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    BoppardMehr Raum für Fußgänger: Bopparder Rheinallee wird verkehrsberuhigt ausgebaut

    Die Rheinallee im Umfeld der Kurfürstlichen Burg sowie der Burgplatz werden verkehrsberuhigt ausgebaut. Das hat der Bopparder Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

    Platz zum Parken, ausreichender Bewegungsraum für Fußgänger, die Gewährleistung der An- und Abfahrt zur Autofähre und des Durchgangsverkehrs in der Rheinallee - all das muss bei der Umfeldgestaltung der Kurfürstlichen Burg berücksichtigt werden. Befindet sich doch der Haupteingang zur Burg in der Rheinallee.
    Platz zum Parken, ausreichender Bewegungsraum für Fußgänger, die Gewährleistung der An- und Abfahrt zur Autofähre und des Durchgangsverkehrs in der Rheinallee - all das muss bei der Umfeldgestaltung der Kurfürstlichen Burg berücksichtigt werden. Befindet sich doch der Haupteingang zur Burg in der Rheinallee.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

    Die frisch sanierte Kurfürstliche Burg in Boppard wird zu einem Tourismusmagneten. Davon kann man ausgehen. Gäste aus aller Herren Länder werden beim Bummel über Boppards schönste Meile fast automatisch zur Burg geführt. Denn der Haupteingang zur Burg befindet sich jetzt an der Rheinallee, also just dort, wo touristisch die Musik spielt.

    Aber es gibt einen Haken: Wenn die am Rhein promenierenden Touristen auf die Idee kommen, die Burg zu besuchen, müssen sie die Rheinallee passieren, was nicht ganz unkompliziert ist. Denn die Rheinallee ist eine mitunter viel befahrene Straße. Dazu kommt, dass sich in unmittelbarer Nähe zur Burg die Bopparder Autofähre befindet und die Zufahrt und Wartespur direkt an der Burg vorbeiführt.

    Einbahnstraßenregelung aus praktischen Gründen abgelehnt

    Alle Experten von Verkehrsbehörde und Polizei kommen zum Ergebnis, dass der Ausbau des Burgumfeldes zum verkehrsberuhigten Bereich mit der entsprechenden Ausschilderung, die früher als "Spielstraße" populär war, die beste Lösung darstellt. Allein diese Lösung werde allen Nutzungsansprüchen gerecht.

    Einzige Alternative zum verkehrsberuhigten Bereich wäre eine Verlängerung der bestehenden Einbahnregelung. Derzeit ist die Rheinallee ab Einmündung Burgstraße rheinabwärts eine Einbahnstraße. Möglich und im Sinne der Fußgänger wäre es, die Einbahnstraße über die Burg hinaus zu erweitern. Großer Nachteil: Die von der Fähre kommenden Autos müssten alle Richtung Koblenz abfahren. Dabei nehmen die meisten Autofahrer, die von der Fähre kommen, Kurs Richtung Bad Salzig.

    Im verkehrsberuhigten Bereich haben Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer die gleichen Rechte. Sogar spielende Kinder - deshalb die frühere Bezeichnung "Spielstraße" - dürfen sich dort gleichberechtigt mit den übrigen Verkehrsteilnehmern aufhalten. Allerdings muss die "Spielstraße" so breit sein, dass niemand ins Abseits gerät. Die ursprüngliche Ausbauplanung für die Rheinallee im Umfeld der Burg sah eine Breite von vier Metern vor. Dazu kamen noch zwei Entwässerungsrinnen von je einem halben Meter.

    Autofahrer dürfen nur Schrittgeschwindigkeit fahren

    Die neue Planung für den verkehrsberuhigten Straßenraum sieht eine Breite sechs Metern vor. Nur so ist Begegnungsverkehr gefahrlos möglich. Die zusätzliche Fläche wird der Rheinpromenade entnommen, die an dieser Stelle laut früherer Planung 3,77 Meter breit sein soll. Da aber eine verkehrsberuhigte Straße keinen Gehweg benötigt, ist diese Lösung sinnvoll. Auch die Verbreiterung der Wartespur für den Fährbetrieb von zwei auf drei Meter erfolgt durch eine weitere Verengung der Rheinpromenade.

    Der verkehrsberuhigte Ausbau passt aus Sicht der Experten ins Bild. So wird der gesamte Bopparder Innenstadtbereich von Burg bis Basilika, von Römerkastell bis Rheinpromenade als Aufenthalts- und Erlebniszone wahrgenommen. Außerdem sind bereits mehrere Straßen als "verkehrsberuhigt" ausgewiesen, darunter Karmeliterstraße, Marktplatz, Christengasse, Beyerhofgasse und die Eltzerhofstraße ab Beginn der Kronengasse. Damit dürfen Autofahrer auch in der Rheinallee nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Die Lebensqualität für Anwohner und Hotelgäste wird deutlich erhöht.

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