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  • Letzte gemeinsame Dienstfahrt: Mertes nimmt Abschied als Teil eines Trios

    Mainz/Buch. Mit dem offiziellen Antrittsdatum der neuen Landesregierung und der konstituierenden Sitzung des rheinland-pfälzischen Landtags für die 17. Wahlperiode endet nicht nur die Amtszeit für Landtagspräsident Mertes, sondern auch für seinen Fahrer Zimmer und die Leiterin des Vorzimmers, Angelika Gotthardt. Gemeinsam gehen die drei in den Ruhestand.

    Erinnerungen einpacken: Diese Statue eines nachdenklichen Mönchs erhielt Joachim Mertes vergangene Woche als Geschenk bei seinem Besuch der Partnerregion Burgund. Gemeinsam mit Angelika Gotthardt und Helmut Zimmer beendet der Bucher Landtagspräsident heute seine Arbeit in Mainz.
    Erinnerungen einpacken: Diese Statue eines nachdenklichen Mönchs erhielt Joachim Mertes vergangene Woche als Geschenk bei seinem Besuch der Partnerregion Burgund. Gemeinsam mit Angelika Gotthardt und Helmut Zimmer beendet der Bucher Landtagspräsident heute seine Arbeit in Mainz.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserem Chefreporter Volker Boch

    In den vergangenen Tagen wurde reichlich geräumt im Mainzer Büro des Landtagspräsidenten. Am Nachmittag vor dem letzten offiziellen Tag in Diensten des Landes steht deshalb ein vollbepackter Dienstwagen im Hof der Landtagsverwaltung. Die schwarze BMW-Limousine in Langversion ist gefüllt mit Kisten, die Erinnerungen unterdessen würden Lastwagen füllen. Eine Portion Wehmut begleitet Mertes und Zimmer an diesem vorletzten Abend zurück nach Buch, bevor sich die beiden am heutigen Mittwochmorgen kurz vor 7 Uhr zum letzten Mal im Hunsrück in den BMW setzen und nach Mainz starten. Für den Präsidenten stehen am Morgen Beförderungen an und neben anderen Verpflichtungen als wichtigster und zugleich einschneidender Tagesordnungspunkt die konstituierende Sitzung des Landtags. Während Mertes damit sein Amt offiziell niederlegt, übergeben auch Gotthardt im Vorzimmer und Zimmer als Fahrer ihre Hoheitsgebiete. Zimmer reicht heute den Dienstwagen an seinen Nachfolger weiter, wer Mertes und ihn am Abend dieses letzten Mainzer Tages in den Hunsrück bringt, ist offen.

    "Wir sind 22 Jahre lang gemeinsam gefahren", sagt Zimmer. 80 000 Kilometer pro Jahr, 40 Mal um die Welt. An jedem Morgen seit 1994 hat Zimmer den BMW aus seiner Garage geholt und in nächster Nachbarschaft den langjährigen Fraktionschef und 2006 zum Landtagspräsidenten gewählten SPD-Politiker nach Mainz oder zu Tausenden Terminen in Rheinland-Pfalz und weit darüber hinaus gefahren. So ging es letzte Woche noch einmal in die französische Partnerregion Burgund. Dies war die letzte größere Dienstreise der beiden Männer, die so oft gemeinsam von Buch aus aufgebrochen sind. 18 verschiedene Fahrzeuge hat Zimmer in den langen gemeinsamen Jahren für seinen Chef gesteuert. "Und das ohne Unfall", ergänzt Mertes, "alles ist wirklich bestens gelaufen."

    Ebenfalls erfolgreich und reibungslos haben Gotthardt und Mertes miteinander gewirkt, auch wenn die Ur-Mainzerin CDU-Mitglied ist. Die Gonsenheimerin begann ihre Arbeit im Vorzimmer des Landtagspräsidenten mit dem Amtsantritt des Koblenzers Heinz-Peter Volkert im Mai 1985. Als bei Gotthardt vor einigen Monaten der Eintritt in den Ruhestand anstand, bat sie Mertes ebenso darum, ihre Tätigkeit bis zu seinem Abschied zu verlängern wie bei Helmut Zimmer. Sie blieben - Mertes zuliebe und beenden heute mit ihm ihre Dienstzeit im Auftrag des Landes. "Ich habe meinen Job sehr gern gemacht", sagt Gotthardt, die ebenso wie Zimmer das neu gewonnene Plus an Zeit schätzt, aber auch die Zeit mit dem Landtagspräsidenten sehr vermissen wird. Insbesondere für Mertes selbst bedeutet der Abschied einen großen Schritt.

    Ein Stück Hunsrück bleibt in Mainz

    Ein Stück Hunsrück wird auch künftig im Büro des neuen Landtagspräsidenten Hendrik Hering erhalten bleiben, nicht nur wegen der vier Landschaftsbilder des Simmerner Malers Otto Prochnow, sondern auch aufgrund zweier imposanter und doch handwerklich überaus filigran gestalteter Möbelstücke aus der Zeit des Barock. So bleiben ein aus dem Kloster Ravengiersburg stammendes Vertiko in Mainz sowie ein großer Schrank, der ursprünglich im Pfarrhaus in Halsenbach stand. Die Schränke sind geräumt, aber sie werden als Erinnerung an eine erfolgreiche Hunsrücker Zeit in Mainz bleiben.

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