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    BoppardKein Ende des Streiks in Sicht: Kita-Personal macht in Boppard mobil

    Etwa 130 Teilnehmer zählt die von den Erzieherinnen der drei kommunalen Bopparder Kindertagesstätten organisierte Kundgebung in der Innenstadt - viel weniger als vor einer Woche in Simmern, wo mehr als 300 Teilnehmer an der Demonstration gezählt wurden.

    Für einige Stunden bestimmten am Mittwochnachmittag das streikende Personal der drei städtischen Kindergärten, betroffene Eltern und Kinder das Geschehen in der Bopparder Innenstadt.
    Für einige Stunden bestimmten am Mittwochnachmittag das streikende Personal der drei städtischen Kindergärten, betroffene Eltern und Kinder das Geschehen in der Bopparder Innenstadt.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

    Die Aussagen auf den Transparenten sind eindeutig: "Bilden und Erziehen ist unser Auftrag", steht da geschrieben. "Aufwertung jetzt", heißt es kurz und knapp auf einem anderen Transparent. "Jetzt sind wir dran", lautet eine weitere Botschaft an die Öffentlichkeit.

    Die Organisatoren sind mit dem Verlauf der Kundgebung zufrieden. Das Erziehungspersonal und die betroffenen Eltern, teils mit ihren Kindern, werden nicht alleingelassen. Während sich der Demonstrationszug auf dem Platz vor der Bopparder Stadtverwaltung formiert, treffen etwa 25 Erzieherinnen mitsamt einiger Eltern aus Büchenbeuren und Umgebung ein. Das Erziehungspersonal aus der Hunsrückgemeinde ist neben den Boppardern kreisweit das einzige Kita-Team, das sich im Ausstand befindet.

    Handfeste sozialpolitische Fragen thematisiert

    Ihre Solidarität mit den Kolleginnen der kommunalen Kitas bekunden auch Erzieherinnen der drei katholischen und des evangelischen Kindergartens in Boppard. Sie reihen sich in die Schar der Demonstrierenden ein.

    Dass es bei dem nunmehr drei Wochen währenden Streik um handfeste tarif- und sozialpolitische Fragen und Forderungen geht, zieht sich wie ein roter Faden durch die Kundgebung in Boppard. "Wir haben es endlich gewagt, den Mund aufzumachen und haben deswegen kein schlechtes Gewissen", heißt es auf einem Transparent. "Verspielen die kommunalen Arbeitgeber die Zukunft unserer Kinder?", lautet die provokante Frage auf einem weiteren Plakat. "Wo bleibt das Verhandlungsangebot?"

    Bürgermeister bekundet Sympathien für den Streik

    Auch diese Kernfrage für die Streikenden wird plakativ gestellt. Aber sie wird nicht in Boppard beantwortet. Das macht auch Bürgermeister Walter Bersch in seiner Rede deutlich. "Ich hege große Sympathie für den Streik", sagt Bersch unter großem Applaus. Für ihr Vorhaben, eine höhere Wertschätzung für die erzieherische Arbeit zu erlangen, wünscht der Bürgermeister den Streikenden viel Glück.

    Dorothee Junker-Onckels, Leiterin der Kita Buchholz, entkräftet den Eindruck, die Solidarität der Eltern mit den streikenden Erziehern bröckele. Es stehe immer noch eine große Zahl der Eltern hinter ihren berechtigten Forderungen, macht sie deutlich. Die Leiterin der größten städtischen Kita geht in ihrer Rede aber auch auf die Sorgen und Nöte der Eltern ein, macht aber klar, dass einige brennende Fragen nicht beantwortet werden können. "Was wird aus der Projektwoche der Kinder im letzten Kindergartenjahr? Was mit der Übernachtung in der Kita? Welche Auswirkungen hat der Streik auf die Eingewöhnung der jüngsten Kinder? Wie sieht es mit der Bildungsarbeit aus? Diese Fragen bleiben genauso lange offen wie die Frage, wann der unbefristete Streik denn nun endet.

    Kita-Streik und kein Ende: Bei den Bopparder Eltern macht sich Unmut breit Kita-Streik: Auch Erzieher aus Büchenbeuren machen mitUnbefristeter Kita-Streik in Boppard: Eltern müssen improvisieren
    Boppard Simmern
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