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    Nahwärmekonzepte: 480 000 Euro für solare Projekte vom Land

    Neuerkirch/Külz, Immer mehr Gemeinden im Rhein-Hunsrück-Kreis verwirklichen für ihre Bürger Nahwärmekonzepte. Mit dem Bau des ersten nachbarschaftlich organisierten Verbundes in Fronhofen vor neun Jahren hat eine dynamische Entwicklung eingesetzt. Mittlerweile sind zehn Wärmenetze in Betrieb und sieben weitere in Planung und im Bau, zahlreiche weitere Gemeinden haben ihr Interesse bekundet.

    Die Macher aus Neuerkirch-Külz freuen sich gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (4. von rechts), und Bürgermeister Michael Boos (4. von links) über die Förderung aus dem Regionalwettbewerb Hunsrück-Hahn in Höhe von 480 000 Euro für die größte solarunterstützte Nahwärme im Land.
    Die Macher aus Neuerkirch-Külz freuen sich gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (4. von rechts), und Bürgermeister Michael Boos (4. von links) über die Förderung aus dem Regionalwettbewerb Hunsrück-Hahn in Höhe von 480 000 Euro für die größte solarunterstützte Nahwärme im Land.
    Foto: i

    In Neuerkirch und Külz wird derzeit die nächste Entwicklungsstufe im Kreis eingeläutet: erstmals wird ein Verbund gemeinsam für zwei Orte errichtet, der etwa 142 Haushalte mit Wärme versorgt. Hierfür werden derzeit etwa sechs Kilometer Nahwärmeleitungen in den beiden Orten verlegt. Um den Brennholzbedarf zu minimieren, wird eine solarthermische Freianlage mit einer Röhrenkollektorfläche von 1422 Quadratmeter angrenzend an das Heizhaus errichtet, die Brennholz mit einem Heizwert von 65 000 Litern Heizöl im Jahr ersetzt. Somit dürfte es sich um die größte solarthermische Nahwärme in Rheinland-Pfalz handeln.

    Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke überreichte an der Baustelle der zukünftigen Heizzentrale den Förderbescheid an Bürgermeister Michael Boos. Im Rahmen des Regionalwettbewerbes Hahn-Hunsrück fördert das Land die Gesamtbaukosten in Höhe von 4,25 Millionen Euro mit 480 000 Euro. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Michael Boos stellte der Werkleiter der Verbandsgemeindewerke Gerhard Wust die Entstehung und Eckdaten des ehrgeizigen Projektes vor. Durch die Nahwärme werden insgesamt etwa 312 000 Liter Heizöl und 1185 Tonnen CO2 im Jahr eingespart. Dank der Solarthermie wird annähernd 100 Prozent der Jahreswärme regenerativ erzeugt. Gerhard Wust dankte unter dem Applaus der Festgäste vor allem den beiden Ortsbürgermeistern Volker Wichter und Aloys Schneider, der Ökogruppe Neuerkirch sowie den Gemeinderäten für ihr Engagement.

    Ministerin Lemke zeigte sich beeindruckt vom Engagement der beiden Ortsgemeinden. Den Weg der Projektumsetzung durch die VG-Werke (als Betriebsform wurde die Energieversorgung Region Simmern ERS gewählt) lobte Ministerin Lemke als vorbildlich im Sinne der Daseinsvorsorge sowie der Unterstützung und Entlastung des Ehrenamtes in den Ortsgemeinden. Klimaschutzmanager Frank-Michael Uhle berichtete von der Strahlkraft, die bereits heute von dem lokalen Projekt ausgeht. So gab es beispielsweise bereits Anfragen von Journalisten und sogar von japanischen Fachbesuchern, welche das Solarfeld besichtigen möchten.

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