40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Rhein-Hunsrück-Zeitung
  • » "Rhein in Flammen": St. Goar strahlt im glänzenden Lichtermeer
  • Aus unserem Archiv

    St. Goar/St"Rhein in Flammen": St. Goar strahlt im glänzenden Lichtermeer

    Goarshausen. Mit einem famosen Farbenspektakel verwandelte sich das Tal der Loreley am Samstagabend in ein schillerndes Lichtermeer. Die Großveranstaltung "Rhein in Flammen - Die Nacht der Loreley" verzauberte in den Schwesterstädten St. Goar und St. Goarshausen nicht nur Tausende Gäste, sondern ließ diesen einmaligen Teil des Welterbes förmlich erstrahlen.

    Von unserem Chefreporter Volker Boch

    Kaum war das Tageslicht eines durchwachsenen dritten Septembersamstags über den Anhöhen verschwunden, läutete ein Knall das Fest der Lichter ein. Über der Burg Katz schossen kurz nach 21 Uhr die ersten Leuchtbälle in den schwarzen Himmel, explodierten und malten ein buntes Bild aus unzähligen farbigen Sprengteilchen ins Tal. Das Feuerwerk kratzte sich in den Abendhimmel und versprühte vom ersten Moment an eine Atmosphäre, die sowohl auf den rund 50 bunt beleuchteten Ausflugsschiffen als auch an Land in St. Goar und auf der anderen Seite des Flusses in St. Goarshausen die Zuschauer inspirierte.

    Dichte Besucherreihen

    Dicht an dicht standen die Besucher von Rhein in Flammen am Ufer, viele mit einem Glas Wein ausgestattet, andere mit Klappstühlen oder Decken, um das zauberhafte Lichtbild zu bestaunen. Es war nicht das passende Wetter, um von einem lauschigen Spätsommerabend zu sprechen, dafür war der Tag von zu vielen Schauern geprägt gewesen. Aber während des Feuerwerks war vom Regen nur in Form eines feuchten Bodens noch etwas zu sehen, es wehte kein kalter Wind, und bei knapp 15 Grad wurde es doch noch ein richtig einladender Abend.

    Die Menschen links und rechts des Rheins nahmen die Einladung herzlich an und säumten während des Feuerwerks nicht nur die beiden Uferseiten, sondern auch die Anhöhen. Entlang der L 206 standen hinter dem Ortsausgang von Biebernheim in Richtung Hunsrück Dutzende Autos am Straßenrand, die Kennzeichen verrieten weite Anreisen vom Rhein-Main-Gebiet oder dem Niederrhein. Genauso sammelten sich in Werlau und an den einzigartigen Höhenaussichtspunkten wie Maria Ruh die Zaungäste, die einen erhobenen Blick auf das Spektakel werfen wollten. Zu sehen gab es reichlich: Zunächst das Feuerwerk über der Burg Maus, dann ein loderndes Lichterfeuer im Tal und schließlich das Feuerwerk auf der Burg Rheinfels, die wie ein trutziger Herrscher über dem Spektakel thronte.

    Wie ein Echo knallten die dazugehörigen Salven durch das Tal, das aber auch von einem schwungvollen Fest erfüllt wurde. Am St. Goarshausener Rheinufer schallte Livemusik von der Bühne, in den St. Goarer Rheinanlagen gab es ebenso Musik von der Bühne als auch aus der Konserve und vor allem einen schönen Festbereich, der bei St. Goarer Weinen ein reizvolles Ambiente für einen Plausch und einen stimmungsvollen Abend darstellte.

    45 Minuten Funkelspektakel

    Gut 45 Minuten lang funkelte und flackerte das Mittelrheintal in den buntesten Farben und die staunenden Menschen standen still am Ufer, um das Fest für die Augen in sich aufzusaugen. So ausgelassen vor dem Start des Feuerwerks über die kleinen und großen Dinge des Lebens geschnattert wurde, so ruhig war es, als die Lichter den Himmel erleuchteten. Rhein in Flammen verbrüderte St. Goar und St. Goarshausen an diesem glitzernden Abend und sorgte für einen echten Hingucker im sehenswerten Welterbetal.

    Aus Sicht der Einsatzkräfte war der Abend ebenso positiv zu bewerten wie für die feiernden Gäste. Insgesamt 270 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, DLRG, Deutschem Roten Kreuz sowie Malteser Hilfsdienst und rund 50 Polizeibeamte waren vor Ort, um für etwaige Fälle gerüstet zu sein. Doch am Ende konnte ein beruhigtes Fazit gezogen werden. Die Einsatzleiter waren angetan vom friedfertigen Verlauf des farbenfrohen Festakts. "Die gesamte Veranstaltung verlief ohne besondere Vorkommnisse und die Sicherheitskräfte konnten einen ruhigen Einsatzabend verzeichnen", erklärte der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur, Christian Albrecht, stellvertretend für seine Kollegen und Mitstreiter.

    Boppard Simmern
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

    E-Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Sonntag

    9°C - 17°C
    Montag

    12°C - 17°C
    Dienstag

    14°C - 22°C
    Mittwoch

    15°C - 26°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Jahresrückblick 2016 der RHZ
    Anzeige