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    Koblenz/UrmitzVergewaltigung Gericht Prozess Koblenz

    Eine äußerst brutale Vergewaltigung wirft Oberstaatsanwalt Gebhard Weber einer 39-jährigen Frau und einem 38-jährigen Mann vor. Das Verbrechen an einer jungen Frau ereignete sich laut Anklage in der Nacht zum 26. Januar in Urmitz. Demnach hatten die beiden ihr späteres Opfer am Abend des 25. Januar zunächst in einer Koblenzer Gaststätte getroffen. Später luden sie die Frau in eine Urmitzer Wohnung ein, noch etwas zu trinken. Die Frau willigte ein.

    Koblenz/Urmitz - Eine äußerst brutale Vergewaltigung wirft Oberstaatsanwalt Gebhard Weber einer 39-jährigen Frau und einem 38-jährigen Mann vor. Das Verbrechen an einer jungen Frau ereignete sich laut Anklage in der Nacht zum 26. Januar in Urmitz. Demnach hatten die beiden ihr späteres Opfer am Abend des 25. Januar zunächst in einer Koblenzer Gaststätte getroffen. Später luden sie die Frau in eine Urmitzer Wohnung ein, noch etwas zu trinken. Die Frau willigte ein.
    Als sie in der Nacht wieder nach Hause wollte, ließen die Angeklagten sie nicht gehen. Die 39-Jährige umfasste sie am Hals, und der 38-Jährige schlug sie auf den Kopf. Sie forderten sexuelle Handlungen. Die Frau lag schließlich entkleidet am Boden, ihr T-Shirt war zerrissen, und sie wurde vergewaltigt.
    Dann, so lautet die Anklage weiter, zog sie der mutmaßliche Täter an gefesselten Händen in ein anderes Zimmer. Es folgten widerliche sexuelle Handlungen. Der Angeklagte soll zu ihr gesagt haben: „Je mehr du dich wehrst, desto länger wird es dauern.“
    Danach sollen die Angeklagten überlegt haben, dass man das Opfer nicht laufen lassen könne, weil es sie verraten würde. Die Frau versprach, nichts zu erzählen. Schließlich schlief sie vor Erschöpfung ein. Am anderen Morgen brachten die beiden sie nach Hause. Sie trug durch die Vergewaltigung erhebliche Verletzungen, vor allem im Intimbereich, davon.
    Vor Verhandlungsbeginn fand ein halbstündiges Gespräch aller Prozessbeteiligen statt. Dabei verpflichteten sich die Angeklagten, ein Schmerzensgeld in Höhe von 5000 Euro an die Geschädigte zu zahlen. Jeweils 1500 Euro zahlten sie gleich an die Vertreterin des Opfers.
    Für eine Verurteilung steht die Anwendung des strafmildernden Paragrafen 21 im Raum. Deshalb könnte für den Angeklagten eine Strafuntergrenze von vier Jahren und drei Monaten und für die Frau eine Untergrenze von drei Jahren und neun Monaten in Betracht kommen. Trotz der Schmerzensgeldzahlung und der möglichen Anwendung des Paragrafen 21 sah der Oberstaatsanwalt keinen Raum, die Tat als „minderschweren Fall“ zu werten – dafür sei sie zu unappetitlich und brutal gewesen. Die Angeklagten und ihre Verteidiger sollten sich darauf im weiteren Prozessverlauf einstellen.
    Der Angeklagte erklärte, sich zu dem Geschehen äußern zu wollen. Der Verteidiger der Frau gab hierzu keine Erklärung ab. Auf Antrag der Verteidigerin des 38-Jährigen wurde die Öffentlichkeit bei seiner Aussage ausgeschlossen. Begründung: Gepflogenheiten aus dem Sexualbereich des Mannes könnten zur Sprache kommen und seien nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Der Prozess wird am 10. Mai vor dem Landgericht fortgesetzt.

    Von unserer Mitarbeiterin Renate Holbach

    Koblenz
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