinung nach zeigen, dass es seinem Mandanten rein zeitlich nicht möglich gewesen war, in 60 Sekunden vom Fahrstuhl eine Treppe runter in den Keller zu laufen, eine schwer entflammbare Matratze in Brand zu setzen und wieder zurückzulaufen. Diesen Beweisantrag lehnte die Strafkammer ab, teilte die Vorsitzende Richterin Fay-Thiemann mit. Der Sachverstand der Kammer reiche aus, um zu wissen, dass mithilfe von Ottokraftstoff ein Entzünden in der Zeit sehr wohl möglich gewesen sei. Dass dieser Brandbeschleuniger verwendet wurde, hatte ein Gutachten von Stoffresten vom Tatort ergeben. Die Vorsitzende Richterin teilte zudem mit, dass statt des Anklagevorwurfs der "versuchten besonders schweren Brandstiftung" auch der der "vollendeten schweren Brandstiftung" in Betracht kommen könnte. Weil die Akten von zwei weiteren Bränden am 25. August dieses Jahres im Flur des Klinikgebäudes und am 12. September im Aufzug in der RMF mit zu den Prozessakten genommen werden, die zwei Anwälte des Angeklagten diese aber erst noch lesen müssen, wurde der Prozess auf Montag, 29. September, vertagt. Für den Tag kündigte Fay-Thiemann das Urteil an.

    Brand in der Andernacher Rhein-Mosel-FachklinikPfleger rettet Patienten: Brand in der Rhein-Mosel-FachklinikGericht: Urteil zu Brandstiftung in Andernacher WohnheimNach Feuer in Andernacher Wohnheim Haft für Ex-MitarbeiterUrteil verschoben: Legte 59-Jähriger den Brand in der Andernacher Rhein-Mosel-Fachklinik?weitere Links
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