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    KastellaunSchüler (15) hilft schwer verletzter Frau (82)

    Hinschauen statt wegschauen – Cem Yöndem aus Kastellaun hat Zivilcourage bewiesen. Der 15-Jährige kümmerte sich um eine schwer verletzte Seniorin, rief den Rettungswagen und besuchte sie anschließend sogar im Krankenhaus. „Ich bin dem jungen Mann sehr dankbar, dass er mir geholfen hat. Das war vorbildlich“, sagt Hilde Stork (82) im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Hilde Stork ist ihrem Schutzengel dankbar. Der 15-jährige Cem aus Kastellaun half der Rentnerin, als sie eine Treppe hinuntergestürzt war.
    Hilde Stork ist ihrem Schutzengel dankbar. Der 15-jährige Cem aus Kastellaun half der Rentnerin, als sie eine Treppe hinuntergestürzt war.
    Foto: Maximilian Eckhardt

    Was war passiert? Ende Oktober war die alte Dame auf dem Weg zum Seniorennachmittag im Kastellauner Tivoli. Als sie kurz nach 14.30 Uhr von der oberen zur unteren Parkplatzebene gehen wollte, kam es zum Unglück: Mit ihrem linken Fuß blieb Hilde Stork an den abgesenkten Pflastersteinen hängen und stürzte eine Treppe herunter. „Ich konnte mich auch nicht im letzten Moment festhalten, weil es kein Geländer gibt“, sagt die 82-Jährige kopfschüttelnd. Ungebremst fiel sie sieben Stufen herunter.

    Diese beängstigende Situation beobachtete Cem Yöndem und eilte herbei. „Frau Stork lag auf dem Boden in einer Blutlache. Ich befürchtete Schlimmes“, erinnert sich der Schüler des Herzog-Johann-Gymnasiums an jenen Nachmittag im Oktober. Zwar war die Hunsrückerin ansprechbar, aber nach dem heftigen Sturz nicht mehr in der Lage aufzustehen. Die Verletzungen setzten sie außer Gefecht: Die Nase gebrochen, die Haut auf der Stirn und den Wangen geschürft, die Rippen geprellt und beide Knie wund.

    Cem sprach der alten Dame Mut zu und alarmierte sogleich den Notarzt. Daraufhin wurde die Rentnerin ins Krankenhaus nach Simmern gebracht. Noch am selben Tag kam Cem dorthin, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen. „Er hat mehrere Stunden auf dem Flur gewartet, bis ich aus dem OP kam. Ich bat eine Schwester, seine Telefonnummer zu notieren“, berichtet Hilde Stork weiter. Sie musste 14 Tage stationär behandelt werden, einige Wunden sind bis heute nicht verheilt. Aber davon lässt sich Hilde Stork nicht unterkriegen.

    Und jetzt gab’s ein herzliches Wiedersehen in Kastellaun: Mit einer liebevollen Umarmung dankte Hilde Stork ihrem Schutzengel. Und was sagt Cem dazu? Der Jugendliche gibt sich bescheiden: „Jeder hätte geholfen. Das ist doch selbstverständlich.“ eck

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