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    Bonn-Center ist gesprengt: Urmitzer Firma hat Abbriss geleitet – Arbeiten gehen weiter

    Bonn/Urmitz. 45.000 Tonnen Bauschutt – das ist alles, was vom Bonn-Center übrig geblieben ist. Die Sprengung des ehemaligen Geschäftszentrums am Sonntagmorgen sorgte bundesweit für Schlagzeilen und spektakuläre Fernsehbilder. Für den Abriss zuständig ist die Urmitzer Firma AWR-Abbruch. Und deren Arbeit ist noch lange nicht beendet.

    Spektakuläre Bilder gab es am Sonntag zu sehen, als das Bonn-Center gesprengt wurde. Der Abriss wird federführend von der Urmitzer Firma AWR-Abbruch geleitet. 
    Spektakuläre Bilder gab es am Sonntag zu sehen, als das Bonn-Center gesprengt wurde. Der Abriss wird federführend von der Urmitzer Firma AWR-Abbruch geleitet. 
    Foto: dpa

    Für das Unternehmen ist es nicht der erste Auftrag dieser Größenordnung. Die rund 200 Fachkräfte des Unternehmens sind bundesweit unterwegs. 2014 war AWR-Abbruch zum Beispiel auch beim Abriss des 116 Meter hohen AFE-Turms in Frankfurt, der damals ebenfalls gesprengt wurde, federführend. Im Auftrag der Debeka wurde vor Kurzem das ehemalige Landesvermessungsamt in Koblenz dem Erdboden gleichgemacht. Und auch die ehemalige Pfarrkirche von Urbar wurde von den Urmitzern abgerissen.

    Eine Herausforderung ist der Abriss eines Gebäudes in der Größenordnung des Bonn-Centers aber trotz aller Erfahrung immer, wie AWR-Geschäftsführer Ilmi Viqa erklärt. „Jedes Gebäude ist anders“, sagt er. Im Fall des Bonn-Centers habe man es zum Beispiel mit drei verschiedenen Kernen zu tun gehabt. Die eigentliche Schwierigkeit bestand laut Viqa aber darin, dass die Bahn auf der einen und die Nachbarn auf der anderen Seite nur 25 Meter vom zu sprengenden Gebäude entfernt waren.

    Die bevorstehende Sprengung zog auch viele Interessierte an.
    Die bevorstehende Sprengung zog auch viele Interessierte an.
    Foto: dpa

    Zunächst habe man auch einen konventionellen Abriss von oben nach unten mit Klein- oder Großgerät wie im Fall der Debeka in Betracht gezogen. Nach Gesprächen mit der Stadt und den Anwohnern entschied man sich dann aber im Januar für eine Sprengung, erklärt Ilmi Viqa.

    Zu diesem Zeitpunkt hatte AWR-Abriss schon viel Arbeit geleistet. So wurde das Gebäude statisch überprüft und entkernt. Zudem wurden schadstoffhaltige Materialien (zum Beispiel Asbest) entfernt und entsorgt. „Im Durchschnitt waren 25 Leute von uns im Einsatz“, sagt Viqa. Nach der Entscheidung für die Sprengung mussten Löcher für das Sprengmaterial gebohrt, die Flächen, auf die das Gebäude stürzen sollte, vorbereitet und Schutzwälle gebaut werden.

    Nun steht AWR-Abbruch vor den Trümmern der eigenen Arbeit – und das mit voller Absicht. In den kommenden sechs bis acht Wochen, so Viqa, soll die 45.000 Tonnen Schutt beseitigt und entsorgt werden. Zurzeit ist die Firma nur mit neun Mann – überwiegend Maschinisten – im Einsatz. „Der Schutt wird jetzt in 40 bis 50 Zentimeter große Stücke zerkleinert“, erklärt Viqa. So kann man gewährleisten, dass mit jeder Lkw-Ladung eine möglichst große Menge abgefahren wird. „Alles, was man verwerten kann, muss auch verwertet werden“, so der AWR-Chef. Wiederverwendet werden die Materialien zum Beispiel für den Straßenbau.

    Volker Schmidt

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