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  • VG Weißenthurm will zentrale Unterkünfte intensiver betreuen

    VG Weißenthurm. Auch wenn die Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm weiter an der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen festhalten will, hat sich aufgrund der vielen allein reisenden Männer die Notwendigkeit ergeben, auch größere Unterkünfte anzumieten. Neben der schon länger bestehenden Gemeinschaftsunterkunft in Weißenthurm (54 Plätze) und der ab April belegten Unterkunft im Bassenheimer Gewerbegebiet (47 Plätze) wird ab Ende März/Anfang April auch eine Unterkunft im ehemaligen Hotel "Zur Traube" in Kaltenengers (35 Plätze) eröffnet. Die zentralen Unterkünfte sollen nun noch intensiver betreut werden. Ein entsprechendes Konzept segnete der VG-Rat bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig ab.

    Im ehemaligen Hotel "Zur Traube" in Kaltenengers sollen bald Flüchtlinge untergebracht werden. Dort ist Platz für insgesamt 35 Personen. Der Zuzug soll nach und nach erfolgen. In dem Haus wird es laut VG-Informationen zwei Wohnungen für Familien und noch zehn Zimmer für Einzelpersonen/Familien geben.
    Im ehemaligen Hotel "Zur Traube" in Kaltenengers sollen bald Flüchtlinge untergebracht werden. Dort ist Platz für insgesamt 35 Personen. Der Zuzug soll nach und nach erfolgen. In dem Haus wird es laut VG-Informationen zwei Wohnungen für Familien und noch zehn Zimmer für Einzelpersonen/Familien geben.
    Foto: Sascha Ditscher

    Das Konzept der Verbandsgemeinde sieht wie folgt aus:

    Jede Unterkunft wird durch einen Sozialarbeiter betreut, der den Bewohnern an drei Tagen pro Woche als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Die drei Sozialarbeiter (zusammen 1,5 Stellen) stellt die Initiative offene Jugendarbeit Mülheim-Kärlich. Der Verein erhält hierfür einen Zuschuss von 57 000 Euro pro Jahr durch die VG. Hinzu kommt ein Zuschuss der "Aktion Mensch" in Höhe von jährlich 25 000 Euro.

    In allen Unterkünften sollen täglich Hausleiter als dauerhafte Ansprechpartner präsent sein, die auch auf die Einhaltung der Hausordnung achten. Die Mitarbeiter sollen werktags je sieben und an Wochenendtagen je drei Stunden anwesend sein. Die bis zu 3,0 Stellen werden ebenfalls von der Initiative offene Jugendarbeit Mülheim-Kärlich gestellt. Die VG bezahlt hierfür einen Zuschuss von 145 000 Euro pro Jahr.

    Zusätzlich will die VG einen externen Dienstleister beauftragen, der die Einrichtungen nachts betreut. Vorgesehen ist eine Betreuungszeit von insgesamt sieben Stunden pro Nacht - zwei Stunden in Bassenheim, eine Stunde in Weißenthurm und zwei Stunden in Kaltenengers. Hinzu kommen soll ein Streifendienst, der zwei Stunden im Einsatz sein soll. Kosten hierfür: 67 500 Euro pro Jahr. "Wir können das, wenn es notwendig ist, auch hochfahren", so VG-Bürgermeister Georg Hollman bei der VG-Ratssitzung.

    Die Kosten für das Konzept betragen demnach 269 500 Euro pro Jahr. Die 57 000 Euro für die Sozialarbeiterstellen waren bereits in den VG-Haushalt eingestellt worden. Hollmann geht davon aus, dass die restlichen 212 500 Euro durch "zusätzliche Einnahmen" aus den Zuweisungen von Landes- und Bundesmitteln annähernd refinanziert werden können. Hintergrund: Die VG erhält vom Kreis für jeden Asylbewerber monatlich 100 Euro aus einer Pauschale, die der Landkreis nach Landesaufnahmegesetz bekommt.

    "Wir wollen der Bevölkerung mit dem Konzept auch signalisieren: Hier wird etwas getan", erklärte Bürgermeister Georg Hollmann - wohl auch vor dem Hintergrund von Ängsten, die von Bassenheimer Bürgern in Zusammenhang mit der dortigen Unterkunft geäußert wurden (die RZ berichtete). Die Fraktionssprecher der im VG-Rat sitzenden Parteien unterstützten das von der Verwaltung vorgelegte Konzept ausnahmslos. Manfred Bretz von der CDU betonte: "Die nächtliche Präsenz ist für uns wichtig." Karl Mannheim von der FWG sagte, dass es wichtig sei, "dass für Sicherheit gesorgt ist" - sowohl für die Bewohner als auch für die Bürger. Einig war man sich, dass es unerlässlich sei, den Flüchtlingen die Möglichkeit zu geben, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Das unterstrich auch Georg Hollmann, der abschließend noch mal anmerkte: "Wir müssen daher nicht nur Sprachkurse anbieten, sondern auch Integrationskurse." Volker Schmidt

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