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  • Kreis ist Stromerzeuger Nummer eins

    Rhein-Hunsrück. Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist führend, wenn es um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien geht. Im Jahr 2014 wurden hier 839 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt.

    Knotenpunkt der Energiewende: Dieses Umspannwerk bei Kirchberg ist einer von vielen Garanten im Rhein-Hunsrück-Kreis, dass der Strom, der in der Region vor allem durch Windräder erzeugt wird, ins Netz gelangt.
    Knotenpunkt der Energiewende: Dieses Umspannwerk bei Kirchberg ist einer von vielen Garanten im Rhein-Hunsrück-Kreis, dass der Strom, der in der Region vor allem durch Windräder erzeugt wird, ins Netz gelangt.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserem Chefreporter Volker Boch

    Die jüngst vorgelegten Zahlen des Statistischen Landesamts in Bad Ems weisen den Kreis damit als Spitzenreiter in Rheinland-Pfalz aus.

    Was die Statistiker vorgelegt haben, ist erst einmal keine Überraschung. Angesichts des deutlichen Zubaus gerade bei der Windkraft in den vergangenen Jahren produziert der Rhein-Hunsrück-Kreis immer mehr Strom selbst. Allerdings haben sich die Dimensionen verschoben - der Kreis ist inzwischen mit deutlichem Abstand die Region im Land, die am meisten Energie zur Einspeisungsbilanz beiträgt. Was den erzeugten Strom auf Basis der erneuerbaren Energie insgesamt anbelangt, liegt Rheinland-Pfalz mit 39 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt. Im Jahr 2014 wurden in Rheinland-Pfalz fast 7 Milliarden Kilowattstunden Strom durch Windräder, Wasserkraftwerke, Fotovoltaik- und Biogasanlagen erzeugt. Genau 12 Prozent davon kamen aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis, der exakt 839 Millionen Kilowattstunden geliefert hat. Dies entspricht etwa der doppelten Menge, die von allen kreisfreien Städten im Land zusammen erzeugt worden ist.

    Der Eifelkreis Bitburg-Prüm als Nummer zwei der Produktionsrangliste erreichte im Jahr 2014 eine Stromproduktion von 688,1 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht knapp 10 Prozent der Gesamtmenge im Land. Auf Rang drei landet der Kreis Trier-Saarburg mit 610,3 Millionen Kilowattstunden. Schlusslicht unter den Kreisen ist Ahrweiler mit 65,8 Millionen Kilowattstunden. Zum Vergleich: Die Stadt Koblenz "lieferte" 85,7 Millionen Kilowattstunden, die Landeshauptstadt Mainz nur 37,4 Millionen Kilowattstunden.

    Bei einem genaueren Blick in die Listen der Bad Emser Statistiker fällt auf, dass der Rhein-Hunsrück-Kreis nicht nur insgesamt die Nummer eins im Land ist, sondern vor allem einzelne Gemeinden die Ranglisten anführen. In der Bilanz der Gemeinden mit der höchsten Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien fällt Lingerhahn ins Auge. Auf Lingerhahner Gemarkung wurde landesweit am meisten Energie ins Netz gebracht. Hier wurden im Jahr 2014 rund 168,5 Millionen Kilowattstunden eingespeist - damit liegt die kleine Gemeinde an Position eins im Land vor Oberheimbach im Kreis Mainz-Bingen (163,5 Millionen) und Kirchberg (144,9). Dahinter folgt dichtauf die Stadt Simmern (142,6) mit deutlichem Abstand vor der Stadt Trier als Nummer fünf im Land (115,5). Erst auf Platz zwölf kommt die Stadt Koblenz (85,6). Interessant ist beim Blick auf die Statistik ein Vergleich zwischen Koblenz und Lingerhahn, nicht nur, was den Pro-Kopf-Wert nach Einwohnern anbelangt, sondern auch die Art des eingespeisten Stroms. In Koblenz wurden fast 90 Prozent der eingespeisten Energie durch Wasserkraftwerke produziert, in Lingerhahn handelte es sich nahezu ausschließlich um Windenergie.

    Von den 839 Millionen Kilowattstunden, die im Rhein-Hunsrück-Kreis insgesamt an Energie ins Netz gebracht wurden, resultierten 741,3 Millionen aus der Windkraft - dies entspricht mehr als 21 Prozent der gesamten, durch Windkraft 2014 im Land erzeugten Energie. Damit ist der Kreis mit extremem Abstand auf den Eifelkreis (417,4 Millionen), den Kreis Alzey-Worms (439,9) sowie Mainz-Bingen (314,5) der absolute Windstrom-Spitzenlieferant in Rheinland-Pfalz. Bei der Biomasse liegt der Rhein-Hunsrück-Kreis mit 28,4 Millionen Kilowattstunden im hinteren Drittel der Regionen, verglichen mit dem Eifelkreis als Top-Lieferanten (135,6 Millionen). Bei der Fotovoltaik liegt diese Region ebenfalls landesweit vorn mit 129,1 Millionen Kilowattstunden Stromerzeugung. Der Rhein-Hunsrück-Kreis belegt hier mit 69,4 Millionen Kilowattstunden einen Platz im vorderen Mittelfeld.

    Wie stark Rhein-Hunsrück in jüngster Vergangenheit gerade durch die Windkraft bei der Stromeinspeisung zugelegt hat, verdeutlichen die Steigerungsraten. Gegenüber 2013 wurden in der Region 21 Prozent mehr Strom erzeugt, gegenüber 2012 sogar 53 Prozent.

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    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

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