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    KoblenzKoblenz macht mobil gegen rechts

    "Für uns hört Toleranz da auf, wo andere nicht geachtet werden, Diffamierungen geschehen und Gewalt jeglicher Art angewendet wird. Gewalt ist auch, wenn andere eingeschüchtert werden." Das steht in dem Schreiben, mit dem der DGB zu der Protestkundgebung gegen den Aufmarsch der Neonazis am Samstag, 18. August, mobilisiert.

    Koblenz - "Für uns hört Toleranz da auf, wo andere nicht geachtet werden, Diffamierungen geschehen und Gewalt jeglicher Art angewendet wird. Gewalt ist auch, wenn andere eingeschüchtert werden." Das steht in dem Schreiben, mit dem der DGB zu der Protestkundgebung gegen den Aufmarsch der Neonazis am Samstag, 18. August, mobilisiert. Und weiter: "Wir stehen ein für ein angstfreies und vertrauensvolles Miteinander. Denn nur das ermöglicht unsere Entfaltung als Menschen. Wir setzen uns für unsere Vielfalt und unsere Unterschiedlichkeit ein." Während die Demonstration der Neonazis am Samstag zwischen 12 und 13 Uhr auf der Spiegelfläche am Bahnhof beginnt (die RZ berichtete), treffen sich die DGBler bereits ab 11 Uhr auf den Parkflächen vor dem Bahnhof. Auch die Mitglieder von Verdi und SPD, die jeweils zu einem späteren Zeitpunkt eigene Kundgebungen angemeldet haben, beteiligen sich zunächst an der DGB-Demo, ebenso wie der BUND. Um ein "Licht-Zeichen" für Toleranz zu senden, stellt die Koblenz-Touristik den Teilnehmern aller Gegenkundgebungen 5000 der Flammenstäbe zur Verfügung, die noch vom Sommerfest übrig sind.

    "Wir planen ab 12 Uhr eine eigene Aktion, weil die Nazis an unserem neuen Sitz im Schlossrondell vorbeimarschieren wollen", sagt Hikmat El Hammouri von Verdi Koblenz. Ähnlich geht auch die SPD vor: Ab 12 Uhr ist eine Kundgebung am Reichensperger Platz angemeldet, die dann abgehalten wird, wenn die Neonazis den Ort auf ihrem Weg zum Landgericht passieren. "Es sieht auf den ersten Blick so aus, als gäbe es mehrere Kundgebungen, die sich gegenseitig die Leute abziehen", sagt David Langner, Vorsitzender der Koblenzer SPD. Tatsächlich aber seien es sich ergänzende Veranstaltungen, die eng abgestimmt sind.

    Bei der großen Kundgebung des DGB stehen etliche Redner auf der Liste, unter anderem Gabi Weber vom DGB und Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig, aber auch Innenminister Roger Lewentz, die Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles, und verschiedene Kirchenvertreter. Auch ein Vertreter der Antifa ist angefragt.

    Die Antifa ruft unterdessen dazu auf, "die Stadt für die Nazis dichtzumachen" und sich später mit der Teilnahme am Christopher Street Day zu solidarisieren.

    Bereits für 9 Uhr hat die Initiative "Kein Vergessen Koblenz" eine Stadtführung mit Spurensuche zu Stolpersteinen angekündigt (Treffpunkt am Mahnmal).

    Zu einer Demo der ganz anderen Art wird derzeit im Internet via Facebook aufgerufen: "Wir rufen alle Koblenzer auf, in der Zeit von 11 bis 11.30 Uhr ihre Fenster zu öffnen und laute Geräusche jeglicher Art zu produzieren, die den Nazis signalisieren: ,Haut ab!‘", schreibt der Facebook-Nutzer mit dem Pseudonym Ben Que Comecarn.

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

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