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  • Land unterstützt Zukunftsprojekte: Hunsrück erhält 4 Millionen Euro Fördergelder

    Rhein-Hunsrück. Das Land will dem Hunsrück Schwung geben. Angesichts der demografischen Entwicklung setzt Wirtschaftsministerin Eveline Lemke darauf, dass 23 Förderprojekte, die am Montag in Mainz vorgestellt wurden, für eine nachhaltige Entwicklung der Region sorgen.

    Geld für eine Projektanalyse soll helfen, den Leerstand der ehemaligen KAB-Gebäude um den Hunsrückdom zu beenden.
    Geld für eine Projektanalyse soll helfen, den Leerstand der ehemaligen KAB-Gebäude um den Hunsrückdom zu beenden.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserem Chefreporter Volker Boch

    4 Millionen Euro will das Land in Ideen investieren, die einerseits Rahmenbedingungen vor Ort verbessern sowie anderseits nachhaltige Impulse für die Zukunft geben sollen. Es passte gut zur bevorstehenden Weihnachtszeit, dass die Landräte der Kreise Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Cochem-Zell und Rhein-Hunsrück mit einem Lächeln die Förderurkunden aus der Hand der grünen Ministerin entgegen nahmen. Die Kassen der Kreise sind nicht gerade üppig gefüllt, ein Fördervolumen von insgesamt 4 Millionen Euro war da so kurz vor dem Nikolaustag ein wichtiges politisches Signal. "Es geht darum, die Zukunftsfähigkeit des Hunsrücks und das Überleben zu sichern", erklärte der Cochem-Zeller Landrat Manfred Schnur.

    Der Hunsrück gilt als arm und gegenüber anderen Regionen als benachteiligt. Entsprechend wurde gezielt nach Ideen gesucht, die eine strukturelle Entwicklung begünstigen oder initiieren können. Aus den 55 seit Ende Juli eingereichten Ideen wurden letztlich vom Wirtschaftsministerium 23 Projekte für eine konkrete Förderung herausgefiltert, die teils noch in diesem Jahr anlaufen sollen. "Wir haben eine große Projektbandbreite feststellen können und glauben, dass damit wichtige Impulse für eine nachhaltige Standortentwicklung in Kommunen und Unternehmen in der Hunsrückregion gesetzt werden", erklärte Eveline Lemke.

    Allein elf Förderbescheide für Klimaschutzprojekte

    Als gleichzeitige Klimaschutz-Ministerin überreichte Lemke allein elf Förderbescheide für Energieprojekte, die von einem groß angelegten Nahwärmenetz für die Stadt Birkenfeld bis zur repräsentativen Machbarkeitsstudie für die Nutzung der Abwärme einer Biogasanlage in Mittelstrimmig reichen. Das Birkenfelder Projekt ist dabei mit 1,3 Millionen Fördersumme das finanziell umfangreichste Vorhaben. Daneben ist eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz der Idarwaldschulen in Rhaunen geplant.

    Im Rhein-Hunsrück-Kreis werden Nahwärmeprojekte in Ellern und Mastershausen gefördert. Unterstützt wird auch die Einbindung einer übergreifenden Solarthermie-Anlage in das Energiekonzept von Neuerkirch-Külz, was Landrat Bertram Fleck besonders freut. "Es soll mit 1700 Quadratmetern Fläche die größte Anlage für Solarthermie in Rheinland-Pfalz werden." Solarthermie bezeichnet die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie.

    Geld für Projektanalyse zum Kloster Ravengiersburg

    Die vom Land geförderten Projekte beziehen sich teils auf Studien, teils auf ganz konkrete Vorhaben. Aus perspektivischer Sicht kommt übergeordneten Initiativen wie dem geplanten "Regio-Camp" zur achtwöchigen Berufsorientierung von Jugendlichen im Rhein-Hunsrück-Kreis Bedeutung zu, ebenso soll eine kreisübergreifende Aktivbörse für Unternehmen auf den Weg gebracht werden. Infrastrukturelle Impulse sind zudem durch planerische Gutachten zu erwarten, die sich beispielsweise mit der Reaktivierung von Gewerbeflächen an der B 421 zwischen Blankenrath, Panzweiler und Tellig beschäftigen. Für den Rhein-Hunsrücker Landrat Fleck ist zudem erfreulich, dass eine Projektanalyse zum Kloster Ravengiersburg unterstützt wird. "Um diese Bestandsaufnahme bin ich sehr froh", erklärte er mit Blick auf den langjährigen, schwierigen Leerstand im Umfeld des Hunsrückdoms.

    Von den 4 Millionen Euro, die inan Fördergeldern fließen, geht mit mehr als 1,3 Millionen ein Großteil in die beiden Projekte des Kreises Birkenfeld, 700.000 Euro sind für den Rhein-Hunsrück-Kreis veranschlagt, 250 000 Euro für den Kreis Cochem-Zell. Die sieben von Unternehmen im gesonderten Fachwettbewerb Technologie eingereichten Projektideen binden 1 Million Euro, nach Bernkastel-Wittlich weitere 200.000 Euro für drei Energieprojekte. Von diesen Geldern soll der Hunsrück möglichst lange profitieren.

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    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

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