40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Neue Synagoge in Koblenz: Projekt nimmt Konturen an
  • Neue Synagoge in Koblenz: Projekt nimmt Konturen an

    Koblenz. Noch im Januar könnten entscheidende Etappen auf dem Weg zum Bau einer neuen Synagoge in der Weißer Gasse gemeistert werden. In Mainz stehen wichtige Gespräche über die Zuschüsse bevor. Und auch seitens der Stadt wird Geld fließen.

    Die Standortfrage ist entschieden: Die neue Synagoge soll auf dem großen Rasendreieck in der Weißer Gasse gebaut werden.
    Die Standortfrage ist entschieden: Die neue Synagoge soll auf dem großen Rasendreieck in der Weißer Gasse gebaut werden.
    Foto: Reinhard Kallenbach

    Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

    Im nicht öffentlichen Teil seiner letzten Sitzung vor den Weihnachtsferien hat sich der Rat mit großer Mehrheit nicht nur für eine Bezuschussung des Projektes ausgesprochen, sondern auch konkrete Zahlen genannt. Wie Joachim Hofmann-Göttig im Telefonat mit unserer Zeitung erklärte, ist die Entscheidung wiederum Grundlage für weitere Berechnungen auf Landesebene. Vor diesem Hintergrund möchte der Oberbürgermeister die Höhe des städtischen Zuschusses noch nicht nennen.

    Endgültig gelöst ist dagegen bereits die Standortfrage. Hofmann-Göttig weist darauf hin, dass die Stadt der Jüdischen Kultusgemeinde ursprünglich zehn mögliche Standorte für einen Neubau genannt hatte, wobei das Areal in der Weißer Gasse am Ende eindeutiger Favorit war. "Das Grundstück kann bebaut werden", so der Stadtchef wörtlich. Danach sah es ursprünglich nicht unbedingt aus, weil Experten mit hohen Altlasten und einer entsprechend teuren Entsorgung rechneten.

    Die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen, die bereits im Frühjahr 2014 erledigt wurden, brachten neben einer Teilentwarnung auch die endgültige Gewissheit, dass ein Neubau in der westlichen Altstadt funktionieren kann. Dieses Ergebnis machte den Weg für eine Bedarfsanalyse und erste Vorplanungen frei, mit denen die Jüdische Kultusgemeinde den Koblenzer Architekten Jens Ternes beauftragte.

    Weitere Details wollen Gemeinde und der Förderverein Neue Synagoge für Koblenz frühestens Ende Januar bekannt geben. Vorsitzender Heribert Heinrich verweist darauf, dass alle Beteiligten zunächst einmal das Ergebnis der Gespräche in Mainz abwarten wollen. Erst dann kann die Kultusgemeinde kalkulieren. Denn trotz der möglichen hohen Zuschüsse kommt auf die Bauherren ein hoher Eigenanteil zu. Und: Der Förderverein will mit Spendenkationen die finanzschwache Kultusgemeinde nach Kräften unterstützen.

    Kleine Geschichte der Koblenzer Synagogen

    Bereits seit dem Mittelalter leben Juden in Koblenz. Die Gemeinde war aber nie so groß, dass es wie in anderen Städten zu imposanten Synagogenbauten kam. Entsprechend häufig wechselten die Standorte. 1847/1848 erwarb die aufblühende Gemeinde den Bürresheimer Hof am Florinsmarkt und ließ ihn zur Synagoge umbauen. Nach der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 ging das Gebäude an die Stadt.

    Nach dem Krieg nutzte die kleine Gemeinde zunächst die Trauerhalle des jüdischen Friedhofs im Rauental. Die Halle wurde 1950/51 umgebaut und 1961/62 durch einen Gemeindesaal erweitert. Dennoch reichen die Kapazitäten nicht mehr aus, sodass jetzt ein Neubau in der Altstadt ansteht.

    Neustart im Dreikönigenhaus: Isso-Institut nimmt Arbeit aufEssen für die Seele: Bistro öffnet in alter Koblenzer StadtbibliothekDie Chancen für eine neue Synagoge in Koblenz steigen Uni Koblenz entwickelt Konzept für Isso-Bistro Sanierung am Florinsmarkt in Koblenz soll bald beginnen weitere Links
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

    Mail

    epaper-startseite
    Anzeige
    Rhein-Zeitung Koblenz bei Facebook
    Wetter
    Montag

    14°C - 24°C
    Dienstag

    12°C - 25°C
    Mittwoch

    14°C - 28°C
    Donnerstag

    14°C - 28°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige