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    KirchbergUnterschriftenaktion: 2800 Unterstützer für evangelische Kitas

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den evangelischen Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Simmern-Trarbach haben Angst um ihre Arbeitsplätze, die Eltern der Kinder in den Kindergärten sind verunsichert.

    Eine Welle der Solidarität erfahren die evangelischen Kindergärten auf dem Hunsrück. Eltern und das betroffene Erziehungspersonal haben bei der Bevölkerung seit Weihnachten fast 2800 Unterstützungsunterschriften gesammelt. Darüber war Superintendent Horst Hörpel (2. von rechts) hoch erfreut. Foto: Dieter Junker
    Eine Welle der Solidarität erfahren die evangelischen Kindergärten auf dem Hunsrück. Eltern und das betroffene Erziehungspersonal haben bei der Bevölkerung seit Weihnachten fast 2800 Unterstützungsunterschriften gesammelt. Darüber war Superintendent Horst Hörpel (2. von rechts) hoch erfreut.
    Foto: Dieter Junker

    Eine Unterschriftenliste soll die Zukunft der Kitas sichern helfen. Grund für die Verunsicherung ist die Entscheidung des Rhein-Hunsrück-Kreises vom Herbst, die bisher gezahlten Sonderzuweisungen für die Einrichtungen in Kastellaun, Argenthal und am Schmiedelpark Simmern an den Verbund evangelischer Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Simmern-Trarbach (VEKiST) zum 1. September 2016 einzustellen.

    Fast 2800 Unterschriften haben die Eltern und die Leitungen der Einrichtungen seit Weihnachten gesammelt, um deutlich zu machen, dass sie für den Erhalt der evangelischen Kitas sind. Die Unterschriftenlisten wurden nun dem Superintendenten des Kirchenkreises Simmern-Trarbach übergeben, der sie an den Landrat, die Kreistagsfraktionen und die Bürgermeister der drei betroffenen Kommunen weiterleiten will.

    „Für uns ist dies ein klares Signal für die Zukunft der evangelischen Kindertagesstätten, und die Unterschriften sind eine wichtige Rückendeckung für die anstehenden Gespräche mit den Kommunen“, unterstreicht Superintendent Horst Hörpel. Er betonte erneut sein Unverständnis über die Entscheidung des Kreises. „Wir sind weiterhin der Überzeugung, dass der bisherige Status quo für beide Seiten, kirchlicher Träger wie Kreis, einen Vorteil dargestellt hat. Denn der Kreis müsste mehr an Personalkosten für die drei betroffenen kirchlichen Kitas zahlen, wenn unser Verbund aussteigen würde und die Kommunen die Trägerschaft übernehmen müssten“, so Hörpel.

    Dem Kirchenkreis würden die evangelischen Kindertageseinrichtungen am Herzen liegen, betonte der Superintendent. „Wir machen diese Arbeit nicht zum Nulltarif. Im Gegenteil: Wir haben für dieses Jahr die Unterstützung des Kirchenkreises für VEKiST nochmals um 20 000 Euro angehoben. Insgesamt stellt damit der Kirchenkreis 400 000 Euro für die Arbeit von VEKiST zur Verfügung – das ist ein klares Bekenntnis zu dieser Arbeit“, so Horst Hörpel. Der Kirchenkreis wolle auch in Zukunft dieses Geld bereitstellen. „Und wir wollen damit auch die evangelischen Kitas auf dem Hunsrück und an der Mittelmosel erhalten“, fügt er hinzu.

    Allerdings sieht der Superintendent im Beschluss des Kreisausschusses einen Bruch des Vertrauensschutzes, da der Kirchenkreis noch vor zwei Jahren langfristige Verpflichtungen auch aufgrund der bisherigen Regelung mit dem Kreis eingegangen ist. Der kurzfristige Bruch dieser Regelung werde derzeit juristisch geprüft, heißt es aus dem Kirchenkreis.

    Inzwischen haben schwierige Verhandlungen mit den drei Kommunen begonnen. Die Leitungen der evangelischen Kindertageseinrichtungen hoffen darauf, dass dabei Lösungen gefunden werden, die den evangelischen Kitas eine Zukunft geben. „Die seit so vielen Jahren bestehenden Einrichtungen der evangelischen Kirche müssen unbedingt erhalten bleiben“, betonen Bettina Bremm (Kirchberg) und Stefan Herberts (Schmiedelpark) auch im Namen ihrer Leitungskolleginnen und -kollegen.

    Superintendent Horst Hörpel kündigt an, dass sich die nächste Synode des Kirchenkreises im Frühsommer ausführlich mit der Zukunft von VEKiST und der von ihm getragenen Einrichtungen beschäftigen wird. Bis dahin sollen dann auch die Ergebnisse der Gespräche mit den Kommunen und möglicherweise dem Kreis oder den Kreistagsfraktionen vorliegen. Dieter Junker

    Boppard Simmern
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